Drei Gottesdienste zu „Maria 2.0“
Rückenwind für die Seelsorgerinnen

Senden/Ottmarsbocholt -

Die Gottesdienste vor den Kirchentüren von St. Laurentius, St. Urban und St. Johannes sind auf recht gute Resonanz gestoßen. Die Seelsorgerinnen sehen darin eine deutliche Bestätigung ihrer Forderung nach Gleichberechtigung der Frauen in der katholischen Kirche.

Montag, 13.05.2019, 17:16 Uhr
Insgesamt etwa 70 Ottmarsbocholter nahmen am Gottesdienst zu „Maria 2.0“ vor St. Urban teil. Einige stießen erst nach der Messe in der Kirche hinzu.
Insgesamt etwa 70 Ottmarsbocholter nahmen am Gottesdienst zu „Maria 2.0“ vor St. Urban teil. Einige stießen erst nach der Messe in der Kirche hinzu. Foto: privat

Die Frauen des Seelsorgeteams von St. Laurentius sind mit der Resonanz auf die Initiative „Maria 2.0“ mit Gottesdiensten vor den Kirchentüren sehr zufrieden, bestätigten die Pastoralreferentinnen Ulla Büssing-Markert und Rosalia Rodrigues auf Anfrage. Am Samstagabend zeigten sich in Senden vor St. Laurentius rund 150 Gläubige mit den Forderungen der Frauen nach Gleichberechtigung in der Kirche solidarisch (WN berichteten). Auch in Ottmarsbocholt und Bösensell stießen die Seelsorgerinnen auf Zustimmung.

So fand am Sonntag auch vor der St. Urban-Kirche ein von Frauen gestalteter Wortgottesdienst „draußen vor der Tür“ statt. Zelebriert wurde diese Feier von Schwester Anne von der Ordensgemeinschaft Verbum Dei und Pastoralassistentin Dr. Miroslava Raabe. Schwester Anne erinnerte sich an ihr Theologiestudium vor 25 Jahren. Seitdem habe sich – entgegen ihrer damaligen Hoffnung – in der Kirche die Situation für Frauen noch verschlechtert, erklärte sie und plädierte dafür, dass auch Frauen und verheiratete Männer das Priesteramt ausüben können. Jeder solle in sich hineinhorchen, welches Zukunftsbild von einer positiven Kirche er in sich spüre, appellierte die Schwester.

Als Zeichen und ersten Schritt für eine Veränderung unterschreiben anschließend etliche Frauen und Männer auf einem großen Tuch, um ihren Zuspruch zur Aktion „Maria 2.0“ zu dokumentieren und sichtbar werden zu lassen. Als äußeres Zeichen ihrer Solidarität trugen einige Gottesdienstbesucher weiße Kleidungsstücke. Eine weiße Hose trug beispielsweise Roland Wieging, der den „tollen Gottesdienst mit mehr Besucherinnen und Besuchern als sonst, und mit Hund und Kind“ unter freiem Himmel als „grandioses Erlebnis“ bezeichnete. In Ottmarsbocholt sei „der Wind der Veränderung zu spüren“ gewesen, so Wieging.

In Bösensell fand am Sonntagabend der reguläre „alternative Gottesdienst“ mit Rosalia Rodrigues statt. Da sich die Pastoralreferentin an der Aktion „Maria 2.0.“ beteiligt und eine Woche lang keine Kirche betreten will, fand auch diese Feier „draußen vor der Tür“ von St. Johannes statt.

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