72-Stunden-Aktion in Ottmarsbocholt
„Engel“ im emsigen Einsatz für Insekten

Ottmarsbocholt -

Ottmarsbocholter Pfadfinderinnen und Messdiener bündelten ihre Kräfte. Ihr erklärtes Ziel für die 72-Stunden-Aktion: Ihr Dorf insektenfreundlicher werden lassen.

Sonntag, 26.05.2019, 16:46 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 17:26 Uhr
Pfadfinderinnen und Messdiener schlossen sich in Ottmarsbocholt zusammen, um das Dorf insektenfreundlicher zu machen.
Pfadfinderinnen und Messdiener schlossen sich in Ottmarsbocholt zusammen, um das Dorf insektenfreundlicher zu machen. Foto: kwh

Um die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen, als sie vorgefunden wurde, traten deutschlandweit 80 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, davon 72 in Ottmarsbocholt, in Aktion. Die Pfadfinderinnen und Messdiener hatten sich für die 72 Stunden und ein gemeinsames Projekt zusammengeschlossen. Erklärtes Ziel: Das Dorf insektenfreundlicher machen.

Nach langem Warten und einigen notwendigen Vorarbeiten starteten sie am Donnerstag ihre Aktion an der St.-Urban-Kirche und hissten dort auch ihr selbstgemaltes Banner der 72-Stunden-Aktion. Danach stimmten sie sich im Pfarrheim auf das Thema ein, um die Relevanz des Projektes greifbar zu machen.

Voller Tatendrang, bepackt mit Bohrmaschinen, Schläuchen, Spaten und Gießkannen, starteten die Jugendlichen am Freitag mit der konkreten Arbeit. Dazu hatten sie sich in vier Gruppen aufgeteilt, um die Aufgabe in der zur Verfügung stehenden Zeit zu schaffen. Auf den bereits gefrästen Flächen am Spieker, bei Rave, Vollmer, am Dillenbaum-Spielplatz und hinterm Dillenbaum bereiteten sie mit Spaten und Harken den Untergrund vor, bevor sie die Flächen mit Blumensamen einsäten und wässerten. Zeitgleich erstellten rund ein Dutzend Kinder kleine Insektenhotels und Nistkästen, die am Samstagabend gegen eine Spende an Interessierte vergeben wurden.

Ein Zeltdorf wurde eigens hinter dem Pfarrheim errichtet.

Ein Zeltdorf wurde eigens hinter dem Pfarrheim errichtet. Foto: kwh

Das große Insektenhotel zwischen Dillenbaum und Broholt frischten sie schließlich in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein mit neuen Materialien auf, um den Insekten ein ansprechendes Zuhause zu ermöglichen. Während des Projektes wurden die Teilnehmenden von den Landfrauen mit köstlichen Mittagessen versorgt, von Freitag auf Samstag zelteten sie in ihrem eigens errichteten Zeltdorf hinterm Pfarrheim.

Vom engagierten Einsatz für die Umwelt machte sich auch der Landtagsabgeordnete André Stinka ein Bild. Doch es blieb nicht nur bei Worten, er legte bei den Bienenhotels selbst Hand an und kam offen mit den Jugendlichen ins Gespräch über aktuelle Umweltthemen. Dabei benannte er viele Probleme und erkundigte sich nach der Einschätzung der Jugendlichen. Mit einer Einladung nach Düsseldorf verabschiedete sich André Stinka: „Ich lade euch gerne zu einem Treffen nach Düsseldorf ein, dort können wir gemeinsam mit den Umweltpolitikern der anderen Fraktionen ins Gespräch kommen und nach Lösungen suchen.“

Der Abschluss des Ottmarsbocholter Projektes vollzog sich an der Kirche. Zunächst fand ein gemeinsamer Gottesdienst mit den Sendener Projektgruppen statt, bei dem von verschiedenen Perspektiven auf die vielen aktiven Stunden zurückgeblickt wurde. Pastor Zakarias Sagos Herz sprudelte über vor Freude über die Engagierten, die 72-Stunden-Aktion und die vielen Eindrücke in den Projekten. Die emsigen Aktiven beschrieb er dabei unter anderem als Perlen und Engel, die hier aktiv waren.

Anschließend fanden sich Teilnehmende, Eltern und Gemeindemitglieder noch für eine Weile zum gemütlichen Abschluss des Projektes auf dem Kirchplatz zusammen, wo die Ottmarsbocholter Messdiener und Pfadfinderinnen für das leibliche Wohl sorgten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6641019?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Debatte um unzufriedene Mitarbeiter: Bewohner-Angehörige schalten sich ein
In der DKV-Residenz am Tibusplatz gibt es Ärger. Die Leitung lädt ihre Bewohner am Montag zum Austausch ein.
Nachrichten-Ticker