Aktion „pumps@bauernhof“ ausgebucht
Frauen erleben Landwirtschaft hautnah

Senden/Bösensell -

31 Frauen erlebten auf den Höfen Fellermann in Bredenbeck und Raestrup in Bösensell, wie unterschiedlich die Arbeit in einem Milchwirtschaftsbetrieb ablaufen kann: Während auf dem einen Hof mit Melkmaschinen gemolken wird, kommt auf dem anderen ein Melkroboter zum Einsatz.

Sonntag, 26.05.2019, 16:06 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 17:26 Uhr
Wie ein Bauernhof mit Milchkühen heutzutage funktioniert und wie unterschiedlich er mit der extrem hohen Arbeitsbelastung an 365 Tagen im Jahr umgeht, das wurde 31 Frauen im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ hautnah vorgestellt.
Wie ein Bauernhof mit Milchkühen heutzutage funktioniert und wie unterschiedlich er mit der extrem hohen Arbeitsbelastung an 365 Tagen im Jahr umgeht, das wurde 31 Frauen im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ hautnah vorgestellt. Foto: Ulrich Reismann

Wie sieht Landwirtschaft heute aus? Selbst wenn man diese Frage auf die Haltung von Milchkühen beschränkt, bekommt man völlig unterschiedliche Bilder. Das wurde am Freitag im Rahmen der Aktion „pumps@bauernhof“ des Landfrauenverbandes Senden/Bösensell deutlich. Den einen Weg als die einzig richtige Antwort auf die großen Herausforderungen – die speziell bei Kühen in der extrem hohen Arbeitsbelastung liegen – den gibt es nicht. Das erfuhr eine Gruppe von 31 interessierten Frauen, die auf den Höfen Fellermann in Bredenbeck und Raestrup in Kley hinter die Kulissen von zwei total verschiedenen Kuhställen blickte.

Die Arbeit mit den Kühen sei etwas, wofür man „Liebe und Verstand“ brauche, wie Monika Fellermann es ausdrückte. Und diese Gene sind ganz offensichtlich auch an Tochter Johanna vererbt worden. Es war die 19-Jährige, die erklärte, wie das computergesteuerte Melken durch einen Roboter eine menschliche Arbeitskraft ersetzt. Dabei beschrieb sie die hochkomplexe technische Apparatur in einer Weise, in der Motivation und Leidenschaft zum Ausdruck kamen. Mit so viel sichtbarem Herzblut werde sie doch bestimmt in den Betrieb einsteigen, das lag für eine der Besucherinnen eigentlich auf der Hand. Doch die Mutter reagierte zurückhaltend. Angesichts des politischen und gesellschaftlichen Drucks sei die Zukunft der Landwirtschaft dermaßen ungewiss, dass man sich erst einmal für eine Ausbildung bei der Raiffeisen-Genossenschaft entschieden habe.

Mit Pumps auf dem Bauernhof

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  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann
  • Im Rahmen der landesweiten Aktion „Pumps@Bauernhof“ verschafften sich 31 Frauen auf zwei Höfen einen Eindruck von der Arbeit in der Landwirtschaft. Foto: Ulrich Reismann

Auch Walburga Raesfeld - auf deren Betrieb die Technik nur unterstützenden Charakter hat und die Melkmaschine nicht voll automatisiert ist, sondern nach wie vor durch Menschen aus Fleisch und Blut beim Euter angesetzt wird - kam auf die öffentliche Kritik zu sprechen. „Die jungen Landwirte lernen ihr Handwerk von der Pike auf“. Wie auch Sohn Michael. „Und dann kommen ganz viele und sagen, sie wissen es aber besser. Ihre Informationen haben die sich vom Fernsehsessel aus geholt. Das finde ich traurig.“ Es seien die wenigsten, die tatsächlich den Mut aufbrächten, auf die Landwirte zu zugehen. Deshalb finde sie es auch „total toll, dass wir heute so viele geworden sind und Ihr alle sagt: Wir wollen endlich mal sehen, wie Kühe gemolken werden“. Das Interesse war enorm und die Veranstaltung deshalb auch ausgebucht. Mehr Anmeldungen hätte man nicht annehmen können, hieß es von Seiten des Landfrauenverbandes, weil die Gruppe sonst nicht mehr zu handhaben gewesen wäre.

Richtig wissbegierig seien alle gewesen, und dankbar für die Aufklärung, berichteten Fellermann und Raestrup in einem Resümee. Dabei seien im persönlichen Gespräch von Frau zu Frau jede Menge Fragen gestellt worden. Von dieser Resonanz zeigten sie sich „tief beeindruckt“. Sehr viele Besucherinnen hätten von Landwirtschaft „wirklich keine Ahnung gehabt“, was den großen Nutzen und die Notwendigkeit dieser Veranstaltung unterstreiche.

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