Ehemalige Sparkasse wird neu genutzt
Jugendarbeit bleibt oberste Priorität

Bösensell -

Der Bösenseller Jugendtreff soll in die ehemalige Sparkasse umziehen. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde darüber diskutiert, ob parallele Nutzungen der Jugendarbeit im Wege stehen.

Samstag, 16.03.2019, 13:00 Uhr
Im Erdgeschoss des ehemaligen Bösenseller Sparkassengebäudes soll ein Jugendtreff eingerichtet werden. Die CDU setzt sich dafür ein, dass auch andere Gruppen die Räumlichkeiten mitnutzen können.
Im Erdgeschoss des ehemaligen Bösenseller Sparkassengebäudes soll ein Jugendtreff eingerichtet werden. Die CDU setzt sich dafür ein, dass auch andere Gruppen die Räumlichkeiten mitnutzen können. Foto: sff

„Nachtigall, ick hör dir trapsen“, sagt der Berliner, wenn er ahnt, wohin eine Sache führen könnte. Jenes „Vögelchen“ vernahmen die Vertreter der Opposition bei einem Antrag der CDU zur Nutzung des ehemaligen Bösenseller Sparkassengebäudes. Im Erdgeschoss sollte ursprünglich nur ein Jugendtreff entstehen – nun könnten zusätzlich andere Interessierte auf den Plan treten.

Die CDU plädierte dafür, 10 000 Euro „vorsorglich“ in den Haushalt für eine „vorbereitende konzeptionelle Bewertung“ des Gebäudes aufzunehmen. Denn laut Beschluss des Bezirksausschusses soll die Verwaltung prüfen, inwieweit die Räume erweitert werden können, damit sie auch von anderen Vereinen und Bürgern genutzt werden können.

„Warum sollen wir beschließen? Es ist eine Selbstverständlichkeit, mögliche Nebennutzungen im Blick zu halten“, sagte SPD-Fraktionssprecher Achim Peltzer. Er sorge sich, dass die Offene Jugendarbeit zu kurz kommen könnte. Für sie habe die Gemeinde das Gebäude schließlich erworben. Ähnlich beurteilte Peter Moll (FDP) die Angelegenheit: „In den Räumen bildet sich für die Jugendliche ein Zuhause-Gefühl. Sie sollten sich erst einleben.“ Philipp Scholz (Güne) regte an, vor weiteren Schritten den konkreten Bedarf durch andere potenzielle Nutzer zu klären.

„Uns ist sehr daran gelegen, den Jugendtreff so schnell wie möglich umzusetzen. Daran soll nichts angetastet werden“, machte Georg Jacobs (CDU) unmissverständlich deutlich. „Diese ursprüngliche Nutzung hat oberste Priorität“, bestärkte Bürgermeister Sebastian Täger. Er sei jedoch auch ein Freunde gemeinsamer Nutzung, wie sie zum Beispiel im Pfarrheim praktiziert werde. Mit seiner und den Stimmen der CDU wurde der Antrag mehrheitlich angenommen.

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