Geselligkeit, Getränke und Live-Musik allein fünf Mal am Brunnen
Freiluft-Party auf der Piazza

Senden -

Der „Sendener Feierabend“ soll die Gäste in den Ortskern locken. Ab jetzt fünf Mal an jedem Donnerstag. Für Geselligkeit, Plausch beim Pils und Schnacken beim Wein eignet sich der Bereich Laurentiusbrunnen/Eintrachtstraße. Auf dieser Piazza wird auch Live-Musik geboten. Die Party zieht ebenfalls in die Ortsteile.

Montag, 24.06.2019, 17:16 Uhr aktualisiert: 24.06.2019, 17:30 Uhr
„Sendener Feierabend“ steht in den Startlöchern: Günter Melchers (l.) und Sebastian Nieters unterstützen Veranstalter Willy Reckers
„Sendener Feierabend“ steht in den Startlöchern: Günter Melchers (l.) und Sebastian Nieters unterstützen Veranstalter Willy Reckers Foto: di

Die Stevergemeinde liegt nicht im sonnigen Süden Europas, hat aber mit dem Platz rund um Laurentius-Brunnen und Eintrachtstraße eine echte „Piazza“ zu bieten. Die Gunst der Lage und des Sommers will Wilfried Reckers nutzen. Er ist eine Art Hans Dampf in allen Gassen des Freiluftfeierns in der Region. Am Donnerstag (27. Juni) feiert er an einem neuen Standort Premiere. Der „Sendener Feierabend“ soll sieben Mal über die Bühne gehen. Und sich auch in die Ortsteile erstrecken.

Geselligkeit pflegen und ein Bierchen schlürfen

Das Konzept ist so schlicht wie ergreifend: Leute treffen, quatschen, chillen, schnacken, Kontakte knüpfen, ein kühles Blondes oder einen gepflegten Rebensaft genießen – und womöglich eine Currywurst vertilgen. Doch die Geselligkeit zu pflegen bildet nur das eine Standbein. Hinzu kommt, dass Event-Gastronom Reckers für ein musikalisches Live-Programm sorgt. Ein Sound, der sich nicht aufdrängt, nicht dominiert, aber gleichwohl dennoch mehr ist als bloße Hintergrundmusik.

Sieben Mal wird Party gemacht

Der „Sendener Feierabend“ ist eine Art „After-Work-Party“, die auch unter der Woche funktioniere. Denn: „Die Leute wollen rausgehen“, beteuert Veranstalter Wilfried Reckers, der sein Event als eine Art großen Biergarten im Ortskern bezeichnet. Entsprechend wird aus Lärmschutzgründen um 22 Uhr Zapfenstreich geblasen. Bis zum 25. Juli wird jeden Donnerstag in Senden Freiluft gefeiert. Beginn ab 18.30 Uhr, Live-Musik ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Am 1. August erreicht der Sendener Feierabend Ottmarsbocholt und am 8. August Bösensell. Die Veranstaltung trägt sich durch den Verzehr an den Ständen.

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Bürgermeister greift bei Premiere in die Saiten

Dies gilt zumal für die Uraufführung in Senden, bei der die Band „Strongbow“ einen weiten zumeist rockigen Bogen schlägt. Zum lauen Sommerabend könnten sie ihr Repertoire mit „Easy“ (bekannt geworden durch Faith No More) beginnen. Denn leicht und locker soll der Sommerabend werden. Dass Bürgermeister Sebastian Täger selbst bei der Premierenband in die Saiten greift, darf durchaus als symbolische Geste verstanden werden, betonte Kulturamtsleiter Günter Melchers vor der Presse. Denn: Der Chef des Rathauses sowie Politik und Verwaltung stehen hinter dem Konzept, per „Feierabend“-Sause noch mehr Leben in den Ortskern zu bringen. Dass die Idee auf Zustimmung bis Begeisterung stößt, war – wie berichtet – ebenfalls schon zu spüren, als sie erstmals in den politischen Ausschüssen vorgestellt worden war.

Schwierig wird es in Senden nicht.

Veranstalter Wilfried Reckers erwartet, dass das Konzept auf Resonanz trifft

Von Bedenkenträgern, die skeptisch sind, dass die Gäste auch in ausreichender Zahl zum Bereich Brunnen/Eintrachtstraße strömen, lässt sich der 56-jährige Gastronom nicht beirren. „Schwierig wird es in Senden nicht“, verbreitet Reckers Optimismus, der sich aus der Gelassenheit der Erfahrung speist. Mit Public Viewings und der Reihe „Mittwochs in“ Lüdinghausen sowie ähnlichen Freiluft-Feiern in vielen weiteren Orten hat der Wirt, der zudem unter anderem das Clubheim des Lüdinghauser Tennis-Vereins betreibt, schon viele Veranstaltungen gestemmt.

Was die Bestückung von Wein-Stand bis Imbiss angeht, werde er die örtlichen Vorlieben ermitteln, ebenso beim Musik-Geschmack. Furcht vor Wetter-Unbill hat Reckers nicht: „Wenn mal ein Schauer runter kommt, ist das kein Problem.“

Zur Seite steht ihm auch Sebastian Nieters, Betreiber der „EisZeit“. Beide wollen Kräfte bündeln und sich beim Komfort für die Gäste (auch unterm Sonnenschirm) und bei der Bewirtung gegenseitig unter die Arme greifen. Eben als gute Nachbarn auf der Piazza.

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