Hochzeiten im Spieker
Bund des Lebens schließen mit Heimat-Feeling

Ottmarsbocholt -

Der Spieker in Ottmarsbocholt wird für vorerst drei Trauungen genutzt. Wenn sich das Gebäude, das Heimatgefühle weckt eignet, könnten es noch mehr Vermählungen werden.

Mittwoch, 17.04.2019, 16:00 Uhr
Probephase: Der Spieker könnte auch dauerhaft als Standesamt fungieren.
Probephase: Der Spieker könnte auch dauerhaft als Standesamt fungieren. Foto: sff

Neuer Ort für den Bund des Lebens: Eine erste Trauung fand jetzt im Spieker in Ottmarsbocholt statt. Bisher ist das Heiraten in dem Fachwerk-Gemäuer offiziell eigentlich nicht möglich, betont die Verwaltung. Die nächsten Vermählungen sind dennoch für den 26. April und 31. Mai angesetzt. Drei Paare trauen sich damit an ihrem „schönsten Tag im Leben“, nicht nur die Ehe zu schließen, sie probieren gleichzeitig aus, ob sich der Spieker als Standesamt in Ottmarsbocholt eignet.

Standesbeamtin Marion Weber erklärt in einer Pressemitteilung der Gemeinde, wie es zu diesen ungewöhnlichen „Testballons“ kam: Entstanden ist diese Idee bei einem Workshop, in dem es um die Zukunftswünsche junger Ottmarsbocholter ging. Der Vorschlag, Trauungen auch im Spieker zu ermöglichen, der für viele mit Heimatgefühlen verbunden ist, wurde uns in der Verwaltung vorgetragen.“

Einige Dinge sind aus Sicht der Standesbeamtin aber nicht leicht zu lösen: „Der Eingang ist nicht barrierefrei, die Toiletten befinden sich im Keller und es gibt keinen Nebenraum, um das Mobiliar des Spiekers während der Trauungen zwischen zu lagern“, zählt Weber ein paar der logistischen Schwierigkeiten auf. „Kern des Problem ist aber, dass wir im normalen Arbeitsalltag das Umbauen des Gruppenraums und falls gewünscht auch Wegräumen der massiven Eichen-tische aufgrund des fehlenden Nebenraums nicht dauerhaft mit vertretbarem Aufwand leisten können.“

Dennoch möchte sich die Gemeinde auf etwas Neues einlassen. Darum ermöglicht die Verwaltung in einer Testphase die insgesamt drei Trauungen im Spieker, wie es in der Mitteilung weiter heißt.

Das Besondere daran: „Die Paare haben vorgeschlagen, den Trauraum in Eigenregie herzurichten und uns danach von ihren Erfahrungen zu berichten.“ Weber ist gespannt: „Danach werden wir auswerten, ob der Spieker dauerhaft als Ort für Eheschließungen genutzt werden kann.“

Weitere Informationen zum Standesamt:

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6550195?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
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