Rohbau für Wohnheim von St. Georg fertiggestellt
Neue Ära bricht im September an

Ottmarsbocholt -

24 Klienten des Sozialwerks St. Georg können voraussichtlich im September in das neue Wohnheim am Davertweg umziehen. Haus Davert wird dann samt Nebengebäude und benachbarter Trauerhalle abgerissen. Auf dem Areal soll insbesondere für Senioren ein Wohn- und Pflege-Projekt verwirklicht werden.

Dienstag, 14.05.2019, 18:02 Uhr
Ende September sollen die Bewohner von Haus Davert und der Außenwohngruppe an der Venner Straße in den Neubau umziehen. Der Altbau sowie die benachbarte Trauerhalle werden abgerissen, damit auf dem frei werdenden Gelände eine Wohn- und Pflege-Einrichtung entstehen kann.
Ende September sollen die Bewohner von Haus Davert und der Außenwohngruppe an der Venner Straße in den Neubau umziehen. Der Altbau sowie die benachbarte Trauerhalle werden abgerissen, damit auf dem frei werdenden Gelände eine Wohn- und Pflege-Einrichtung entstehen kann. Foto: Rafael Kamlage

Genau ein Jahr ist es her, dass im Garten von Haus Davert der Bagger anrückte. Statt Rasen, Blumen und anderen Pflanzen ist dort mittlerweile der stattliche Rohbau des neuen Wohnheims von St. Georg aus dem Boden gewachsen.

„Wir haben den Umzug bereits im Blick und ihn für Ende September fest vorgesehen“, freut sich Johannes Wilhelm Feller, dass die Arbeiten genau im angestrebten Zeitplan liegen. „Gedanklich sind wir schon dabei, die Zimmer einzurichten“, sagt der Regionalleiter des Sozialwerkes St. Georg. Die offizielle Einweihung, zu der auch die Nachbarn eingeladen werden, sei für Anfang 2020 vorgesehen, „wenn die Klienten ein wenig heimisch geworden sind“, erklärt Feller.

In dem Neubau stehen insgesamt 24 Plätze für Menschen mit Assistenzbedarf zur Verfügung, sodass neben den 18 Bewohnern des Altbaus auch die sechs Klienten der Außenwohngruppe an der Venner Straße umziehen können. „Alle sind schon in freudiger Erwartung. Aber es ist auch eine gewisse Anspannung zu spüren“, berichtet Feller. Ein Grund dafür seien die „veränderten Konstellationen“, die sich durch den Umzug ergeben. „Hier, im Altbau, ist über die Jahre eine Hausgemeinschaft entstanden. Im Neubau leben unsere Klienten in acht Einzelzimmern sowie in vier Wohngruppen mit jeweils vier Personen“, führt der Regionalleiter aus.

Gemeinsam mit Wohn-, Sozial- und Büroräumen befindet sich künftig auch der Bereich für die Tagesstruktur unter demselben Dach. Denn zwölf der 24 Bewohner im Alter zwischen 18 und 85 Jahren sind nicht oder nicht mehr in der Lage, in einer Werkstatt zu arbeiten. Sie verbringen den Tag mit anderen Tätigkeiten, wie zum Beispiel Sticken, Nähen, Malen und Gesellschaftsspielen oder dem gemeinsamen Zubereiten eines Frühstücks. Im Zuge des Inklusionsgedankens entfällt der Zaun zum Garten des Pfarrheims. Das Sozialwerk St. Georg hofft, dass sich dadurch Begegnungen und neue soziale Kontakte entwickeln.

Doch nicht allein für die Klienten, sondern auch für die rund 20 Mitarbeiter von Haus Davert verbessern sich die Bedingungen. Denn der Neubau erfüllt alle modernen Standards, ist dank Aufzug barrierefrei und genügt obendrein den Brandschutzauflagen. All das ist im Altbau aktuell nicht der Fall.

Sobald der Umzug voll­endet ist, rückt der Bagger übrigens erneut an und reißt das ehemalige Ottmarsbocholter Krankenhaus samt Nebengebäude und benachbarter Trauerhalle ab. Denn auf dem frei werdenden Areal am Davertweg soll insbesondere für Senioren eine Wohn- und Pflege-Einrichtung entstehen.

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