Richtfest auf dem Dach des Rombergtraktes
Meilenstein fürs Schloss gesetzt

Senden -

Richtfest auf Schloss Senden: Mit der Instandsetzung des Daches des Rombergtraktes und der Stabilisierung des Mannenhauses wurde jetzt der erste Abschnitt der denkmalgerechten Restaurierung des historischen Gebäudes abgeschlossen.

Freitag, 30.11.2018, 17:16 Uhr
Zimmermann Burkhard Inkmann vom Dachdeckerbetrieb Kleinwechter und Bröker trug in traditioneller Weise den Richtspruch vor. Anschließend trieben Wolfgang Voosholz (r.), Dr. Franz Waldmann (5.v.r.), Dr. Martina Fleßner und Bürgermeister Sebastian Täger (3.v.r.) den letzten Nagel ins Gebälk.
Zimmermann Burkhard Inkmann vom Dachdeckerbetrieb Kleinwechter und Bröker trug in traditioneller Weise den Richtspruch vor. Anschließend trieben Wolfgang Voosholz (r.), Dr. Franz Waldmann (5.v.r.), Dr. Martina Fleßner und Bürgermeister Sebastian Täger (3.v.r.) den letzten Nagel ins Gebälk. Foto: sff

Es war eine schwierige Geburt in luftiger Höhe: 222 Schlag brauchte es, bis der letzte Nagel ins Gebälk der Turmkuppel getrieben war – und das auch noch schief. Beim Richtfest der Dachsanierung des Rombergtraktes erwiesen sich die Vorsitzenden des Vereins Schloss Senden, Wolfgang Voosholz und Dr. Franz Waldmann, sowie Geschäftsführerin Dr.  Martina Fleßner und Bürgermeister Sebastian Täger nicht gerade als geschickte Zimmerleute. Doch niemand von ihnen nahm am Freitagnachmittag das Malheur mit dem schiefen Nagel krumm.

Im Gegenteil, denn es gab gebührenden Grund zum Feiern: „Mit dem ersten Bauabschnitt haben wir einen ersten Meilenstein auf dem Weg zur denkmalgerechten Restaurierung des Schlosses gesetzt“, resümierte Waldmann im WN-Gespräch. Mehr noch: „Dank der freundlichen Witterung und des hervorragenden Einsatzes der Architekten und der Handwerker, die fast schon kunsthandwerklich gearbeitet haben, sind wir ein Stück weiter als ursprünglich geplant. Darüber hinaus konnten wir auch noch Kosten sparen“, freute sich der Vorsitzende des Schloss-Vereins. Aufgrund dieser glücklichen Umstände könne sogar schon mit der Restaurierung des „stilbildenden Balkons“ begonnen werden.

Waldmann geht davon aus, dass in diesem Jahr insgesamt rund 1,2 Millionen Euro verbaut werden. So ist die Gründung des Mannenhauses in der Gräfte mittlerweile abgeschlossen. Das Fundament wurde in einem aufwendigen Verfahren mit Beton stabilisiert ( WN berichteten). Am Rombergtrakt läuft die Erneuerung der Fugen und des Sandsteins. Des Weiteren wird das Dach wind- und wetterfest erstellt – so weit wie eben möglich mit vorhandenen Materialien.

Während diese Arbeiten zügig vonstatten gingen und gehen, brauchte die Vorbereitung viel Zeit: „Das Schloss ist kein Einfamilienhaus und erst recht kein Fertighaus, das nur zusammengeklebt werden muss“, konstatierte Waldmann bei seiner Ansprache zum Richtfest. „Wir mussten zunächst sehr genau hingucken, was gemacht werden muss.“ Er bedankte sich im Namen des Vereins Schloss Senden bei den Vertretern der Gemeinde und der Deutschen Stiftung Denkmalpflege (DSD) für die finanzielle Unterstützung. Besonders freute er sich über die handfesten Hilfen der Jugendbauhütte Soest, des Freundeskreises Schloss Senden und aus der Sendener Bevölkerung. „Viele sind mit dem Herzen dabei“, betonte der Vorsitzende. Trotz des in diesem Jahr erreichten Fortschritts werde sich die komplette Restaurierung noch über einen Zeitraum von etwa zehn Jahre erstrecken. „Wir sind aber sicher“, so Waldmann weiter, „dass wir in den nächsten drei bis vier Jahren Teilbereiche über die bisherigen Veranstaltungen hinaus in zusätzliche Nutzungen bringen können.“

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