Kalkulation für 2019 im Umweltausschuss
Müllgebühren ziehen nicht an

Senden -

Die Bürger Sendens kommen um eine Gebührenerhöhung bei der Abfallentsorgung herum. Bereits seit 2015 bleiben die Tarife stabil. Auch ihre Höhe kann sich sehen lassen. Senden zählt zu den relativ günstigen Kommunen, was die Müllabfuhr betrifft.

Donnerstag, 29.11.2018, 06:00 Uhr
An der Gebührenschraube für die Abfallentsorgung wurde seit 2014 in Senden nicht mehr gedreht. Auch im kommenden Jahr bleiben die Bürger von Aufschlägen verschont.
An der Gebührenschraube für die Abfallentsorgung wurde seit 2014 in Senden nicht mehr gedreht. Auch im kommenden Jahr bleiben die Bürger von Aufschlägen verschont. Foto: di

Die gute Nachricht aus dem Umweltausschuss lautet: Die Müllgebühren bleiben stabil. Zum fünften Mal in Folge gelingt es der Gemeinde, auf das Drehen an der Kostenschraube zu verzichten. Hinzu kommt, dass Senden ohnehin vergleichsweise niedrige Tarife fordert. Kein Wunder, dass die Kalkulation für 2019, die am Dienstagabend vorgestellt wurde, mit nur wenig Aussprache einstimmig (und zwar ohne Enthaltungen) durchgewunken wurde. In der Beratungskette folgt noch der Haupt- und Finanzausschuss am kommenden Dienstag, bevor der Rat am 13. Dezember (Donnerstag) die neue Satzung verabschieden dürfte.

Es wurde gut verhandelt.

Jörg Säckl, Gemeinde Senden

Mehrere Faktoren führen dazu, dass die Sendener keine Aufschläge berappen müssen. „Es wurde gut verhandelt“, fasst Jörg Säckl, der das Thema Abfallentsorgung im Sendener Rathaus koordiniert, den neuen Abschluss mit der Firma Remondis zusammen. Die kreisangehörigen Gemeinden, außer Lüdinghausen, hatten die Wirtschaftsbetriebe Coesfeld (WBC) beauftragt, den Entsorgungsvertrag neu auszuschreiben. Als bester Bieter erhielt Remondis den Zuschlag für den Zeitraum Anfang 2019 bis Ende 2025. Die Mehrkosten, die der Entsorgungskonzern ansetzt, fielen mit rund zehn Prozent niedriger aus, als von den ausschreibenden Kommunen befürchtet worden war, berichtet Säckl gegenüber den WN .

Überschuss von 2017 fließt ein

Ein Überschuss aus dem Jahr 2017 trägt ebenfalls dazu bei, dass die Bürger für die Müllabfuhr nicht tiefer ins Portemonnaie greifen müssen. Dieses Jahr wurde mit einem Plus von gut 85 000 Euro abgeschlossen. Rund 48 000 Euro fließen in die Gebührenkalkulation für 2019 ein, der Rest kommt dem Ansatz für 2020 zugute.

Auf der Kostenseite für die neue Kalkulation schlagen die Verwertung und Beseitigung des Abfalls (inklusive Grundgebühr) an den Kreis beziehungsweise die WBC mit knapp 775 000 Euro durch. Für Sammlung, Transport und Bereitstellen der Tonnen und einen Anteil an die WBC fließen knapp 540 000 Euro.

Weniger Kosten für die Wertstoffhof

Der Wertstoffhof, der von vielen Sendener geschätzt und frequentiert wird, trägt im kommenden Jahr mit rund 125 000 Euro zu den kalkulierten Kosten bei – ein finanzieller Aufwand, der um 15 000 Euro niedriger ausfällt als im Plan für 2018.

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Die Sendener kommen relativ günstig weg: Die 80 Liter-Restmüll-Tonne (plus Biotonne, deren Größe aber nicht die Höhe des Tarifs bestimmt) beim vierwöchentlicher Abfuhr kostet bisher und weiterhin 145 Euro im Jahr. Noch günstiger fallen die Gebühren mit 130 Euro in Lüdinghausen aus.In Ascheberg werden dafür 181 Euro (ab 2019) fällig (bisher 169 Euro), Nottuln verlangt ab nächstem Jahr 171 Euro pro Jahr, dort sinken die Kosten für die Bürger. In allen genannten Kommunen wird keine Sperrmüllabfuhr mehr angeboten, sondern ein Wertstoffhof unterhalten.

...

Das liegt aber nicht darunter, dass bei Mitarbeiterkopfzahl oder Bezahlung geknapst wird, sondern hat kaufmännische Gründe, zu denen Abschreibungen der Anlage gehören. Auch in dieser Frage gelte, das „gut verhandelt wurde“, wie Säckl auf WN-Nachfrage hervorhob. Er lobt den Entsorgungsgiganten und Platzhirsch aus Lünen: „Die Zusammenarbeit ist wirklich gut.“

Säckl stellte heraus, dass die Mülltrenn-Moral in Senden insgesamt hoch sei. Was ebenfalls den Aufwand bei der Entsorgung senke. Beim künftigen Abfallaufkommen geht die Gemeinde von rückläufigem Volumen bei Restmüll (1530 Tonnen veranschlagt), Biomüll (3400 Tonnen) und Sperrmüll aus.

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