Südturm bekommt neue Spitze
Fingerzeig für Fortschritt auf Schloss Senden

Senden -

Nach rund 75 Jahren krönt eine neue Spitze den Südturm von Schloss Senden. Elf Meter hoch und rund 850 Kilo schwer ist die weithin sichtbare Stahlkonstruktion. Das ursprüngliche Gebäudeteil ist im Zweiten Weltkrieg durch ein notlandendes Flugzeug zerstört worden.

Mittwoch, 03.04.2019, 18:44 Uhr
Eine elf Meter hohe, stählerne Spitze krönt seit Mittwoch den Südturm des Schlosses. Die ursprüngliche Spitze bestand aus Holz und wurde im Krieg zerstört.
Eine elf Meter hohe, stählerne Spitze krönt seit Mittwoch den Südturm des Schlosses. Die ursprüngliche Spitze bestand aus Holz und wurde im Krieg zerstört. Foto: sff

Nur sehr wenige alte Sendener können sich daran erinnern, dass auf dem Südturm von Schloss Senden einstmals eine lange Spitze in den Himmel ragte. Sie sei vor Jahrzehnten durch einen Blitzeinschlag zerstört worden, heißt es – gerüchteweise. Dr. Franz Waldmann weiß es aus „zuverlässiger Quelle“, wie er sagt, besser: „Im Zweiten Weltkrieg ist die Spitze von einem notlandenden Flugzeug gestreift worden. Sie war aus Holz, ist ins Wasser der Gräfte gefallen und dort verrottet“, berichtet der stellvertretende Vorsitzende des Schloss-Vereins.

Doch seit Mittwoch ist der Südturm wieder komplett: Elf Meter hoch und rund 850 Kilo schwer ist die neue Spitze, die als weit sichtbarer Fingerzeig auf die Fortschritte bei der denkmalgerechten Restaurierung des Sendener Wahrzeichens hinweist. „Die neue Spitze soll die alte nicht ersetzen. Sie zitiert sie nur und bleibt als eigenständiger Bestandteil des Südturms erkennbar“, erläutert Waldmann. Dies sei ein mit der Denkmalpflege abgestimmter Vorschlag des Architekten.

„Als das Gebäude vor dreieinhalb Jahren vom Verein übernommen wurde, hätte niemand aus dem Team gedacht, dass wir heute schon so weit sein würden“, freut sich Dr. Martina Fleßner über das bisher Erreichte. Aus Sicht der Geschäftsführerin des Schloss-Vereins „krönt“ die neue Spitze den kurz vor dem Abschluss stehenden ersten großen Bauabschnitt am Romberg-Trakt. „Sie strahlt eine starke Symbolkraft aus“, sagt Fleßner, „für die Menschen, den Ort und die Öffnung des Schlosses für alle.“

Schloss Senden mit neuer Turmspitze

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  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
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  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
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  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
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  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
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  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
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  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff
  • Mit einem 26-Tonnen-Kran wurden die am Boden vormontierten Teile der Turmspitze hochgehievt und auf die Kuppel des Südturms gesetzt. Foto: sff

Am Mittwoch war vor der Symbolkraft einige Muskelkraft gefragt. Denn Hubertus Sandmann und Vladimir Wizki, Stahlbauer der Firma Lindenschmidt aus Münster, mussten drei große Teilstücken im Innenhof vormontieren. Anschließend bugsierte Steffen Rawert die einzelnen, witterungsbeständig verzinkten und lackierten Stahlkonstruktionen mit seinem 26-Tonnen-Teleskopkran in die Höhe. Über das Dach des Romberg-Traktes zum Südturm, wo sie von Sandmann und Wizki zusammengebaut wurden.

Für die Verwirklichung des Projektes fehlten dem Verein Schloss Senden ursprünglich 15 000 Euro (WN berichteten). Der Freundeskreis habe die Finanzierung mit einer Summe von 8000 Euro angeschoben, so Waldmann. Ferner seien bereits erste Spenden auf das Konto des Vereins Schloss Senden überwiesen worden.

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Weitere Spenden zur Finanzierung der Turmspitze beziehungsweise für die Restaurierung des Balkons können auf das Konto des Vereins überwiesen werden, IBAN: DE64 4015 4530 0038 2078 82. Der Verwendungszweck ist mit dem Stichwort „Turm“ oder „Balkon“ anzugeben. Die Spender werden zu einer exklusive Turmführung beziehungsweise zur Balkoneinweihung mit Sektempfang eingeladen.

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