Neuer Umkleidetrakt: Kommunalpolitik trägt Planung mit
Baustart im Sportpark nach den Sommerferien

Senden -

Nach den Sommerferien, so Architekt Bernd Sparenberg, soll der Baustart zum neuen Umkleidetrakt des VfL Senden erfolgen. Die Kommunalpolitiker erteilten dem Vorhaben ihren „Segen“. Es gibt aber noch eine offene Frage.

Samstag, 25.05.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 26.05.2019, 14:44 Uhr
Der alte Umkleidetrakt auf der Grenze zum Cabrio-Bad soll erhalten bleiben, aber nur noch als Abstellraum genutzt werden, sobald der Neubau mit vier Kabinen steht.
Der alte Umkleidetrakt auf der Grenze zum Cabrio-Bad soll erhalten bleiben, aber nur noch als Abstellraum genutzt werden, sobald der Neubau mit vier Kabinen steht. Foto: di

Das neue Umkleidegebäude des VfL Senden kommt – aber es wird mit 223 Quadratmetern kleiner als ursprünglich geplant. Abgespeckt wird nicht bei den Kabinen für die Sportler, sondern beim Stauraum. Der wird vorerst im bisherigen Umkleidetrakt vorgehalten, der auf dem Sportpark in Senden an das Gelände des „Cabrio“-Bades grenzt. Das Bestandsgebäude, dessen Innenleben arg in die Jahre gekommen ist, bleibt bis auf Weiteres stehen. Die Planungen des Sportvereins, der selbst als Bauherr auftritt, stellte der vom VfL beauftragte Architekt Bernd Sparenberg am Donnerstagabend im Gemeindeentwicklungsausschuss vor.

Vier neue Umkleidekabinen entstehen

Vier Umkleidekabinen, jeweils mit Sanitäranlagen, sowie ein Schiedsrichter- und Technikraum entstehen auf der Grünfläche zwischen bisherigem Flachdachbau und dem Kunstrasenplatz. Der Neubau beschert dem Sendener Sportpark, quasi nebenbei, eine Errungenschaft, die die Zuschauer schätzen dürften: Ein drei Meter ausragendes Vordach dient als Regenschutz und fast als eine Art zweite Stehtribüne, von der aus sich das Spielgeschehen verfolgen lässt. Der Spielbetrieb wird von dem Projekt aber nicht beeinträchtigt. Denn der bestehende Umkleidetrakt kann genutzt werden, bis der Neubau steht, hieß es im Ausschuss.

Wo ist die behindertengerechte Toilette?

Franz Falke, Vertreter des Inklusionsbeirates im Gemeindeentwicklungsausschuss

Dort wurde aber von Franz Falke eine naheliegende Frage gestellt, die zunächst unbeantwortet blieb: „Wo ist die behindertengerechte Toilette?“, wollte der Vertreter des Inklusionsbeirates wissen. Der Planer musste passen und will diese Frage mit seinem Auftraggeber, dem VfL-Vorstand klären. Obwohl es in einem näheren Radius barrierefreie Toiletten im Bereich des Sportparks und des Schwimmbades gibt, wurde dieser Aspekt dem Bauherrn aber doch ans Herz gelegt. Vielleicht sei es zumutbar, für den Gang zum stillen Örtchen ein anderes Gebäude aufzusuchen. „Das ist aber nicht integrativ“, betonte Prof. Dr. Martin Lühder (CDU). Dass das Dach des Neubaus mit Photovoltaik bestückt werden sollte, regte Philipp Scholz (Grüne) an. Da es sich um keine kommunale Immobilie handelt, blieb dieser Aspekt zunächst ausgeklammert.

Geklärt werden soll bis zur nächsten Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses, der dem Vorhaben einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilte, wie das Thema Behinderten WC geregelt werden soll. „Das ist kein Problem“, beteuerte Sparenberg auf WN-Anfrage. Zum Zeitplan äußerte der Architekt einen Baustart „nach den Sommerferien“ als wahrscheinlich.

Zuschuss zu kalkulierten Gesamtkosten

75 Prozent der Kosten, die bisher auf 606 000 Euro beziffert werden, erhält der Verein als Zuschuss. Den Rest muss er selbst aufbringen. Wenn es dem VfL gelingt, die vom Bauamt kalkulierten Aufwendungen zu unterschreiten, sinkt damit auch der Eigenanteil des Vereins.

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