Gemeinde eröffnet am 8. Mai erstes Sendener Repair-Café
Initiative gegen Wegwerf-Mentalität

Senden -

Die Gemeinde Senden setzt ein Zeichen gegen die Wegwerf-Mentalität: In Kooperation mit der Edith-Stein-Schule, den Wirtschaftsbetrieben Kreis Coesfeld und dem Verein für Interkulturelle Begegnungsprojekte soll ein Repair-Café etabliert werden. Zusammen mit Fachleuten sollen dort kaputte, aber noch brauchbare Geräte wieder instand gesetzt werden.

Donnerstag, 02.05.2019, 15:54 Uhr aktualisiert: 03.05.2019, 17:32 Uhr
Gemeinsam mit der Edith-Stein-Schule laden Gemeinde Senden, Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld (WBC) und der Verein für Interkulturelle Begegnungsprojekte (IBP) zum ersten Sendener Repair-Café ein.
Gemeinsam mit der Edith-Stein-Schule laden Gemeinde Senden, Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld (WBC) und der Verein für Interkulturelle Begegnungsprojekte (IBP) zum ersten Sendener Repair-Café ein. Foto: Andreas Krüskemper

Sinnvolle Neuerungen, die in einem Ort gut angenommen werden, müssen in einem anderen nicht automatisch ebenfalls funktionieren. Wenn sich Projekte allerdings schon in drei vergleichbaren Kommunen als Erfolg herausgestellt haben, dann sollte es doch eigentlich auch im vierten Ort funktionieren. Das erhofft sich die Gemeinde von einem geplanten „Repair-Café“, das am Mittwoch (8. Mai) zum ersten Mal angeboten wird. Von 15.30 bis 18 Uhr können Sendener dann in die Werkraum der Edith-Stein-Schule, der ehemalen Werkstatt Heimann, kommen, um ihre defekten Geräte mit fachkundiger Hilfe zu reparieren. „Brauchbares erneuern statt wegwerfen“, lautet der Leitgedanke dieser Initiative.

„Ich freue mich, dass ich das erste Sendener Repair-Café ankündigen kann“, bekundete Bürgermeister Sebastian Täger bei der Vorstellung des Gemeinschaftsprojektes. Denn neben der Gemeinde Senden und der Edith-Stein-Schule sind auch die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld (WBC) und der Verein für Interkulturelle Begegnungsprojekte (IBP) beteiligt, die bereits in Coesfeld, Nottuln und Billerbeck Repair-Cafés betreiben.

Fachkräfte des IBP unterstützen die Besucher dabei, Defekte an mitgebrachten Gebrauchsgegenständen zu untersuchen und wenn möglich gemeinsam zu reparieren. Für verschiedene Reparaturen, beispielsweise aus den Bereichen Elektronik, Holz und Fahrrad, stehen die notwendigen Materialien und Werkzeuge vor Ort bereit. Daneben wird auch für Speisen und Getränke gesorgt. Es soll in entspannter, gemütlicher und kommunikativer Atmosphäre bei kostenlosem Kaffee und Kuchen repariert werden.

Willkommen zum Repair-Café sind auch all diejenigen, die ihr eigenes technisches Fachwissen ehrenamtlich bei Reparaturen für andere einbringen möchten. Ob Handwerker im Ruhestand oder Techniker im Beruf, wer helfen möchte, kann sich während des Cafés melden oder sich mit der Klimaschutzmanagerin Petra Volmerg, ✆ 0 25 97 / 69 93 18, in Verbindung setzen.

Für die zu reparierenden Gegenstände gilt der Grundsatz: Was man mit der Hand tragen kann, darf man zum Reparieren mitbringen. Kaffeemaschine oder Fahrrad sind also möglich – Waschmaschine nicht.

„Im Rahmen unseres Abfallvermeidungsprogrammes wollen wir ein Zeichen gegen eine sorglose Wegwerf-Mentalität setzen und obendrein wertvolle Ressourcen schonen“, erläuterte Stefan Bölte für die WBC als Träger des Projektes. „Damit erhalten die wieder instand gesetzten Gegenstände eine neue Wertschätzung – statt auf dem Müll zu landen“. Für dieses Jahr sind neben dem 8. Mai noch zwei weitere Termine in Planung.

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