Bulderner Straße: Empörte Reaktionen auf Umgestaltung
Gemeinde kündigt Ortstermin mit Kreis und Polizei an

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Die Empörung über die Umgestaltung der Bulderner Straße verhallt nicht ungehört. Die Gemeinde sucht jetzt das Gespräch mit Kreis und Polizei um die Situation für Radler zu verbessern.

Mittwoch, 28.11.2018, 17:02 Uhr aktualisiert: 05.12.2018, 10:52 Uhr
Der abmarkierte Fahrradstreifen wird von Pedalrittern gemieden, die alte Regelung bevorzugen.
Der abmarkierte Fahrradstreifen wird von Pedalrittern gemieden, die alte Regelung bevorzugen. Foto: di

Die Neugestaltung der Bulderner Straße hat – zumal nach dem WN-Bericht – eine Welle der Empörung ausgelöst: Eine bestehende Regelung wurde ohne Not aufgegeben, die Lage verschlimmbessert, Schüler werden „als Prellbock missbraucht“, eine „Planung, die jeder Logik entbehrt“: deutliche Kritik über den abmarkierten Radweg und die Einfädelungen für Radfahrer auf die Fahrbahn sowie die Überquerung auf Höhe des Lidl-Marktes äußern viele Sendener in der größten Facebook-Gruppe der Gemeinde. „Da fragt man sich, warum funktionierende Strukturen umgewandelt werden“, lautet ein Beitrag. Der Radfahrstreifen sei „Blödsinn“ und „gefährlich“, dahinter stehe „planerisches Unvermögen“ werfen die Bürger dem Kreis Coesfeld vor, der die Regie führte bei der Veränderung seiner Straße (K 4). Sowohl Eltern für ihre Kinder, als auch erwachsene Radler, kündigen an, den schmalen, nur optisch abgetrennten Streifen nicht zu benutzen.

Engstelle: Auf dieser Höhe werden Radler wieder auf einen abgetrennten Radweg geführt, auf dem sogar Begegnungsverkehr herrscht.

Engstelle: Auf dieser Höhe werden Radler wieder auf einen abgetrennten Radweg geführt, auf dem sogar Begegnungsverkehr herrscht. Foto: di

Prompte Reaktion aus dem Rathaus: Die Gemeindeverwaltung habe die Hinweise aus der Bevölkerung und aus der Presse aufgenommen, so die Pressemittelung. Gemeinsam mit den Ansprechpartnern des Kreises und der Polizei prüft Fachbereichsleiter „Bürgerservice und Ordnung“, Holger Bothur, derzeit, wie dort die Situation für Radfahrer verbessert werden kann. „Ein gemeinsamer Ortstermin wird kurzfristig stattfinden“, kündigt die Kommune an. Aus verkehrsrechtlicher Sicht sei die Planung des Kreises nicht zu beanstanden, aber auch das Sicherheitsgefühl der Verkehrsteilnehmer liege der Gemeindeverwaltung am Herzen.

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