Großbrand in Bösenseller Lohnunternehmen
Feuer richtet Millionenschaden an

Bösensell -

125 Feuerwehrleute waren am Karsamstag und am Ostersonntag bei einem Großbrand in einem landwirtschaftlichen Lohnunternehmen in Bösensell im Einsatz. Die Rauchfahne erstreckte sich bis ins circa zehn Kilometer entfernte Dülmen-Rödder. Sachverständige der Polizei haben die Brandursache noch nicht ermittelt.

Sonntag, 21.04.2019, 01:10 Uhr aktualisiert: 24.04.2019, 16:34 Uhr
Die Lagerhalle des landwirtschaftlichen Lohnunternehmens Große Holz wurde in der Nacht zum Sonntag ein Raub der Flammen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Euro.
Die Lagerhalle des landwirtschaftlichen Lohnunternehmens Große Holz wurde in der Nacht zum Sonntag ein Raub der Flammen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Euro. Foto: Andreas Krüskemper

Nichts mehr zu retten gab es für die Feuerwehr beim Großbrand der Lagerhalle des landwirtschaftlichen Lohnunternehmens Große Holz in der Bauerschaft Brock. „Als wir am Samstag gegen 18.33 Uhr alarmiert wurden, war der Rauch schon weit zu sehen. Die Halle stand in Vollbrand“, berichtet Einsatzleiter Heiko Pohlmann . „Unser oberstes Ziel war es, das gegenüber liegende Wohnhaus vor Schaden zu bewahren“, führt der Sendener Löschzugführer aus.

Dazu hatten die insgesamt 125 Feuerwehrleute der Löschzüge Senden, Bösensell, Ottmarsbocholt und Appelhülsen sowie Nottulner Kameraden, die mit einem Großtanklöschfahrzeug vor Ort waren, alle Hände voll zu tun. Denn in der 30 mal 40 Meter großen Halle brannten auch die Reifen der dort abgestellten Schlepper, Drescher, Häcksler und anderer Fahrzeuge. Die schwarze Rauchfahne zog in Richtung des (Luftlinie) circa zehn Kilometer entfernten Dülmen-Rödder. Dort wurden Anwohner aufgefordert, Türen und Fenster vorsichtshalber geschlossen zu halten. Messtrupps der Feuerwehr waren unterwegs. Nach Auskunft der Polizei gab es jedoch keine Hinweise auf gesundheitsgefährliche Stoffe.

Derweil mühten sich die Feuerwehrleute vor Ort bei der Brandbekämpfung ab. „Vor der Halle stand ein 20 000-Liter-Dieseltank, und an der Giebelseite befand sich ein Flüssiggastank. Beide mussten während des Einsatzes ständig mit Löschwasser gekühlt werden“, macht der Einsatzleiter auf zusätzliche Risiken aufmerksam, die die Feuerwehrleute ständig im Auge behalten mussten. Parallel wurde das nur wenige Meter entfernte Wohnhaus der Lohnunternehmerfamilie durch Löschwassereinsatz vor den Flammen und der Hitze der lichterloh brennenden Lagerhalle bewahrt.

„Bei der Löschwasserversorgung mussten wir uns auf drei Wegen bedienen“, verdeutlicht Pohlmann die schwierige Einsatzlage. Mit dem Großtanklöschfahrzeug aus Nottuln wurde eine Wasserversorgung beim Möbelhaus Roller angefahren. Eigene Fahrzeuge holten Wasser aus dem Helmerbach, während andere Kameraden insgesamt rund 2000 Meter lange Schlauchleitungen legten. Gegen 21 Uhr war das Feuer unter Kontrolle.

Der Einsatz dauerte am Sonntag bis 15.30 Uhr. „Den Rest der Woche werden wir im Gerätehaus mit Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten zu tun haben“, so Pohlmann. Da in der Decken- und Wandverkleidung der Halle Asbest verarbeitet war, seien die Einsatzkräfte, die mit insgesamt 28 Fahrzeugen vor Ort waren, von Mitarbeitern des ABC-Zuges dekontaminiert worden.

Die Brandstelle wurde beschlagnahmt. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Nach Auskunft der Polizei am Ostermontag, werden die Ermittlungen am Dienstag fortgesetzt. Die Schadenshöhe bezifferte ein Polizeisprecher „nach ersten vorläufigen, vorsichtigen Schätzungen“, wie es hieß, auf „über drei Millionen Euro“. Die vorsorgliche Warnmeldung an die Anwohner im Bereich der Rauchfahne wurden bereits am Samstagabend zurückgenommen, da die Messungen auf Schadstoffe laut Polizei „ohne Feststellungen“ verlaufen waren.

Brand in Bösensell

1/23
  • Die Rauchsäule war bereits von Weitem sichtbar.

    Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Rauchsäule war bereits von Weitem sichtbar.

    Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Rauchsäule war bereits von Weitem sichtbar. Im Folgenden weitere Bilder vom Einsatzort.

    Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krueskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper
  • Die Lagerhalle wurde ein Raub der Flammen. Foto: Andreas Krüskemper

Der Einsatz dauerte am Sonntag bis 15.30 Uhr. „Den Rest der Woche werden wir im Gerätehaus mit Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten zu tun haben“, so Pohlmann. Da in der Decken- und Wandverkleidung Asbest verarbeitet gewesen sei, seien die Einsatzkräfte, die mit insgesamt 28 Fahrzeugen vor Ort waren, von Mitarbeitern des ABC-Zuges dekontaminiert worden.

Die Brandstelle wurde beschlagnahmt. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Nach Auskunft der Polizei am Ostermontag, werden die Ermittlungen am Dienstag fortgesetzt. Die Schadenshöhe bezifferte ein Polizeisprecher „nach ersten vorläufigen, vorsichtigen Schätzungen“, wie es hieß, auf „über drei Millionen Euro“. Die vorsorgliche Warnmeldung an die Anwohner im Bereich der Rauchfahne wurden bereits am Samstagabend zurückgenommen, da die Messungen auf Schadstoffe „ohne Feststellungen“, so die Polizei, verlaufen waren.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6556312?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
CDU-Urgestein Polenz antwortet Youtuber Rezo
An YouTuber Rezo hat CDU-Politiker Ruprecht Polenz einen offenen Brief geschrieben.
Nachrichten-Ticker