Über 900 Bauwillige auf der Warteliste
„Huxburg“ erst 2021 baureif

Senden -

Bauwillige in Senden müssen sich weiterhin in Geduld üben. Denn bis zum ersten Spatenstich im neuen Wohngebiet „Huxburg“ werden voraussichtlich noch etwa zwei Jahre vergehen. Grundstücksverhandlungen sowie das baurechtliche und verkehrstechnische Verfahren sind noch nicht abgeschlossen.

Donnerstag, 16.05.2019, 18:19 Uhr
Die schwarz gestrichelte Linie umfasst das vorgesehene, rund 20 Hektar große Baugebiet „Huxburg“. Der rotumrandete Bereich skizziert eine Fläche, die die Gemeinde Senden bereits seit einigen Jahren in ihrem Besitz hat. Dort konnte auf Grundlage eines vorgezogenen Teilbebauungsplanes bereits im August 2018 die DRK-Kita „Huxburg“ in Betrieb genommen werden.
Die schwarz gestrichelte Linie umfasst das vorgesehene, rund 20 Hektar große Baugebiet „Huxburg“. Der rot umrandete Bereich skizziert eine Fläche, die die Gemeinde Senden bereits seit einigen Jahren in ihrem Besitz hat. Dort konnte auf Grundlage eines vorgezogenen Teilbebauungsplanes bereits im August 2018 die DRK-Kita „Huxburg“ in Betrieb genommen werden. Foto: Gemeinde Senden

Die Nachfrage nach Baugrundstücken in Senden ist weiterhin enorm: „Wir haben über 900 Bewerber auf unserer Liste“, berichtet Walter Hauschopp auf WN-Anfrage. Und sobald die Vergabe für das vorgesehene, neue Baugebiet „Huxburg“ ansteht, dürfte sich diese Zahl vergrößern, ist sich der Kämmerer sicher.

Gleichwohl müssen sich potenzielle Häuslebauer und Wohnungsbauinvestoren noch eine geraume Weile gedulden. Darauf macht Klaus Stephan aufmerksam: „Das Verfahren ist komplex. Und der Fortschritt hängt nicht allein von der Gemeinde Senden ab“, sagt der Beigeordnete. Unter der Voraussetzung, dass die weiteren rechtlichen und planerischen Schritte flüssig laufen, gehen Stephan, Hauschopp sowie Wirtschaftsförderer Niklas Esser davon aus, dass in der ersten Jahreshälfte 2021 die ersten Häuser in „Huxburg“ gebaut werden können.

Es wird sich allerdings längst nicht nur um „klassische“ Einfamilien- und Doppelhäuser handeln. Denn aufgrund der Nachfragesituation auf dem Wohnungsmarkt, sagt der Beigeordnete, habe der Gemeinderat 2015 einen Grundsatzbeschluss gefasst. Demnach sollen in neuen Baugebieten sowie bei Nachverdichtungen insbesondere auch Mehrfamilienhäuser entstehen. Vor diesem Hintergrund strebt die Gemeinde Senden auf der rund 20 Hektar großen „Huxburg“-Fläche insgesamt deutlich über 400 Wohneinheiten an ( WN berichteten).

Die neuen Grundstücke werden allerdings – so wie in den bereits bestehenden Wohngebieten – nicht allein von der Kommune angeboten. In der Regel behalten die Eigentümer der Flächen einen Teil des „Kuchens“ für sich, um einige „Tortenstücke“ privat zu vermarkten.

Wann und zu welchen Konditionen die Flächen für die Erschließung zur Verfügung stehen, steht noch nicht endgültig fest. „Wir befinden uns jedoch mit allen Flächeneigentümern in guten Gesprächen“, zeigt sich Hauschopp zuversichtlich.

Zurzeit prüfe die Bezirksregierung in Münster die für die Aufstellung des Bebauungsplanes beantragte, weil notwendige Flächennutzungsplan-Änderung, nennt Stephan den aktuellen rechtlichen Verfahrensstand. „Wir hoffen, dass wir bis nach den Sommerferien ein positives Ergebnis vorliegen haben“, sagt der Beigeordnete. Etwa neun Monate dauere danach das Bebauungsplanverfahren. Somit könnte die Erschließung der „Huxburg“ in der ersten Jahreshälfte 2020 beginnen.

Erst sobald die mit Straßen- und Kanalbau verbundenen sowie weitere Kosten feststehen, kann der Gemeinderat über den konkreten Grundstückspreis beraten. Mit der Vermarktung könnte die Kämmerei gegen Ende 2020 starten.

Stephan spricht eine noch ganz andere Hürde an, die planerisch und bautechnisch genommen werden muss: „Mit dem Landesbetrieb Straßen sind wir wegen des Anschlusses der ,Huxburg‘ an die Bundesstraße im Gespräch. Das ist keineswegs trivial.“ Denn die neue Einmündung auf die B 235 habe verkehrstechnische Auswirkungen auf den Kreuzungsbereich mit der L 844 und dem Wirtschaftsweg („Huxburgweg“). Emissionsschutz-Maßnahmen und Änderungen an der Verkehrsführung könnten die Folge sein.

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