Kriminalstatistik für Senden
Zahl der Einbrüche geht zurück

Senden -

Die Zahl der Verbrechen ist im Kreis zurückgegangen. Das gilt auch in Senden. Dort verbucht die Polizei vor allem weniger Einbrüche, ergibt sich aus der Kriminalstatistik, die jetzt vorgestellt wurde. Dabei kommen nicht zuletzt aufmerksame Nachbarn den Ganoven in die Quere, hieß es bei der Präsentation der Bilanz für 2018.

Mittwoch, 13.02.2019, 18:58 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 16:06 Uhr
Stellten die Kriminalitätsstatistik vor: Polizeioberrat Christoph Strickmann, Direktionsleiter Kriminalität (r.), Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Polizeisprecher Rolf Werenbeck-Ueding.
Stellten die Kriminalitätsstatistik vor: Polizeioberrat Christoph Strickmann, Direktionsleiter Kriminalität (r.), Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Polizeisprecher Rolf Werenbeck-Ueding. Foto: Krüskemper

Mehr Sicherheit: Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Kriminaloberrat Christoph Strickmann stellten die Kriminalstatistik für die Kommunen im Kreis vor. Generell gelte: „Die Gesamtfallzahlen sind erfreulicherweise in einem Abwärtstrend. Allerdings lässt sich der Erfolg nicht einer speziellen Maßnahme zuordnen“, so der Landrat. Das Gesamtpaket zeige aber Wirkung. Kreisweit sind die Fallzahlen im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 10 908 gesunken und liegen damit erstmals seit Jahren wieder unter der „magischen Grenze“ von 11 000 Fällen.

Vor allem die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle ist rapide gesunken: In Senden um fast 50 Prozent von 51 auf 26. Der wichtigste Helfer der Polizei ist bei diesen Delikten der aufmerksame Bürger, der verdächtige Beobachtungen unter der Notrufnummer 110 meldet. Dadurch konnte der Versuchsanteil, also die Zahl der erfolglosen Einbruchsattacken, auf 40 Prozent gesteigert werden. Dabei ist es weiterhin so, dass viele Objekte im Vorfeld ausspioniert werden, allerdings seltener vom langsam fahrenden Auto aus als vielmehr durch Frauen, die zu Fuß unterwegs sind und Zielobjekte fotografieren.

Auch Fahrräder wurden in Senden weniger geklaut: Die Zahl sank von 95 auf 75. „Dabei ist es kaum noch so, dass jemand ‚im Vorbeigehen‘ ein Fahrrad stiehlt, weil er nicht laufen möchte, vielmehr sind hier vermehrt organisierte Banden unterwegs“, betont Strickmann.

Große Sorge machen die sprunghaft angestiegenen Fälle der Trickanrufe, die Fallzahlen haben sich kreisweit von 271 auf 579 mehr als verdoppelt. Da sich die Anrufer mittlerweile vermehrt als falsche Polizeibeamte auftreten, wies Strickmann darauf hin, dass die Polizei niemals mit der Nummer 110 anrufe: „Das ist eine reine Notfallnum-mer, damit anzurufen ist technisch nicht möglich.“

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