Theaterprojekt mit Lea Teuwen
Mäuse erleben galaktische Abenteuer

Ottmarsbocholt -

Ein weiteres Tanz-Theater-Projekt von Lea Teuwen ging über die Bühne. Was daran das Besondere ist: Jeder Darsteller wird motiviert und spürt, dass er ein wichtiger Akteur im Ensemble ist.

Montag, 17.06.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 21.06.2019, 18:40 Uhr
Jeder Darsteller zählt: Das vermittelt Lea Teuwen mit ihren Projekten allen Kindern – so auch wieder bei der Premiere in der Sporthalle Ottmarsbocholt.
Jeder Darsteller zählt: Das vermittelt Lea Teuwen mit ihren Projekten allen Kindern – so auch wieder bei der Premiere in der Sporthalle Ottmarsbocholt. Foto: ure

Freude am Singen, am Tanzen und am Theater – Liebe zum Leben – und ein Herz für Kinder: Das waren am Sonntagnachmittag in der neuen Sporthalle die drei Zutaten für ein mitreißendes Event, das Kids wie auch Eltern in eine fantastische Dimension des musikalischen Universums führte.

Wenn die Bösenseller Tanz- und Sozialpädagogin Lea Teuwen den Kindern das Gefühl vermittelt, „dass jeder ein Künstler ist und jeder sein Leben gestalten kann“, dann entfalten diese ihre Leidenschaft, und Träume werden zum Leben erweckt. Vor diesem Hintergrund war beim gemeinsamen Zirkus-Musical-Projekt „Zauberknall und Weltenall“ der Kindertagesstätten St. Urban in Ottmarsbocholt und Langeland in Senden sowie des Kinderzentrums „Kubuz“ die Begeisterung regelrecht greifbar.

Bei lustig-rockiger Musik der „Spunkflitzer“ aus der Feder der namhaften österreichischen Kinderliedermacherin Mai Cocopelli zeigte sich gleich zu Beginn der Vorführung: Was die Kinder beschwingt, das berührt auch die Elternherzen. Die zwei Mäusekinder Max und Clementinchen tüfteln so gerne. Mit dem Ergebnis, dass sie schließlich eine funktionsfähige Rakete konstruieren, die sie auf den Mars bringt. Den zwei Robotoren, die sie dort treffen, wollen sie die Erde zeigen. Beim Rückflug kracht die Rakete dann in die Vorstellung vom Zirkus „Zauberknall“, wo die zwei Außerirdischen nun Artisten, Jongleure, Clowns, Dompteure und Hula-Hoop-Tänzer bewundern dürfen. All die Darbietungen sind musikalisch eingebettet in Kompositionen von den zwei eigens aus Berlin und Bielefeld angereisten Musikern Sebastian Blum und Stefan Günter, die in minimalistischer Band-Version ihre eigenen Lieder spielten. Zum Finale konnten fünf Kinder auf sogenannten „Loog-Gitarren“ selbst mitspielen. „Mit nur drei Saiten ausgestattet, kann das Gitarre-Spielen hier innerhalb weniger Minuten erlernt werden“, erklärte Günther. Hierbei komme es nicht darauf an, „den richtigen Ton zu treffen, sondern mal etwas auszuprobieren und den Kindern das Gefühl zu geben, Teil einer Rock-Band zu sein“.

Für Lea Teuwen ist es noch wichtig, den Kindern stets großen Freiraum zu geben. So biete jedes Projekt „die Chance zu einem Experiment“. Und es sei immer wieder spannend, was sich dann daraus entwickelt. Sehr positiv finde sie es auch, dass es bei dem jetzigen Tanz-Theater gelungen sei, alle Ortsteile „mal wieder zusammenzubringen“.

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