DRK-Kreisvorstand würdigt Engagement der Rettungskräfte
Ideale Kombination in Senden

Senden -

Beim Weihnachtsbesuch auf der Sendener Rettungswache machten DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann und Rettungsdienstleiter Michael Hofmann auf die hohe Zahl ungerechtfertigter Alarmierungen aufmerksam.

Sonntag, 23.12.2018, 17:46 Uhr aktualisiert: 23.12.2018, 17:50 Uhr
Rettungssanitäter Thomas Westrup (v.l.) und Rettungsassistentin Eva Semler sind über Weihnachten im Einsatz. Ihnen sprachen Rettungsdienstleiter Michael Hofmann, DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann und DRK-Präsident Konrad Püning ihren Dank aus.
Rettungssanitäter Thomas Westrup (v.l.) und Rettungsassistentin Eva Semler sind über Weihnachten im Einsatz. Ihnen sprachen Rettungsdienstleiter Michael Hofmann, DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann und DRK-Präsident Konrad Püning ihren Dank aus. Foto: sff

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, und Schokolade versüßt die Arbeit: Mit einem großen Teller voller Naschkram statteten DRK-Präsident Konrad Püning , DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann und Rettungsdienstleiter Michael Hofmann der Sendener Rettungswache am Sonntag einen Besuch ab.

„Stellvertretend möchten wir uns hier bei allen bedanken, die den Rettungsdienst 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr gewährleisten“, sagte Püning. So wie viele andere haupt-, aber auch ehrenamtliche Kollegen, stehen die geehrten Rettungssanitäter Thomas Westrup und Rettungsassistentin Eva Semler Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen für medizinische Hilfeleistungen bereit.

„In Senden wurden 2018 rund 1700 Einsätze gefahren. Die Zahl steigt seit Jahren kontinuierlich an, 2014 waren es noch 1400“, berichtete Schlütermann. „Zu etwa 70 Prozent sind es internistische Einsätze wie etwa Herzinfarkt, Schlaganfall oder Asthmaanfälle“, ergänzte Hofmann. Lediglich etwa 30 Prozent der Einsätze seien Hilfeleistungen bei Unfällen oder anderen Ereignissen.

Im Nachhinein stelle sich sehr häufig heraus, dass der Rettungsdienst unnötiger Weise alarmiert worden sei, hob der DRK-Vorstand hervor: „Manche Leute rufen ganz gezielt die 112 an, statt zum Arzt oder ins Krankenhaus zu fahren oder unter 116117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst zu konsultieren.“ In solchen Fällen bestehe das Risiko, dass der Rettungswagen (RTW) bei gleichzeitig eintretenden, echten Notfällen fehle. Überdies, so Schlütermann weiter, würden durch den Einsatz des RTW Kosten in Höhe von 720 Euro verursacht.

„Senden ist eine von fünf Kommunen im Kreis Coesfeld, deren DRK-Ortsverein einen eigenen Wagen stellt“, berichtete Hofmann. Bei größeren Einsätzen oder Engpässen sei das ein sehr positiver Umstand. Darüber hinaus verfüge Senden über entsprechend gut ausgebildete und qualifizierte ehrenamtliche DRK-Helfer, betonte der Rettungsdienstleiter. „Das ist eine ideale Kombination von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen, eine Situation, die wir uns überall wünschen“, sagte Schlütermann.

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