Unterhaltung der Straßenbeleuchtung
Europaweite Ausschreibung lässt Kosten sinken

Senden -

Gemeinsam sind sie stärker – haben fünf Kommunen festgestellt, die die Unterhaltung der Straßenbeleuchtung gemeinsam vergeben und europaweit ausgeschrieben haben. Das Ergebnis soll „äußerst attraktiv“ sein, hieß es.

Mittwoch, 19.06.2019, 16:48 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 17:34 Uhr
Vertragsunterzeichnung: Thomas Baumann (Fernmeldebau Baumann GmbH), Heiner Krietenbrink (Gelsenwasser Energienetze GmbH), Dr. Bert Risthaus (Bürgermeister Ascheberg), Dietmar Bergmann (Bürgermeister Nordkirchen), Gerhard Mollenhauer (Stadt Billerbeck), Dirk Wintges (Gemeinde Havixbeck) besiegeln die Partnerschaft.
Vertragsunterzeichnung: Thomas Baumann (Fernmeldebau Baumann GmbH), Heiner Krietenbrink (Gelsenwasser Energienetze GmbH), Dr. Bert Risthaus (Bürgermeister Ascheberg), Dietmar Bergmann (Bürgermeister Nordkirchen), Sebastian Täger (Bürgermeister Senden), Gerhard Mollenhauer (Stadt Billerbeck), Dirk Wintges (Gemeinde Havixbeck) besiegeln die Partnerschaft. Foto: di

Kommunen bündeln ihre Kräfte und schonen ihre Kassen: So lässt sich das Ergebnis einer gemeinsamen europaweiten Ausschreibung der Straßenlaternen-Unterhaltung zusammenfassen. Ab Juli dieses Jahres übernimmt die Gelsenwasser Energienetze GmbH gemeinsam mit dem Fachbetrieb Fernmeldebau Baumann GmbH (Dorsten) die Instandhaltung und den Betrieb der öffentlichen Beleuchtung. Zur Vertragsunterzeichnung fanden sich am Mittwoch die Bürgermeister von Ascheberg, Billerbeck, Havixbeck und Nordkirchen und ihre beteiligten Fachleute im Sendener Rathaus mit Amtskollegen Sebastian Täger zusammen.

Die Wartung der Straßenbeleuchtung in fünf Kommunen ist jetzt neu vergeben worden.

Die Wartung der Straßenbeleuchtung in fünf Kommunen ist jetzt neu vergeben worden. Foto: hbm

Fünf Kommunen bündeln ihre Kräfte

Denn dort liefen die Fäden für die fünf Kommunen zusammen: Maßgeblich bei Simone Döhla von der Vergabestelle und Klaus Mende, der als stellvertretender Leiter des Bauressorts die technischen Aspekte im Blick behielt. „Als gelebte interkommunale Zusammenarbeit“ resümierte Dietmar Bergmann das Verfahren und richtete sich als Bürgermeister Nordkirchens mit einem Dankeschön an die Gemeinde Senden.

Gute Partner und kurze Wege.

Bürgermeister Sebastian Täger über die Sieger der Ausschreibung

Der dortige Verwaltungschef, Sebastian Täger, hob hervor, dass Baumann und Gelsenwasser nicht nur das wirtschaftlich günstigste Angebot in den Ring geworfen haben, sondern auch regional verankert und bereits für eine reibungslose Zusammenarbeit bekannt seien. „Gute Partner und kurze Wege“, resümierte Täger das Resultat der Ausschreibung.

Von einem „äußerst attraktiven Ergebnis“ sprach Martin Brück von Oertzen, Fachanwalt für Handel- und Gesellschaftsrecht bei der Kanzlei Wolter und Hoppenberg, die die Gemeinden juristisch beriet. Was das in Zahlen bedeutet, steckte Klaus Stephan, Beigeordneter und Leiter des Kommunalen Bauressorts, ab. Demnach fallen die Kosten für die Wartung der Straßenlaternen in Senden jetzt „mindestens 50 Prozent“ niedriger aus als in der Zeit, als RWE die Betreuung der Laternen in einem Rundumsorglos-Paket vornahm. Das war bis Sommer 2011, danach hat sich die Gemeinde Senden vertraglich an die Firma Baumann gebunden.

Bürger können Schäden melden

Der Vertrag mit Gelsenwasser/Fernmeldebau Baumann umfasst die regelmäßige Wartung, die Inspektion und Reparaturen von zurzeit 8369 „Leuchtstellen“ in den fünf Kommunen. Sollte eine „Funzel“ defekt sein, können sich die Bürger der Partner-Kommunen unter  0800/199 99 02 an eine Servicenummer wenden, um den Schaden zu melden.

...

Durch den Zusammenschluss der fünf Kommunen, die eine gemeinsame Ausschreibung erarbeitet, aber jeweils einzelne Verträge mit der Bietergemeinschaft Gelsenwasser/Baumann formuliert haben, war das Auftragsvolumen so angeschwollen, dass Anbieter aus ganz Europa eine Chance bekommen mussten, ihre Leistungen zu offerieren.

Für Thomas Baumann, Inhaber der Baufirma, die mit den Zuschlag ergattert hat, bietet sich mit der langen Laufzeit samt Option auf Verlängerung die Chance, Projekte mit Vorlauf zu planen und Prozesse zu optimieren. Das habe es möglich gemacht, knapp zu kalkulieren – zum Wohl der Bürger, auch wenn diese nicht speziell für diesen Posten herangezogen werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6706354?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Großfeuer am FMO: Ursache bislang unklar
Die betroffenen Fahrzeuge auf den Ebenen 1 und 2 verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Insgesamt waren 72 Autos betroffen.
Nachrichten-Ticker