Spendenaktion unterstützt Kinderpalliativzentrum
Geste an Familien in Not

Bösensell -

Im Friseursalon Waldmann/Icking in Bösensell läuft wieder eine Spendenaktion an. Der Erlös kommt dem Kinderpalliativzentrum Datteln zugute.

Freitag, 09.11.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 06:00 Uhr
Das Team in Bösensell zieht an einem Strang (v.l.): Laura Söhnlein, Nicole Welling-Hermanns, Helena Töws, Sigrid Thiemann (Freundeskreis Palliativzentrum, Mitte vorn) und Astrid Waldmann.
Das Team in Bösensell zieht an einem Strang (v.l.): Laura Söhnlein, Nicole Welling-Hermanns, Helena Töws, Sigrid Thiemann (Freundeskreis Palliativzentrum, Mitte vorn) und Astrid Waldmann. Foto: di

Die Kinder sind krank, sehr krank. Und ihre Familien leiden mit. Im Kinderpalliativzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln werden die jungen Patienten sowie Eltern und Geschwister umfassend versorgt. Viele Familien kommen in Krisenzeiten wiederholt auf die „Station Lichtblicke“, oftmals über Jahre. Der Salon Astrid Waldmann /Martina Icking in Bösensell unterstützt das Zentrum, das bei seiner Gründung europaweit das einzige seiner Art war, abermals mit einer Spendenaktion.

Die durchsichtige Box steht jetzt in dem Friseursalon an der Espelstraße. Astrid Waldmann, Friseurmeisterin und Mitinhaberin des Salons, und ihr Team ziehen an einem Strang: Sie hoffen, dass die Kundinnen den Behälter gut bestücken – wie es in den beiden Vorjahren der Fall war. Auf eine ausgeprägte Bereitschaft, während der Vorweihnachtszeit die Box mit Münzen oder Scheinen zu füttern, hoffen Waldmann und ihre Kolleginnen. Weshalb sie da zuversichtlich sind: Die Bereitschaft, Mitgefühl und Solidarität zu zeigen, sei in Bösensell groß. Dies gelte zumal dann, wenn erkennbar sei, wohin und für welchen Zweck die Gaben fließen.

Das ist bei der Aktion gleich doppelt erfüllt. Denn nicht nur das Kinderpalliativzentrum, in dem lebensbedrohlich erkrankte Kinder behandelt werden, stellt sich dort kurz vor. Sondern auch der konkrete Zweck, der gefördert werden soll – eine Gartenbank für den Sinnesgarten am Kinderpalliativzentrum. Dort soll „den Familien ein Stück Normalität und Alltag geboten werden“, erklärt Sigrid Thiemann, Vertreterin des Freundeskreises Kinderpalliatvzentrum. Wozu eine gerade per Spendenmittel angeschaffte Rollstuhlfahrerschaukel beiträgt, neben die sich eine robuste und ansprechende Bank, maßgeblich getragen von den Spenden aus Bösensell, gesellen soll.

Thiemann würdigt den Einsatz von Astrid Waldmann aber nicht nur, weil ein Weihnachtswunsch der lebensbedrohlich erkrankten Patienten und ihrer Familien erfüllt werden könnte, sondern auch weil damit auf das Kinderpalliativzentrum aufmerksam gemacht wird, dessen Einzugsbereich ganz Deutschland umfasst. Eine ähnliche Einrichtung sei nach Datteln nur noch in München entstanden. Während die medizinisch-pflegerische Versorgung der Schützlinge weitgehend von der Krankenkasse getragen wird, müssten für die psycho-soziale Betreuung Gelder akquiriert werden. Spenden sind nicht nur in der Box, sondern auch online möglich (Stichwort Spendenaktion Waldmann).

Seit 2009 stellt der Salon in Bösensell eine jährliche Benefizaktion auf die Beine. Dabei seien bisher rund 17 000 Euro zusammengekommen, lautet die Bilanz.

 

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