Kein Prüfauftrag, aber ein Thema im Rathaus
Klimafreundliche Mobilität bleibt im Fokus

Senden -

Um die E-Mobilität zu fördern, sollte die Ladeinfrastruktur auch in Mehrfamilienhäusern und auf öffentlichen Parkplätzen ausgebaut werden, fordern die Grünen. Ihr Antrag im Gemeindeentwicklungsausschuss scheiterte, obwohl klimafreundlicher Verkehr für alle im Fokus stehen soll.

Mittwoch, 05.06.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 12:48 Uhr
Welche Varianten bei der E-Mobilität zur Verfügung stehen, zeigte die Agenda-Gruppe Senden beim Maifest.
Welche Varianten bei der E-Mobilität zur Verfügung stehen, zeigte die Agenda-Gruppe Senden beim Maifest. Foto: Agenda-Gruppe Senden

Allein die Hälfte des CO-Ausstoßes im Kreis Coesfeld wird vom Verkehr verursacht. Weshalb nicht nur die Fraktion der Grünen auf eine höhere Quote bei der E-Mobilität dringt. Im jüngsten Gemeindeentwicklungsausschuss stellte sie einen Antrag, dass die Verwaltung prüfen soll, mit welchen Mitteln die Ladeinfrastruktur für die Strom-Flitzer ausgebaut werden kann. Der Antrag wurde mit acht Nein-Stimmen ( CDU , SPD ), drei Enthaltungen (CDU, FDP, UWG) und vier Ja-Stimmen (Grüne, SPD) abgelehnt.

Auch und gerade Bewohner von Mehrfamilienhäusern sollten zum Umsteigen animiert und daher neue Stellplätze mit Starkstromkabeln oder zumindest Leerrohren versehen werden, forderten die Grünen.

Trotz des Scheiterns im Planungsausschuss – das Thema Förderung der E-Mobilität ist damit in Senden nicht vom Tisch, beteuert die Rathaus-Führung auf WN-Anfrage. „Die Gemeinde hat nach der Ausschusssitzung keinen Prüfauftrag erhalten. Dennoch liegt uns Klimaschutz am Herzen. Gemeinsam mit unserer Klimaschutzmanagerin Petra Volmerg und den Kolleginnen und Kollegen aus dem Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt werden wir zum Beispiel bei der Ausarbeitung der Pläne und Bauvorschriften für das Baugebiet Huxburg möglichst viele Aspekte berücksichtigen, die Klimaschutz und klimafreundliche Mobilität betreffen“, unterstreicht Klaus Stephan, Beigeordneter und zugleich Leiter des Ressorts Bauen und Planen. Er räumt ein: Ob das zum Beispiel Ladeinfrastruktur für Elektroautos oder weitere überdachte Fahrradstationen sind, sei jetzt noch nicht klar.

Bürgermeister Sebastian Täger ergänzt, dass die Themen E-Mobilität und Schaffung von Ladeinfrastrukturen auch kreisweit sowie in der Münsterlandnetzgesellschaft (MNG) erörtert werden. „Durch die kommunale Mehrheit an der MNG können wir hier auf zukunftsfähige Weichenstellungen, wie den Ausbau leistungsstarker Versorgungsnetze, etwa für E-Mobilität, in neuen Baugebieten direkt Einfluss nehmen“, erläutert Täger, der zugleich Vorsitzender des Netzgesellschaft-Beirates ist.

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