Firmen stellen sich in der Edith-Stein-Schule vor
Azubis berichten auf Augenhöhe

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Beide Seiten profitieren: Angehende Absolventen der Edith-Stein-Schule lernten an zehn Stationen unterschiedliche Ausbildungsberufe kennen und die Firmen buhlen um mögliche Bewerber. Beim Projekt „Start – Schule trifft Beruf“ wurden neue Jobs näher gebracht – und zwar von Azubis statt von Chefs.

Dienstag, 05.02.2019, 19:32 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 16:02 Uhr
Ihren Ausbildungsweg zur Pharmakantin bringt Laura Steinkamp den Edith-Stein-Schülern näher.
Ihren Ausbildungsweg zur Pharmakantin bringt Laura Steinkamp den Edith-Stein-Schülern näher. Foto: di

Es gibt Jobs, die gibt´s gar nicht. Jedenfalls auf dem „Radar“ von Neunt- oder Zehntklässlern. Wie bunt, vielfältig und spannend das moderne Berufsleben aber in Wirklichkeit ist, merkten diese Jahrgangsstufen der Edith-Stein-Schule, die gestern geballte Informationen aus der Wirtschaft erhielten. An zehn Stationen wurden ihnen jeweils Eindrücke, Daten und Fakten über Ausbildungsberufe näher gebracht. Und zwar nicht von Geschäftsführern oder Personalchefs, sondern auf Augenhöhe.

Ich habe Jobs kennen gelernt, die ich nicht so auf dem Schirm hatte.

Nico Kowalik, Edith-Stein-Schüler

Denn: Auszubildende oder frischgebackene Absolventen einer Lehre stellten ihren Beruf und den Betrieb, der sie gecoacht hat, jeweils einer kleinen Schülergruppe vor. Das Kennenlernen wird erleichtert, denn niemand fühlt sich auf dem „Präsentierteller“, und die Infos erhalten mehr Glaubwürdigkeit. „Ich finde das gut, weil die näher dran sind“, begrüßte Dilara Karandeniz als Edith-Stein-Schülerin den Ansatz, Azubis und baldige Schulabsolventen in einen Dialog treten zu lassen. Für Rainer Leifken, Leiter der Edith-Stein-Schule, ging es zugleich darum, das Spektrum möglicher Berufsfelder für seine Schüler zu erweitern. Von Pharmakant bis Einzelha

Azubis auf Augenhöhe in Edith-Stein-Schule

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  • Gaben Einblicke in ihren Job und stellten Berufe vor, die nicht zur Top-Ten gehören: Azubis in der Edith-Stein-Schule.

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  • Laura Steinkamp stellte die Ausbildung zum Pharmakanten bei Livisto in Bösensell vor.

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  • Gaben Einblicke in ihren Job und stellten Berufe vor, die nicht zur Top-Ten gehören: Azubis in der Edith-Stein-Schule. Foto: di
  • Eine positive erste Zwischenbilanz zogen Sandra Deckert (Witte), Jan Veldscholten (Alexianer), Atessa Kern (Start: Schule trifft Beruf), Julia Bultmann (Rossmann), Willi Hartmann (Veranstalter) und Carolin Lampe (Livisto).

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ndelskaufmann und von Chemielaborant bis Konstruktionsmechaniker reichte das Portfolio der vertretenen Firmen, von denen die meisten aus Senden oder der Region stammen. „Es ist nicht die Top-Ten der Berufswahl“, räumte Cornelia Korfmacher, Berufsberaterin der Edith-Stein-Schule ein. Doch dass es vielversprechende Perspektiven für die Schüler gibt, da war sie sich sicher.

Beide Seiten profitieren

Das Spektrum der Sparten und Firmen war breit: Ob Kreyenborg (Senden), Alexianer, Spedition Geuer, Tierarzneimittel Livisto, Witte (Albachten) oder die Drogeriekette Rossmann, was diese Unternehmen verbindet, ist, dass sie um Nachwuchs buhlen müssen. „Der Fachkräftemangel ist bei uns angekommen“, räumt Sandra Deckert (Witte) ein, zumindest bei manchen Berufen seien Ausbildungsplätze für dieses Jahr noch offen. „Man merkt, dass es nicht mehr so easy ist“, bestätigt Carolin Lampe (Livisto). Sie sieht in „Start-Event“ eine Win-Win-Situation für Firmen wie Schüler.

...

Nico Kowalik pflichtete ihr bei. „Es war interessant. Ich habe Jobs kennen gelernt, die ich nicht so auf dem Schirm hatte“, lautete sein Resümee. Trotz möglicher „Matches“ beim Dating mit Betrieben hat er nicht angebissen, weil er schon „versorgt“ ist.

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