Prinzen-Wiegen: Jecken läuten heiße Phase des Ottmarsbocholter Karnevals ein
Wer hat am Gewicht gedreht?

Ottmarsbocholt -

Prinz Dominik I. und sein Funkenmariechen Martina II. haben mit dem Prinzen-Wiegen die heiße Phase des Ottmarsbocholter Karnevals eingeleitet. Dank des gewichtigen Prinzen dürfen sich die Besucher des Umzugs über 100 Kilo Extra-Kamelle freuen.

Sonntag, 03.02.2019, 11:36 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 17:10 Uhr
Welch närrisches Gewicht der Prinz auf die Waage bringt, dieser Frage wurde am Samstag nachgegangen. Unter den Augen vieler kleiner und großer Jecken läuteten Dominik I. und sein Funkenmariechen Martina II. damit die heiße Phase des Ottmarsbocholter Karnevals ein.
Welch närrisches Gewicht der Prinz auf die Waage bringt, dieser Frage wurde am Samstag nachgegangen. Unter den Augen vieler kleiner und großer Jecken läuteten Dominik I. und sein Funkenmariechen Martina II. damit die heiße Phase des Ottmarsbocholter Karnevals ein. Foto: Norbert Wiedeier

Eines war für Maximilian Hibbe, Vorsitzender der Karnevals-Gesellen Otti-Botti, von vorneherein klar: Einen neuen Rekord, den würde es beim diesjährigen Prinzen-Wiegen mit Dominik I. bestimmt nicht geben. Denn: „Wie wir alle sehen und wissen, kannst du dich nicht bei unseren letzten Prinzen einreihen“. Die seien ja von einer „anderen Statur“ gewesen. Deswegen wollte er auch ein Debakel nicht völlig ausschließen: Gehe das gertenschlanke Oberhaupt womöglich sofort bei der ersten Kiste Bonbons in die Luft?, so lautete seine bange Frage.

Doch diese Befürchtung konnte der aus dem Broholt stammende Regent am Samstagmittag zerstreuen – auch wenn er eher klein und zierlich wirken mag. Es war nämlich Kamelle in einer respektablen Menge von 100 Kilogramm, die er für die Ottmarsbocholter Karnevalisten herausholte. Letztlich dürfte wohl auch „ganz viel guter Wille“ des Raiffeisen-Marktes mit seinem Leiter Joachim Edelbusch dieses unerwartet hohe Ergebnis zustande gebracht haben, wie es in Hibbes Kommentierung hieß. Prinz Dominik I. hatte aber auch selbst an seinem Gewicht gedreht: „Durch viel Essen und Trinken in den letzten Wochen, sind einige Pfunde auf meine Hüfte gekrochen.“

Die vielen Kartons voller Bonbons, derer es bedurfte, um das Pendel der Balkenwaage zur anderen Seite ausschlagen zu lassen, werden nun beim großen Karnevalsumzug am 24. Februar (Sonntag) als Wurfmaterial verwendet, um damit die Herzen insbesondere der Kinder höher schlagen zu lassen. Dabei gehen die von der Raiffeisengenossenschaft gespendeten Lutschartikel zur Hälfte an die Prinzenecke Broholt. Der andere Teil wird am Tag des Umzugs während der Schlüsselübergabe am Jallermann an drei Fußgruppen verlost.

Ein Hauch des karnevalistischen Frohsinns, welcher sich dann über Ottmarsbocholt breit machen wird, wehte schon jetzt beim Prinzen-Wiegen. Ihren Anteil daran hatte die Kapelle der „Wilden 13“. Jenes Unikum aus dem Broholt, welches beim Aufmarsch vom Prinzen-Vater Siegfried Bickeböller als Trommler angeführt wurde. Sie sei nicht nur deswegen hier, weil ihre Ecke den Prinzen stelle, berichtete die fidele, vor 33 Jahren gegründete Truppe, sondern man sei jedes Jahr am Raiffeisen-Markt vor Ort, um das Spektakel musikalisch zu begleiten.

Einen besonderen Gruß richtete Prinz Dominik in seiner Ansprache an Irmgard Meermöller, die am Samstag Geburtstag hatte. „Ohne dich hätte ich nicht so eine tolle Frau und wir nicht so ein tolles Funkenmariechen.“ Sie ist nämlich keine andere als die Mutter jener Person, welche an der rechten Seite des Prinzen steht: Martina II.

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