Senioren feiern Karneval in Ottmarsbocholt
Weniger Bauch schafft Platz für „Müskes“

Ottmarsbocholt -

Mit „Dansmüskes“, „Jallermann und Jallermienchen“ feierten Senioren aus Ottmarsbocholt und Senden ein Karnevalsfest, bei dem weder das gemütliche Schunkeln noch der bissige Humor zu kurz kamen.

Sonntag, 03.03.2019, 15:30 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 17:40 Uhr
Ein Ottmarsbocholter Urgestein: Vor 43 Jahren hatte Manfred Janning (Mitte) seinen ersten Auftritt beim Seniorenkarneval, der damals noch in der Grundschule gefeiert wurde. Auch am Samstag wurde zu seinen Liedern wieder geschunkelt und gelacht, dass es die helle Freude war.
Ein Ottmarsbocholter Urgestein: Vor 43 Jahren hatte Manfred Janning (Mitte) seinen ersten Auftritt beim Seniorenkarneval, der damals noch in der Grundschule gefeiert wurde. Auch am Samstag wurde zu seinen Liedern wieder geschunkelt und gelacht, dass es die helle Freude war. Foto: ure

Conférencier Roland Wieging konnte beim Seniorenkarneval am Samstag in der Gaststätte Vollmer von Verstärkungen für das Team der Seniorengemeinschaft berichten. So dürfe man nach dem Tod von Rudi Overbeck und Martha Vorspohl nun auf die Unterstützung durch Mechthild Hölscher setzen. Da sei noch eine Dame, deren Namen habe er sich aufschreiben müssen. „Den kann ich mir so schlecht merken“. Unter den 100 Gästen setzte schallendes Gelächter ein, als er einen Zettel aus der Jackentasche holte, um dann davon abzulesen: „Theodore Doris Wieging“. Es handelte sich um seine Mutter.

Darüber hinaus gebe es noch eine weitere Veränderung. Die rühre daher, dass zwei Damen „ihre schönen Jobs und Ehrenämter zumindest vorübergehend tauschen möchten, um mal was anderes kennenzulernen“, wie Wieging erzählte. So habe sich Marianne Lindfeld überlegt: „Vielleicht mache ich mal den Job der Küsterin“ und im Gegenzug könne Mechtild Wierling dann zum Seniorenkarneval gehen – wo sie am Samstag sogleich die Begrüßungsrede hielt.

Der Conférencier hatte noch mancherlei andere Neuigkeiten auf Lager. So wusste er zu vermelden, dass der Elferrat die Fastenzeit vorgezogen habe, um seinen Bauchumfang zu reduzieren. Das habe den Effekt, dass es hinter den Tischen weniger Platz benötige „und alle weiter nach hinten geschoben werden können“. Dadurch entstehe Platz auf der Bühne, was vor allem den „Dansmüskes“ zugute kam. Wenn auch die fünfte Generation nach 15 Jahren das Tanzbein nun nicht mehr schwingt, gibt es bei der Garde keinerlei Existenzsorgen. Die Zukunft gab sich in Form der siebten Generation mit einer quirligen Schar Neun- bis Elfjähriger ein Stelldichein.

Den von Heinrich Freese und Adalbert Willecke als Jallermann und Jallermienchen mit beißender Zunge wiedergegebenen Konflikt um St. Georg und Leichenhalle griff Roland Wieging anschließend auf. Er glaube, „wir müssen den neuen Bürgermeister im nächsten Jahr mal hierher einladen“. Vielleicht könne er dann eine Büttenrede halten, „damit wir erfahren, wie es mit dem seniorengerechten Wohnen hier im Ort weitergeht“. Adalbert Willecke sicherte sogleich zu, „gerne dabei zu helfen“. Sebastian Täger dürfte diese Offerte ohne Umwege erreicht haben, weilten doch seine Schwiegereltern Resi und Gerd Marder unter den Gästen. Dies sei ein positives Signal dafür, dass die Gemeinde Senden zusammenwachse, so Wieging. Als Hofmarschall fungierte Maximilian Hibbe, der abends zuvor den Vorsitz des Junggesellenvereins abgegeben hatte und nun flugs eine neue Aufgabe zugewiesen bekam.

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