Rumänienhilfe Ottmarsbocholt
Deftiges lindert die Not

OttmarsbocholT -

Eine hohen Erlös erbrachte das „deftige Winteressen“ der Rumänienhilfe Ottmarsbocholt.

Montag, 21.01.2019, 15:34 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 15:58 Uhr
Kulinarisches trifft auf Caritatives: Beim deftigen Winteressen kam ein hoher Erlös für den guten Zweck zusammen.
Kulinarisches trifft auf Caritatives: Beim deftigen Winteressen kam ein hoher Erlös für den guten Zweck zusammen. Foto: ure

Das Angebot der Rumänienhilfe St. Urban nahmen am Sonntag 90 Personen an und ließen sich im Pfarrheim für einen guten Zweck bewirten. Neben einer Wertschätzung der caritativen Tätigkeit – was in manch anerkennenden Worten gegenüber den 15 Helferinnen und Helfern ebenso wie mit einem großzügig geöffneten Portemonnaie zum Ausdruck gebracht wurde – hatten die Gäste zu dem „deftigen Winteressen“ auch allesamt guten Appetit mitgebracht. Vom Leber- und Wurstebrot blieb zum Schluss kaum etwas über.

Der eine oder andere Besucher versuchte sich mit einem Teelöffel auch am sogenannten Prurks, und reagierte darauf „entweder mit dankendem Zuspruch oder mit dankender Ablehnung“, wie von Seiten des Helferteams berichtet wurde. Bei dieser Variante wird das Leber- und Wurstebrot nicht in Scheiben gebraten, sondern in Wasser aufgekocht und dann als ein dicker Brei serviert.

Komplett leergeräumt war nachher auch der Tisch, an dem selbstgebackenes Brot, Fettkrapfen und Eiserkuchen mit nach Hause genommen werden konnten. Insgesamt zeichnet sich ein Reingewinn von über 700 Euro ab. Darin sind noch nicht jene Gelder enthalten, mit denen eine gesondert aufgestellte Spendenbox „gefüttert“ wurde, sodass Pfarrer Josef im ostrumänischen Bargauani wohl mit einem noch deutlich höheren Betrag geholfen werden kann.

Wie aus E-Mails des Geistlichen ersichtlich wird, ist die dortige Not unverändert groß. Der Winter hat dort schon im November begonnen, und Brennholz als Heizmaterial ist infolge mafiöser Strukturen extrem teuer geworden. Die Ursachen werden in tiefer Korruption bei der Rückgabe von einst verstaatlichtem Wald an reale oder vermeintliche Eigentümer beziehungsweise deren Erben gesehen, die dann mit der Abholzung schnelles Geld machen wollen, wie es heißt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Betreuung alter und kranker Menschen durch eine Krankenschwester. Genauso wichtig wie die medizinische Versorgung ist dabei der seelische Beistand mit einem guten Wort. Ebenfalls bedeutsam ist die Finanzierung des Schülertransportes, weil die Schulbusse recht teuer sind.

Zum Thema

Beim Karnevalsumzug am 24. Februar wird die Rumänienhilfe in gewohnter Weise mit Waffeln und Heißgetränken im Buswartehäuschen an der Horst präsent sein.

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