Petra und Gerd Kamlage erfolgreiche Hobbyzüchter
Springstar stammt aus Ottmarsbocholt

Ottmarsbocholt -

Seit Kurzem hat Athina Onassis, Enkelin des griechischen Reeders Aristoteles Onassis, ein neues Pferd unter dem Sattel: Castlefield Rubinus. Der Vierbeiner erblickte vor gut zehn Jahren in Ottmarsbocholt, im Stall seiner Züchter, Gerd und Petra Kamlage, das Licht der Welt.

Donnerstag, 27.12.2018, 10:00 Uhr
Die Pferdezucht ist ein Hobby von Petra und Gerd Kamlage. Eines ihrer Zöglinge, Castlefield Rubinus, geht unter dem Sattel von Athina Onassis, der Enkelin des griechischen Reeders Aristoteles Onassis. Kamlages züchten derzeit mit einer Vollschwester von Castlefield Rubinus, eines ihrer Fohlen (Foto) wurde in diesem Jahr geboren.
Die Pferdezucht ist ein Hobby von Petra und Gerd Kamlage. Eines ihrer Zöglinge, Castlefield Rubinus, geht unter dem Sattel von Athina Onassis, der Enkelin des griechischen Reeders Aristoteles Onassis. Kamlages züchten derzeit mit einer Vollschwester von Castlefield Rubinus, eines ihrer Fohlen (Foto) wurde in diesem Jahr geboren. Foto: Marion Fenner

Athina Onassis, Enkelin des griechischen Reeders Aristoteles Onassis, ist leidenschaftliche und erfolgreiche Springreiterin. Seit Kurzem hat sie – unter anderem in der Global-Champions-Tour ein neues Pferd unter dem Sattel: Castlefield Rubinus. Der Vierbeiner, in den die Amazone große Hoffnungen setzt, erblickte vor gut zehn Jahren in Ottmarsbocholt, im Stall seiner Züchter, Gerd und Petra Kamlage, das Licht der Welt. Einen kleinen braunen Hengst hatte Stute Rubine damals geboren. Petra Kamlage gab dem Fohlen den Namen Rubinus. Übermäßig ins Schwärmen kommt Gerd Kamlage nicht, wenn er an den Kleinen zurückdenkt: „Es war ein eher normales Pferd.“ „Aber sehr brav und umgänglich“, erinnert sich seine Frau, die noch einmal ein Fohlenfoto herausgesucht hat. Am 1. November 2008 verkaufte Gerd Kamlage den Kleinen nach Ibbenbüren, von wo aus er später als Reitpferd weiterverkauft wurde.

Aufgrund der Abstammung – der Vater ist der erfolgreiche Dressurhengst Rock Forever von der Hengststation Wilhelm Holkenbrink aus Münster-Albachten – hätte Rubinus auch eine Karriere im Dressurviereck machen können. Doch sein Metier ist heute der Parcours mit bis zu 1,60 Meter hohen Hindernissen. Es macht das Züchterpaar schon stolz, dass ihr Fohlen sportlich so erfolgreich geworden ist. Mit verschiedenen Reitern, zuletzt unter dem Iren Michael G. Duffy, sammelte er Platzierungen in schwersten Springprüfungen.

Pferde züchten Petra und Gerd Kamlage seit vielen Jahren. „Es ist ein reines Hobby aus Leidenschaft zu den Tieren, keines, um das große Geld zu machen“, betont Gerd Kamlage „Wir finden es einfach schön, wenn wir vom Fenster aus Stute und Fohlen beobachten können“, sagt Petra Kamlage. Der Nachwuchs wird in der Regel verkauft – mal als Fohlen, ein anderes Mal auch etwas älter. „Das hängt davon ab, wann sich ein passender Käufer findet“, sagt Gerd Kamlage. Platz genug, um ein junges Pferd aufzuziehen, haben sie auf ihrem Hof.

Kamlages sind kleine Züchter. Derzeit gibt es nur eine Zuchtstute, und die ist eine Vollschwester von Castlefield Rubinus. Sie hat in diesem Jahr ein Stutfohlen von dem unter Ingrid Klimke erfolgreichen Holkenbrinkschen Hengst Franziskus an ihrer Seite und erwartet in Frühjahr Nachwuchs von Franziskus‘ Stallnachbarn Fashion in Black. „Vor ein paar Jahren haben wir auch schon einmal mit zwei Stuten gezüchtet, aber mehr waren es nie“, sagt Petra Kamlage. 40 Fohlen wurden in den vergangenen 30 Jahren auf dem Hof Kamlage geboren. Angefangen hat alles mit der Stute Firna, dem ersten eigenen Pferd von Gerd Kamlage. Als Petra Kamlage ihren Mann kennenlernte, hatte sie noch mächtig Respekt vor den großen Tieren. Heute kann sie sich ein Leben ohne die Vierbeiner nicht mehr vorstellen. Auch bei der Auswahl des Hengste redet sie gerne ein Wörtchen mit. Beraten lassen sich die Züchter zusätzlich von Wilhelm Holkenbrink, dessen Hengststation sie seit vielen Jahren die Treue halten. „Mich freut es besonders, wenn auch einmal kleine Züchter einen so großen Erfolg haben“, sagt Wilhelm Holkenbrink.

Wenn möglich, verfolgen Kamlages den sportlichen Werdegang ihrer Pferde, und wenn es nicht zu weit weg ist, besuchen sie ihren Nachwuchs auch schon einmal. Ob sie Castlefield Rubinus noch einmal wiedersehen, steht nicht fest, „Ich habe im Internet herausgefunden, dass Athina Onassis in jedem Jahr ein großes Turnier in Saint Tropez veranstaltet“, sagt Petra Kamlage. „Aber ich glaube, das ist für uns doch ein wenig zu weit.“

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