Schützen Vereinigte Bauerschaft Ottmarsbocholt
Generationswechsel läuft

Ottmarsbocholt -

Bei den Vereinigten Bauerschaften herrscht noch Verbundenheit mit dem Verein, offenbarte die Mitgliederversammlung. Und die junge Generation bekommt immer mehr Einfluss zugewiesen.

Dienstag, 26.03.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 17:50 Uhr
Die gut besuchte Mitgliederversammlung fand im Saal Vollmer statt. Rundes Bild: Hubert Falke (l.) hat die Vereinsmeisterschaften im Schießen gewonnen. Thomas Meermöller und Felix Wierling gratulierten.
Die gut besuchte Mitgliederversammlung fand im Saal Vollmer statt. Rundes Bild: Hubert Falke (l.) hat die Vereinsmeisterschaften im Schießen gewonnen. Thomas Meermöller und Felix Wierling gratulierten. Foto: ure

Der Parkplatz hinter der Gaststätte Vollmer, er war überfüllt. Mit Fahrrädern. Der Grund konnte vorne im Saal festgestellt werden. Es war die Generalversammlung des Schützenvereins der Vereinigten Bauerschaften, zu der am Samstagabend 77 der insgesamt 245 Mitglieder gekommen waren. Vorsitzender Thomas Meermöller freute sich über diesen sichtbaren Ausdruck der Verbundenheit.

In diesem Jahr wird wieder ein Schützenfest gefeiert, und zwar vom 31. Mai bis zum 2. Juni. Die Festfolge bleibe die Gleiche, nur der Name des Königs ändere sich, sei jetzt aber noch nicht bekannt, flachste Meermöller. Der Gottesdienst am Sonntagmorgen wird dieses Mal wieder in der Kirche gefeiert, nachdem er vor zwei Jahren ausnahmsweise in der Halle Vollmer stattgefunden hatte. Das sei damals eine einmalige Sache gewesen, weil die Kirche durch eine zeitgleich stattgefundene Erstkommunionfeier belegt war. Insbesondere den Altschützen legte der Vorsitzende auch den Termin der Generalprobe am 29. Mai nahe – „als Training“.

Im Offizierskorps kommt es zu einer deutlichen Verjüngung. Hauptmann Georg Goerdt bat nach 26 Jahren „militärischen“ Dienstes um Versetzung in die Ersatzreserve. Für ihn wird nun der bisherige Leutnant der Jungschützen, Bernd Stünke, die gesamte Kompanie unter seine Fittiche nehmen. Der neue Kommandant des Nachwuchses heißt Hendrik Focke. Generationenwechsel vollzogen sich auch bei den Fahnenträgern, wo Reinhard Holtermann nach 30 Jahren einen Schlussstrich zog und durch Christian Saabe abgelöst wird. Und nach 32 Jahren sah Adjutant Hubertus Köbbemann ebenfalls die Zeit reif für eine Stabübergabe. In seine Fußstapfen tritt nun Marcel Lindfeld.

In einer emotionalen Rede hielt Georg Goerdt Rückschau auf seinen persönlichen Werdegang und die Entwicklung des Vereins in dieser Zeit. Sein erster Berührungspunkt mit den Schützen sei seinerzeit jenes Schützenfest gewesen, das auf des Vaters Hof in der Oberbauerschaft gefeiert wurde. „Bei dem Gottesdienst war ich Messdiener – und kippte um, weil es so heiß gewesen ist“. Wenn er sich heute den Verein ansehe, so erfülle es ihn mit einem gewissen Stolz, wie gut doch die Jugend mitmache. Und es sei ihm eine wirkliche Freude, dieser voller Leben steckenden Jungschützenabteilung etwas Gutes zu tun. Dies wird sich demnächst darin ausdrücken, dass der Ex-Hauptmann für einen Ausflug nach Legden den Bus sponsert und obendrein noch einen Teil der Spesen übernimmt. „Als Dank dafür, dass ihr so aktiv seid“, rief er dem Nachwuchs zu.

Den Schützenfest-Geist auch bei den Altschützen noch stärker als bisher nach außen hin zum Ausdruck zu bringen, dazu hielt Egon Plietker ein Plädoyer. Eine flächendeckende Beflaggung der Haus- und Hofstellen mit grün-weißen Fahnen, das würde seiner Meinung nach eine völlig neue Schützenfest-Atmosphäre auslösen. Die Kosten bezifferte er auf etwa 40 Euro inklusive Halterung, die Anschaffung würde er organisieren.

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