Landwirtschaftlicher Ortsverein Ottmarsbocholt
Mit viel Bürokratie zum Breitband

Ottmarsbocholt -

Ein Thema der Versammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Ottmarsbocholt bildete der Glasfaser-Ausbau in den Außenbereichen. LOV-Vorsitzender Philipp Beckhove würdigte die Unterstützung aus dem Rathaus für das Projekt.

Dienstag, 15.01.2019, 13:48 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 15:52 Uhr
Die Ottmarsbocholter Landwirte bedankten sich auf der Generalversammlung ihres Ortsvereins für die große Unterstützung aus dem Sendener Rathaus bei der Erschließung der Außenbereiche mit modernster Glasfaser-Technologie. 
Die Ottmarsbocholter Landwirte bedankten sich auf der Generalversammlung ihres Ortsvereins für die große Unterstützung aus dem Sendener Rathaus bei der Erschließung der Außenbereiche mit modernster Glasfaser-Technologie.  Foto: ure

„Ohne die großartige Unterstützung aus dem Rathaus hätten wir das Glasfaserprojekt nicht umsetzen können“, erklärte Vorsitzender Philipp Beckhove auf der Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsvereins am Montagabend in der Gaststätte Vollmer. Der bürokratische Aufwand – er sei der helle Wahnsinn. Aber: Da gebe es ja die beiden Wirtschaftsförderer Melanie Baßenhoff und Niklas Esser. Und die hätten sich mächtig ins Zeug gelegt, was enorm viel Arbeit bedeutete – und für die sie anfangs, als es einigen ungeduldigen Leuten nicht schnell genug gehen konnte, zu allem Überfluss auch noch manch unfreundliche Worte einstecken mussten.

Gleichfalls dankten die Landwirte Marcus Thies vom Bauamt, der Karten und Pläne gewälzt hatte, damit die orangefarbenen Rohre auch ja nur an genau den richtigen Stellen in die Erde gepflügt wurden, damit um Himmels Willen nachher bloß nicht irgendeine Behörde sagen kann: „An der Stelle ist das aber nicht zulässig.“

Radweg-Projekte

Radweg-Projekte Der Radweg in der Venne werde, „wenn alles gut läuft“, bis zum Herbst fertiggestellt. „Wo es dagegen noch nicht so richtig los geht“, sei der Radweg entlang der K 2 von der B 58 in Richtung Nordkirchen. Hier stecke der Kreis „noch immer“ in den Grundstücksverhandlungen

...

Wie groß die Bürokratie ist, das hätte sich auch Bürgermeister Sebastian Täger vorher nicht träumen lassen, wie er am Montag berichtete. Gott sei Dank wusste er es vorher nicht, wird sich manch ein Landwirt auf der Versammlung gedacht haben. Denn sonst würden die Bauerschaften jetzt womöglich von der Internet-Zukunft abgehängt bleiben. Weil der Verwaltungschef dann vielleicht gesagt hätte: „Solch einen gewaltigen Papiertiger kann ich meinen Mitarbeitern nicht zumuten.“ Mit einer entsprechen Äußerung wollte Täger die Auswüchse des deutschen Amtsschimmels deutlich machen.

Philipp Beckhove lobte den Konsens mit dem Bürgermeister, und dieser äußerte sich dann im Gegenzug ebenso. „Die Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftlichen Ortsvereinen macht Spaß“.

Fehlentwicklungen in der deutschen Administration wurden außerdem bei den ökologischen Ausgleichsmaßnahmen beklagt. Dass die Landwirtschaft dort empfindlich reagiere, weil sie hierdurch noch mehr Flächen verliere, habe die jüngste Diskussion um die Umgehungsstraße gezeigt, so Täger. Kein Verständnis könne er dafür aufbringen, wenn jetzt eventuell auch die Verlegung der Glasfaserrohre vom Kreis als ersatzpflichtig eingestuft werde. Er könne in dem simplen Einpflügen keinen Eingriff in die Natur sehen, denn dieses Verfahren sei nicht nur die kostengünstigste, sondern – im Gegensatz zum Tiefbau mit dem Bagger – auch die bodenschonendste Variante. In dieser Sache würden aber noch weitere Gespräche geführt.

Um Verständnis warb der Bürgermeister, wenn künftig auch durch die Ausweisung eines neuen Baugebietes Äcker versiegelt würden. Denn die Nachfrage sei immens, in Bösensell habe es für 19 Grundstücke 95 Bewerbungen gegeben.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6323144?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Wenig Begeisterung über Lewes Apotheken-Engagement
Wirbt für mehr Vor-Ort-Apotheken: Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe 
Nachrichten-Ticker