Hunde- und Katzenhaus können erst im August in Betrieb gehen
Finanzspritze rettet Tierheim

Senden -

Das neue Tierheim wird aufgrund von Verzögerungen im Bauablauf voraussichtlich erst im August in Betrieb genommen. Dank einer Förderung des Deutschen Tierschutzbundes kann der Tierfreunde-Verein die finanziell schwere Zeit überbrücken. Es mangelt an Spenden, zumal keine Vermittlungsgebühren in die Kasse fließen.

Freitag, 05.04.2019, 14:00 Uhr
Maria Eichel hofft, dass die noch fehlenden Quarantäneboxen für die Krankenstation des Katzenhauses zügig geliefert werden und die im Rohbau fertiggestellten Gebäude des Tierheims spätestens im August bezugsfertig sind.
Maria Eichel hofft, dass die noch fehlenden Quarantäneboxen für die Krankenstation des Katzenhauses zügig geliefert werden und die im Rohbau fertiggestellten Gebäude des Tierheims spätestens im August bezugsfertig sind. Foto: sff

Eigentlich sollte der Startschuss in diesem Monat oder spätestens im Mai fallen. Doch Hunde und Katzen, die in Senden und Umgebung ein Zuhause suchen, können vorerst nur in anderen Orten an Halter vermittelt werden. Denn voraussichtlich erst im August kann das neue Tierheim an der „Hohen Lucht“ in Betrieb gehen.

„Die beauftragten Firmen konnten terminlich nicht so wie erhofft. Und die Ehrenamtlichen haben nur so viel Zeit, wie sie erübrigen können“, erklärt Maria Eichel die mehrmonatige Verzögerung, durch die der Verein „Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung“ nicht nur zeitlich, sondern auch finanziell in schweres Fahrwasser geraten ist. Das rettende Ufer konnte dank einer Förderung des Deutschen Tierschutzbundes über 50 000 Euro erreicht werden.

„Dieses Geld ist für uns super wichtig. Seitdem wir 2016 in Bechtrup raus sind, haben wir kein normales betriebliches Treiben mehr. Darum fehlen uns als wichtige Einnahmequellen die Vermittlungsgebühren und unsere Feste, bei denen wir Geld eingenommen haben. Auch das Spendenaufkommen ist zurückgegangen, weil das Tierheim nicht in Betrieb ist und daher nicht mehr im Bewusstsein der Öffentlichkeit steht“, führt die Vorsitzende der Tierfreunde aus. „Der warme Geldregen des Deutschen Tierschutzbundes war mehr als willkommen.“ Insbesondere deshalb, so Eichel, weil zur Inbetriebnahme – sowohl für das Hunde- als auch für das Katzenhaus – noch unbedingt notwendiges Inventar fehle. Diese Ausgaben sowie die Anschaffung eines vorgeschriebenen Löschwassertanks stünden in der Summe mit rund 18 000 Euro zu Buche. Darüber hinaus müssen auch noch Zäune und Zuwege angelegt werden. Die Baukosten in Höhe von insgesamt rund 345 000 Euro seien gedeckt, sagt Eichel.

Aktuell sind diverse Malerarbeiten zu erledigen. Für die Krankenstation des Katzenhaus werden die noch fehlenden Quarantäneboxen derzeit angefertigt. Und die Architektin habe soeben die Ausschreibung für die Ausläufe fertiggestellt, berichtet die Vorsitzend der Tierfreunde.

„Schließlich muss der Veterinär auch noch beide Häuser begutachten und offiziell freigeben. Dann endlich kann es losgehen. Und bis zu 25 Katzen sowie 18 Hunde können an der Hohen Lucht an neue Halter vermittelt werden. Der Einzugbereich des zentral gelegenen Tierheims erstreckt sich über Senden, Lüdinghausen, Ascheberg, Nordkirchen und Olfen.

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Zur Deckung der laufenden Kosten und zur Anschaffung des noch fehlenden Inventars benötigen die Tierfreunde Spenden beziehungsweise die tatkräftige Hilfe von Firmen. Näher Informationen erteilt Maria Eichel, ' 0 25 98 / 9 29 25 32, oder E-Mail: kontakt@ tierfreunde-luedinghausen.de.

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