Eichenprozessionsspinner: Noch mehr Nester als im vergangenen Jahr
Harter Kampf gegen giftige Raupen

Senden -

Noch mehr Bäume als im vergangenen Jahr sind von Nestern des Eichenprozessionsspinners befallen. Zwei Teams des Bauhofes bekämpfen die Plage bereits. Mitte der Woche bekommen sie Verstärkung durch einen professionellen Schädlingsbekämpfer.

Montag, 03.06.2019, 18:00 Uhr
Von der Arbeitsbühne eines Hubsteigers aus geht Bauhofmitarbeiter Andreas Brüggemann auf Jagd und entfernt die Nester des Eichenprozessionsspinners mit Hilfe eines speziellen Saugers.
Von der Arbeitsbühne eines Hubsteigers aus geht Bauhofmitarbeiter Andreas Brüggemann auf Jagd und entfernt die Nester des Eichenprozessionsspinners mit Hilfe eines speziellen Saugers. Foto: sff

Die Plage hat sich rasant und weiträumig ausgebreitet. Begünstigt durch Witterung und Vegetationsfolge der vergangenen Wochen konnte der Eichenprozessionsspinner in kurzer Zeit unzählige Eichen mit seinen Nestern befallen. Besondere Vorsicht ist geboten, sobald die Raupen schlüpfen. Denn eine Berührung ihrer Brennhaare kann Hauptreizungen, Atemnot und sogar schwere allergische Reaktionen auslösen.

„Es sind noch mehr Bäume betroffen als im vergangenen Jahr. Wir sind aber massiv mit der Beseitigung der Nester beschäftigt“, betont Baumkontrolleur Gebhard Spiekers , der am Montag mit Bauhofmitarbeiter Andreas Brüggemann in Senden-West auf Schädlingsjagd war. Die Nester sind nicht nur in Bodennähe, sondern sogar bis hoch in die Baumwipfel verbreitet. Deshalb hat die Gemeinde Senden einen Hub­steiger gemietet, mit dem Brüggemann in luftige Höhe fährt, um die Schädlinge mit Hilfe eines eigens angeschafften Spezialsaugers von den Stämmen zu entfernen. „Ab Mitte der Woche ist auch noch die Firma Angelkort im Einsatz und unterstützt uns mit einem zweiten Hubsteiger. Sonst können wir kaum gegen die Plage ankommen“, sagt Brüggemann. Inklusive eines weiteren Bauhof-Teams sind dann drei Fahrzeuge mit sechs Schädlingsbekämpfern im Gemeindegebiet im Einsatz.

„Wir sind damit gut aufgestellt“, resümiert Spiekers. Zum Schutz der Kinder seien in den vergangenen Tagen von zwei Teams des Bauhofes bereits die Eichen im Bereich der Schulen, Spielplätze und Kindergärten in den Ortsteilen unter die Lupe genommen worden. Daneben waren der Broholt in Ottmarsbocholt sowie der Bereich Bahnhofstraße/Südfeld in Bösensell Einsatzschwerpunkte. Häufig anzutreffen seien die Schädlinge an randständigen sowie an einzeln stehenden Bäumen, berichtet Spiekers. Wegen der starken Ausbreitung der Nester werde die Bekämpfung der Plage noch einige Zeit in Anspruch nehmen. „Man sollte daher auf jeden Fall Vorsicht walten lassen und bis auf Weiteres die Eichen meiden“, rät Spiekers.

Nester im öffentlichen Bereich melden

Die Gemeinde Senden macht darauf aufmerksam, dass für befallene Bäume auf Privatgrundstücken die Grundstückseigentümer selbst verantwortlich sind. Nester werden zum Beispiel von den Schädlingsbekämpfern Angelkort aus Ascheberg und Schäpers aus Lüdinghausen entfernt.Im Unterschied dazu können Nester des Eichenprozessionsspinners auf öffentlichen Wegen und Bereichen im Rathaus bei Erwin Oberhaus, 0 25 97 / 69 93 28, oder E-Mail: e.oberhaus@senden-westfalen.de, gemeldet werden.

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