Aktion „Saubere Landschaft“
45 Helfer befreien Natur vom Müll

Ottmarsbocholt -

Viele junge Helfer haben die Aktion „Saubere Landschaft“ des Heimatvereins Ottmarsbocholt tatkräftig unterstützt. Beim Sammeln des Mülls wurden die Auswüchse der „Ex-und-Hopp-Gesellschaft“ deutlich.

Sonntag, 24.03.2019, 12:32 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 17:50 Uhr
Mit insgesamt 45 ehrenamtlichem Helfern befreite der Heimatverein Ottmarsbocholt die Natur von Unrat, der Gedanken- oder gewissenlose von „Schmutzfinken“ in der Landschaft und im Ort hinterlassen wurde.
Mit insgesamt 45 ehrenamtlichem Helfern befreite der Heimatverein Ottmarsbocholt die Natur von Unrat, der Gedanken- oder gewissenlose von „Schmutzfinken“ in der Landschaft und im Ort hinterlassen wurde. Foto: Stephan Overbeck

Eigentlich sollte man meinen, dass der Umweltschutz-Gedanke bereits in allen Köpfen verwurzelt ist. Doch der vergangene Samstag beweise leider wieder einmal, dass die Wirklichkeit eine ganz andere sei. So lautet das Fazit von Stefan Frie nach der „Aktion Saubere Landschaft“. Nach wie vor würden viel zu viele Sünden begangen. „Es ist erschreckend, was die Leute der Natur alles zumuten“. Was dem früheren Heimatvereinsvorsitzenden besonders sauer aufstößt, das sind die Coffee-to-go-Becher und andere Fast-Food-Verpackungen sowie Schnapsflaschen.

Die Auswirkungen einer „Ex-und-Hopp-Gesellschaft“, seien offen zutage getreten. Aufessen, austrinken. Und dann weg damit. Aus dem fahrenden Auto einfach in die Landschaft. Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit und Egoismus. Das mögen Gründe dafür sein, weshalb die Straßenränder „teilweise übersät sind mit Verpackungsmüll“, wie Frie immer wieder mit Entsetzen feststellen muss. Was zum Beispiel am Radweg Richtung Senden liege, „ist fürchterlich“. Neben Karton und Plastik bildeten dort auch Glasscherben von zerdepperten Flaschen, in denen sich zuvor alkoholische Getränke befanden, ein echtes Problem. Ihm selbst habe das im vergangenen Jahr zweimal an seinem Fahrrad einen Plattfuß beschert. Eine sehr auffällige Häufung von kleinen Fläschchen eines namhaften Kräuterlikörs wurde am Samstag entlang der Brakelstraße festgestellt. Zwei große Müllsäcke voll kamen davon zusammen.

Insgesamt 45 Helfer waren bei trockenem Wetter auf den Beinen, um die Hinterlassenschaften unbekannter Schmutzfinken einzusammeln. Damit gab es wesentlich mehr Aktive als 2018. Angenehm überrascht zeigte sich der Heimatverein insbesondere über den hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen. Was die dann auflesen mussten, waren – wie üblich – auch eine Vielzahl von nicht verrottenden Plastikbeuteln mit übelriechendem Inhalt. Frie stand die Fassungslosigkeit im Gesicht geschrieben: Dass Hundehalter den Kot ihrer Vierbeiner erst pflichterfüllend eintüten, das Ganze dann jedoch in die Hecke werfen, dafür fehlten ihm die Worte. Er könne nur hoffen, dass sich die Politik endlich zu „drakonischen Strafen“ durchringe.

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