Projekt „Zivilcourage on Tour“: Schüler lernen von Schülern
Anderen Menschen richtig helfen

Senden -

Einblicke, wie man Mitschülern richtig hilft, seinen Mut richtig einsetzt und echte Zivilcourage leistet, vermittelten 22 Realschüler den Viertklässlern aller vier Sendener Grundschulen.

Donnerstag, 07.02.2019, 14:30 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 18:02 Uhr
Diese Jugendlichen der Geschwister-Scholl-Realschule besuchten im Rahmen des Projektes „Zivilcourtage on Tour“ die vier Grundschulen in der Gemeinde Senden.
Diese Jugendlichen der Geschwister-Scholl-Realschule besuchten im Rahmen des Projektes „Zivilcourtage on Tour“ die vier Grundschulen in der Gemeinde Senden. Foto: Andreas Bender

22 Jugendliche der Geschwister-Scholl-Realschule waren in den vergangenen Tagen im Rahmen des Projektes „Zivilcourage on Tour“ bei den Viertklässlern aller vier Grundschulen der Gemeinde Senden zu Gast. Hierbei bekamen die Grundschüler Einblicke, Hilfen und Tipps, wie sie anderen Mitschülern richtig helfen, ihren Mut richtig einsetzen und echte Zivilcourage leisten – ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. „Diese Thematik bezog sich nicht nur auf das Schulleben, sondern gab auch richtige Verhaltenstipps auf dem eigenen Schulweg“, heißt es in einer Mitteilung.

Diese Aufgabe übernahmen wie immer Schüler aus den Jahrgangsstufen sieben, acht und zehn, sodass die Grundschüler nicht nur ein freundliches und entgegenkommendes Miteinander vorfanden, sondern auch mal die „Großen“ kennenlernen konnten.

Auffällig positiv waren die allgemeine Begeisterung und die Offenheit der Grundschüler in diesem Jahr. Viele brachten sich schon stark in Diskussionsrunden ein und zeigten in Rollenspielen ihr Talent. „Die Schüler waren in diesem Jahr richtig vorbereitet, die reden schon richtig mit“, so Luzie aus dem zehnten Schuljahr, laut Pressinformation. Chantal, die mit David und Anna die Moderation übernahm merkte an: „Einige haben mich vom Tag der offenen Tür wiedererkannt. Die hatten gar keine große Angst vor uns und haben sich sofort wohlgefühlt.“

Dieses Konzept, dass Schüler für Schüler da sind und sie auf ein unkompliziertes, schönes Schulleben nach den Sommerferien vorbereiten, greift immer besser. „Natürlich haben Eltern und Lehrer großen Einfluss auf die Meinung und Bedürfnisse des Kindes. Doch aus eigener Erfahrung haben ältere Schüler einfach einen besseren Zugang bei den Problemen der Kinder und können sich in viele Situationen besser hineinversetzen. Da fallen auch mal Hemmschwellen“, berichtet Lehrer Andreas Bender, der die Aktion gemeinsam mit seiner Kollegin Sarah Laun organisiert hat. Dass auch die älteren Schüler durch strukturiertes Planen, freies Sprechen und zwischenmenschlichen Umgang für ihre schulische Laufbahn profitieren, dürfte auch ein Aspekt dafür sein, dass es auch im nächsten Jahr zur Freude aller heißt: „Zivilcourage on Tour 2020“ – da sind wir schon wieder, teilt die Realschule mit.

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