Nachverdichtung an der Münsterstraße
Abriss macht Platz für Neubau

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Die betagten Klinkerbauten, ein Ensemble von Wohnhaus und Gewerbe, an der Münsterstraße/Grüner Grund weichen einem Neubauprojekt. Der Baustart soll in Kürze erfolgen. Die Nachbarn sehen das Vorhaben mit gemischten Gefühlen.

Samstag, 02.03.2019, 08:00 Uhr
Der Abriss des Gebäudes am Grünen Grund, das einstmals eine Heißmangel beherbergte, und des Wohnhauses an der Münsterstraße schritten schnell voran.
Der Abriss des Gebäudes am Grünen Grund, das einstmals eine Heißmangel beherbergte, und des Wohnhauses an der Münsterstraße schritten schnell voran. Foto: di

Der rote Klinkerbau leistete kaum „Widerstand“, als die Hydraulikkraft des Baggers die einstige Heißmangel in die Mangel nahm. Der Abriss des Ensembles von Wohnhaus und Gewerbebetrieb an der Ecke Münsterstraße / Grüner Grund ging bisher ziemlich flott vonstatten. Schweres Gerät hat das betagte Gebäude, in dem bis vor mehreren Jahrzehnten Wäsche aufbereitet worden war, bereits abgetragen. Eine erste Etappe zu einer intensiveren Nachverdichtung.

„Das ist ja auch gewünscht“, gibt Markus Stutenkemper , Architekt und Bauherr, die Haltung von Politik und Verwaltung wieder. Die Mandatsträger im Gemeindeentwicklungsausschuss gaben im vorigen September grünes Licht. Die insgesamt 13 Fraktionsmitglieder von CDU , SPD , FDP und UWG stimmten, als das gemeindliche Einvernehmen mit dem Projekt zu erteilen war, mit Ja. Nur seitens der Grünen findet sich eine Enthaltung und eine Nein-Stimme im Protokoll.

Baugenehmigung liegt noch nicht vor

Die Baugenehmigung für die beiden Gebäude, die auf dem Grundstück schräg gegenüber der Westfalen-Tankstelle entstehen, hat Stutenkemper aber noch nicht erhalten. „Die Vorprüfung ist durch“, beschreibt der Architekt den Stand des Verfahrens. Er rechnet damit, den „Segen“ des Bauordnungsamtes aus Coesfeld „kurzfristig“ für das erste Gebäude (am Grünen Grund) zu erhalten. Dort entsteht im Bereich des ehemals langgestreckten Gartens ein eineinhalbgeschossiges Gebäude mit zwei Drei-Zimmer-Wohnungen zu jeweils rund 75 Quadratmetern Wohnfläche. Ursprünglich sollten dort drei Wohneinheiten untergebracht werden. Bei der Höhe des Neubaus machte Stutenkemper Abstriche – darauf habe er sich „mit den Nachbarn verständigt“. Wie wohl fast immer bei Nachverdichtung im Bestand treffen die Neubauten, die zu größeren Baukörpern führen als bisher, auf wenig Begeisterung – wenngleich das Bemühen, intensive Kommunikation mit den Nachbarn zu betreiben und Planungen teilweise abzuspecken prinzipiell anerkannt wird, ergab die WN-Nachfrage.

So soll der Neubau aussehen, der an der Münsterstraße entsteht.

So soll der Neubau aussehen, der an der Münsterstraße entsteht. Foto: Architekturbüro Markus Stutenkempe

Areal ohne Bebauungsplan

Da das Grundstück in keinem Geltungsbereich eines Bebauungsplans liegt, muss sich das neue Projekt lediglich Maßstab und Bauweise der Umgebung angemessen aufgreifen.

Deshalb fällt das Gebäude an der Münsterstraße auch größer aus. Es beherbergt sechs Wohnungen zwischen 60 und 90 Quadratmetern und erfüllt – unter anderem durch einen Aufzug – komplett die Standards von Barrierefreiheit. Die Baugenehmigung stehe noch aus und in der kommenden Woche ein Ortstermin mit dem Bauordnungsamt Coesfeld an, so Stutenkemper.

Der Neubau am Grünen Grund soll Ende des Jahres bezogen werden, so die Planung des Architekten, das Gebäude an der Münsterstraße werde bis zum Frühjahr des kommenden Jahres errichtet sein. Stellplätze, die in dem Viertel teils Mangelware sind, werden so angeordnet, dass der Weg zur Bonhoeffer-Schule möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Wandel auch am Kreisel Bulderner Straße

Ein Wandel vom Bestand zum Neubau zeichnet sich auch, wie berichtet, am Kreisverkehr Bulderner Straße ab. Der dortige Pavillon weicht einem Wohn- und Geschäftshaus, das der prominenten Lage an einem stark frequentierten Standort entsprechen soll. Die Gemeinde hat ihr Einvernehmen schon erteilt, der Kreis prüft aber noch.

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