Bonhoeffer-Schule hat ihre Turnhalle zurück
Grundschule improvisierte ein Schuljahr lang

Senden -

Die Sanierung entpuppte sich als komplizierter als gedacht und die Handwerker bissen zunächst nicht an. Die Instandsetzung und Modernisierung der Turnhalle zog sich deshalb ein volles Schuljahr hin. Passend zum Unterrichtsbeginn steht die Halle der Bonhoeffer-Schule aber wieder zur Verfügung.

Freitag, 31.08.2018, 18:04 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 31.08.2018, 16:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 31.08.2018, 18:04 Uhr
Die Bonhoeffer-Schule hat ihre Turnhalle wieder: Darüber sind Michael Hiegemann, Martina Wulff, Klaus Mende (Bauamt), Karin Sendker (Projektleiterin) und Hausmeister Guido Ahlmer erleichtert.
Die Bonhoeffer-Schule hat ihre Turnhalle wieder: Darüber sind Michael Hiegemann (v.l.), Martina Wulff, Klaus Mende (Bauamt), Karin Sendker (Projektleiterin) und Hausmeister Guido Ahlmer erleichtert. Foto: di

In die Bonhoeffer-Schule ist wieder Normalität eingekehrt. Seit dem gestrigen Freitag findet der Schulsport wieder ohne „Anreise“ statt – in der eigenen Turnhalle. Sie war lange ein Sanierungsfall. Doch die Arbeiten sind passend zum Schuljahresbeginn abgeschlossen worden, was Schulleitung und Vertreter des Sendener Bauamtes mit Erleichterung quittierten. „Die Halle hat uns total gefehlt“, so Rektor Michael Hiegemann. Ein Schuljahr lang musste die Grundschule improvisieren.

Die Freude über ihre Rückeroberung ist nicht nur deshalb groß, weil die 303 Schülerinnen und Schüler dort ihrem Bewegungsdrang frönen können. Die Halle dient vielmehr auch als Veranstaltungsraum für die lebendige Schulkultur oder Versammlungsstätte, wenn etwa Sportabzeichen übergeben werden.

Für Konzerte und Musicals fanden die Bonhoeffer-Ensembles in der evangelischen Friedenskirche Unterschlupf, wie Hiegemann und Konrektorin Martina Wulff dankend zurückschauen. Zum ersten Schultag hatten sie noch einen Sicherheitspuffer eingebaut: Weil ihnen der Abschluss der Turnhallen-Sanierung nicht sicher erschien, hatten sie die i-Männchen und ihre Eltern noch in die Pfarrkirche St. Laurentius und die Steverhalle eingeladen.

Für den Sportunterricht waren die Bonhoeffer-Schützlinge in die Steverhalle, die Neue Halle am Sportpark und nach Bösensell ausgewichen. Hiegemann und Wulff wissen es zu schätzen, dass sich die Gemeinde als Schulträger flott und verlässlich um den Transport mit Bussen gekümmert hat, fasst die Schulleitung die Sanierungsphase zusammen.

Die baulichen Aufgaben waren umfassend: Regenwasser tropfte durchs Dach, die Statik und Dämmung wurden ertüchtigt, Heizung, Licht und Elektroinstallation modernisiert und der Brandschutz auf den Stand gebracht. 350 000 Euro waren dafür angesetzt worden. „Wir liegen leicht darüber“, so Karin Sendker, Architektin im Bauamt, die als Projektleiterin der Sanierung fungiert. Das Gros der Kosten erhält die Gemeinde aus dem Fördertopf „Gute Schule 2020“ erstattet. Während andere Kommunen, wie gerade überregional gemeldet, Geld links liegen lassen, hat Senden diese Mittel genutzt.

Was die Instandsetzung in die Länge zog, war nicht nur die Vielzahl der Gewerke, sondern die Tatsache, dass die Handwerker zunächst nicht anbissen, weil ihre Auftragsbücher prall voll sind. Erst mit der dritten Ausschreibung und direkten Nachfragen bei Betrieben wurden die Aufträge vergeben, so Klaus Mende, stellvertretender Bauamtsleiter.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6015133?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Prokops Team bereit für Norwegen
Guter Einstand: Tim Suton (M.), hier bedrängt von den Spaniern Eduardo Gurbindo (l.) und Gedeon Guardiola.
Nachrichten-Ticker