Landschaftsverband fördert „Droste im Glashaus“ auf Schloss Senden
Mutiges Projekt belohnt

Senden -

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) fördert das Projekt „Mit Droste im Glashaus“ auf Schloss Senden mit 50 000 Euro. Angesichts des Engagements des Vereins stellte Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger auch weiterhin die Unterstützung des LWL in Aussicht.

Montag, 18.03.2019, 18:36 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 11:42 Uhr
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (Mitte.) überreichte den Fördermittelbescheid an die beiden Projektleiter von „Mit Droste im Glashaus, Dr. Martina Fleßner (2.v.l.) und Christoph Otto Hetzel (l.). Über die Würdigung und Unterstützung freuten sich Prof. Dr. Rita Morrien (wissenschaftliche Begleitung des Projektes) und Dr. Franz Waldmann, zweiter Vorsitzender des Schloss Senden e.V.
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (Mitte.) überreichte den Fördermittelbescheid an die beiden Projektleiter von „Mit Droste im Glashaus, Dr. Martina Fleßner (2.v.l.) und Christoph Otto Hetzel (l.). Über die Würdigung und Unterstützung freuten sich Prof. Dr. Rita Morrien (wissenschaftliche Begleitung des Projektes) und Dr. Franz Waldmann, zweiter Vorsitzender des Schloss Senden e.V. Foto: sff

Sie hatte nicht allein einen Fördermittelbescheid über 50 000 Euro für das Projekt „Mit der Droste im Glashaus“ im „Handgepäck“. Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger übermittelte auch ein großes Lob sowie ein Versprechen des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL) an den Verein Schloss Senden: Durch das intermediale Veranstaltungsprojekt sowie die denkmalgerechte Restaurierung des Schlosses, kombiniere der Verein das „Alte mit dem Neuen“. Dieses bürgerschaftliche Engagement sei „mehr als unterstützenswert“, hob die Kulturdezernentin hervor und versprach: „Der LWL wird auch weiterhin an Ihrer Seite sein.“

„Wir waren mutig, mit dem Projekt, in die Baustelle hineinzugehen. Es ist toll, dass wir auf eine entsprechende Resonanz gestoßen sind“, resümierte Dr. Franz Waldmann, zweiter Vorsitzender des Vereins Schloss Senden. Mit der „Droste im Glashaus“ sei ein kultureller „Startschuss“ gesetzt worden. In 26 Einzelveranstaltungen beschäftigten sich im September und Oktober 2018 Kunstschaffende aus verschiedensten Bereichen mit dem Leben, Wirken und Werk der Annette von Droste Hülshoff.

Wir brauchen die Droste als Vorbild. Sie war eine mutige Pionierin ihrer Zeit.

Dr. Barbara Rüschhoff-Parzinger

Christoph Otto Hetzel, dem gemeinsam mit Dr. Martina Fleßner die Projektleitung oblag, erinnerte an das breite intermediale Spektrum der Veranstaltungen. Es umfasste Malerei und Installationen, Video-Arbeiten, Performances, Konzerte, Lesungen, Poetry-Slam, Führungen, Workshops und Vorträge.

Projekt wird in Havixbeck fortgesetzt

Das vom Schloss Senden organisierte Projekt widmet sich aus verschiedenen Perspektiven der Modernität der Autorin Annette von Droste-Hülshoff. Es zieht 2019 vom Schloss Senden weiter durch das Münsterland, unter anderem am 29. März auf den Hörster Friedhof Münster, vom 26. April bis 2. Juni ins Baumberger-Sandstein-Museum Havixbeck sowie anlässlich des Droste-Festivals ans Rüschhaus und im August zum alternativen Kulturzentrum Hawerkamp 31 in Münster.

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Aus biedermeierlicher Ecke herausholen

Rüschoff-Parzinger und Prof. Dr. Rita Morrien, wissenschaftliche Begleiterin der Veranstaltungsreihe, betonten die Bedeutung des auf Schloss Senden initiierten Projektes. Es leiste einen hervorragenden Beitrag, Annette von Droste-Hülshoff, „aus ihrer katholisch-biedermeierlichen Ecke herauszuholen und ihre Aktualität zu zeigen“, führte Morrien aus. Aus wissenschaftlicher Sicht sei es spannend, wie die Droste bekannte Räume und Motive neu gestalte: „Das betrifft das politische heute wieder brisante Konzept von Heimat, die Illusion der geschichtslosen und unerschöpfliche verfügbaren Natur und ganz unterschiedliche gesellschaftliche Räume“, erläuterte die Wissenschaftlerin. „Wir brauchen neue Zugänge zu diesen Themen. Wir brauchen die Droste als Vorbild. Sie war eine Pionierin ihrer Zeit“, so Rüschoff-Parzinger.

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