Viele Helfer bei Aufbereitung der Außenanlage im Einsatz
Denkmal rückt erst jetzt in den Blick

Senden -

Der Heimatverein Senden sieht es als gutes Zeichen, dass zum gemeinsamen Einsatz auf dem Gelände von Haus Palz viele Helfer anrückten. Das Vorhaben, das Denkmal zum Bürgerhaus umzubauen, werde von der Bürgerschaft mitgetragen, wo ein Wir-Gefühl gestärkt wird.

Sonntag, 06.01.2019, 14:04 Uhr aktualisiert: 09.01.2019, 17:30 Uhr
Mit vielen Helfern machte der Heimatverein den Weg frei für die Umwandlung von Haus Palz in ein Bürger- und Begegnungshaus. Die Außenanlagen werden später in Abstimmung mit dem Denkmalamt neu gestaltet.
Mit vielen Helfern machte der Heimatverein den Weg frei für die Umwandlung von Haus Palz in ein Bürger- und Begegnungshaus. Die Außenanlagen werden später in Abstimmung mit dem Denkmalamt neu gestaltet. Foto: ure

Große Aufregung – die aber an der Realität vorbeiging. Die Ankündigung, dass am Wochenende an Haus Palz die Motorsäge zum Einsatz kommen werde, hatte in den sozialen Medien Wellen geschlagen, weil Naturschützer befürchteten, hier könne womöglich übers Ziel hinausgeschossen werden. Doch diese Bedenken seien völlig unbegründet, betonte am Samstag die Vorsitzende des Sendener Heimatvereins, Agnes Wiesker . Der auf der Südseite stehende Magnolienbaum mit seiner herrlichen Blüte werde „selbstverständlich nicht angetastet, ebenso die große Buche“. Ohnehin werde kein Handschlag getan ohne vorherige Absprache mit dem Denkmalamt.

Was man jetzt weggeschnitten habe, sei im Grunde „alles nur vertrocknetes Gestrüpp“ gewesen, was in den vergangenen 20 Jahren wild aufgeschlagen ist und das Areal mittlerweile überwuchert habe. Der Magnolienbaum werde regelrecht dankbar sein für das Freischneiden, denn er habe nun die nötige Luft bekommen, „um seine Pracht künftig voll entfalten zu können“, pflichtete der zweite Vorsitzende Karl Schulze Höping bei. Die Thujen (auch als Lebensbäume bezeichnet), die ihn bislang einschnürten, seien überdies ja auch „biologisch tot“ gewesen. Gleiches gelte für die auf der Nordseite gestandenen acht Fichten und eine Kiefer. „Die waren so morsch, dass sie beim nächsten Sturm alle umgekippt und dann samt der denkmalgeschützten Mauer auf den Spitalweg gefallen wären“, so Schulze Höping. Er betonte: „Das war höchste Eisenbahn.“

Eine große Anzahl von freiwilligen Helfern packte am Freitag als auch am Samstag mit an, sodass sich die Arbeit auf viele Schultern verteilte. Wie bei fleißigen Ameisen gehe es hier zu, freute sich Agnes Wiesker über die breite Unterstützung. Das sei eine tolle Gemeinschaftsleistung. Sie sah darin ein Indiz dafür, „dass das `Wir-Gefühl´ in Senden durchaus noch ausgeprägt ist“. Jenes Engagement, „welches von unten bei den Bürgern ausgeht“ und das die NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach im Oktober bei ihrem Besuch in Senden als ein maßgebliches Kriterium für die Bewilligung der Fördergelder angeführt hatte – es wurde jetzt sichtbar.

Das gibt dem Heimatverein weitere Energie auf dem noch langen Weg, den historischen Kulturschatz im Ortskern nach dreizehnjährigem Dornröschenschlaf über viel Eigeninitiative mit neuem Leben zu füllen. An der Kettensäge waren am Wochenende die örtlichen Unternehmer Hannes Schule Beckendorf und Tobias Grothues unentgeltlich im Einsatz, technische Unterstützung lieferte der A-Z-Markt.

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