Maifest in Bösensell
Tradition schwungvoll belebt

Bösensell -

Das vor drei Jahren neu belebte Bösenseller Maifest erfreut sich wachsender Beliebtheit. Das zeigte sich einmal mehr bei der jüngsten Auflage.

Donnerstag, 02.05.2019, 17:11 Uhr aktualisiert: 03.05.2019, 17:33 Uhr
Zum Auftakt des Bösenseller Maifestes bezauberten die Jüngsten der SVB-Tanzgruppen die Gäste mit ihrem Können.
Zum Auftakt des Bösenseller Maifestes bezauberten die Jüngsten der SVB-Tanzgruppen die Gäste mit ihrem Können. Foto: Angela Weiper

Bis der Maibaum mit seinem grünen Kranz, den bunten Bändern, den vielen Schildern und mit der metallenen Sonnenblumen an der Spitze fest in seiner Hülse auf dem Parkplatz vor St. Johannes stand, dauerte es eine ganze Weile. Muskel- und Maschinenkraft waren dazu nötig, um den Stamm in seiner vollen Länge aufzurichten. Die Feuerwehrmänner des Löschzugs Bösensell, die bei dieser Aufgabe von einem großen Traktor unterstützt wurden, arbeiteten dabei mit großer Routine: Jeder Handgriff saß. Das konnten auch die immer zahlreicher werdenden Zuschauer am Vorabend des 1. Mai gut beobachten.

Mit dem Aufstellen des Maibaums allein war es nicht getan: Der Gewerbeverein, Landfrauen, KFD, der SV Bösensell, der Löschzug Bösensell, örtliche Gastronomie und der Förderverein der Grundschule machten ein ganzes Fest daraus. Mit Live-Musik von „Beckers Bluesband“, mit Vorführungen der Tanzgruppen des SVB, bei der die Jüngsten zeigten, was sie können und dafür viel Applaus bekamen. Mit einer Hüpfburg für die Kinder und mit leckerem Essen und kühlen Getränken.

Manfred Tiemann , Vorsitzender des Bösenseller Gewerbevereins, freut sich über die vielen Gäste: „Es ist ein Fest von Bösensell für Bösensell“, macht er deutlich, dass das Maifest Ausdruck einer lebendigen Dorfgemeinschaft ist. Als der Männergesangverein 2015 als langjähriger Organisator des Maifestes von dieser Aufgabe zurücktrat, sprang der Gewerbeverein in die Bresche: „Uns ist es wichtig, diese alte Tradition zu erhalten“, berichtet Tiemann.

Und der hat offenbar ein Gutes daran getan, den Ort des Festes von der äußeren Ortslage in „Bösensells gute Stube“ an der St. Johannes-Kirche zu verlagern.

„Hier ist es kleiner, man muss enger zusammenrücken, und das macht die Gemütlichkeit dieses Festes aus“, ist Georg Jacobs, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Senden, von der geänderten Konzeption überzeugt. Auch Werner Diekmann genießt die gute Stimmung des Festes und freut sich auf seine Enkelin: „Die tritt gleich bei der Tanzvorführung auf“, ist ihr Großvater ganz gespannt.

Genau wie er nutzt auch Silke Söbke das Fest als willkommene Gelegenheit, um Freunde und Bekannte zu treffen: „Hier sind Leute, die man sonst nicht so oft sieht.“ Söbke war beim Maifest nicht nur einfach Gast, sondern versah gleichzeitig eine besondere Aufgabe. Zusammen mit Udo Roters, Martina Berning und Daniela Reichert vertrat sie den Förderverein der Gemeinschaftsgrundschule, der mit einer speziellen Aktion das Projekt Schulhof-Umgestaltung aufmerksam machte: Mit der Unterstützung von Hoppe-Catering aus Münster verkauften sie Pommes und Co. für einen guten Zweck: Ist doch ein Teil des Verkaufserlöses für die Finanzierung der Platz-Modernisierung bestimmt.

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