Sendener Initiative macht sich für grüne und blühende Vorgärten stark
Naherholung vor der Haustür

Senden -

Eine private Sendener Initiative möchte Hausbesitzer und Häuslebauer von den Vorzügen naturnaher Vorgärten überzeugen. Öffentliche Präsentationen, Vorträge, ein Flyer und die Zusammenarbeit mit Fachbetrieben und der Gemeinde Senden sollen dazu Beiträge leisten.

Dienstag, 25.06.2019, 14:36 Uhr aktualisiert: 25.06.2019, 18:02 Uhr
In der Gemeinde Senden gibt es bereits zahlreiche Beispiele für blühende und naturnah gestaltete Vorgärten. Sie unterstützen die Artenvielfalt und erfreuen das Auge des Betrachters.
In der Gemeinde Senden gibt es bereits zahlreiche Beispiele für blühende und naturnah gestaltete Vorgärten. Sie unterstützen die Artenvielfalt und erfreuen das Auge des Betrachters. Foto: sff

Schotter, Kies und Splitt haben sich statt blühender Blumen in den Sendener Vorgärten immer stärker breitgemacht. „Man muss sich wundern, dass bei uns im ländlichen Raum die grünen Vorgärten verschwinden. Vielleicht ist es Zeitgeist, alles geordnet zu haben“, so Klaus Dallmeyer , der gemeinsam mit einigen Mitstreitern diesem Trend entgegenwirken möchte. Daher hat der Sendener mit Angelika Emschove, Christiane Ihl, Sandra Maaß und Rolf Wiederkehr , unterstützt von Gartenbaubetrieben sowie der Gemeinde Senden, eine „Vorgarten-Initiative“ ins Leben gerufen.

„Wir haben festgestellt, dass das Thema große Resonanz in der Bevölkerung findet“, sagte Dallmeyer, als er die Initiative während der jüngsten Umweltausschusssitzung vorstellte. „Wir wollen überzeugen, nicht überreden“, betonte der Ausschussvorsitzende Rolf Wiederkehr (Grüne). Dallmeyer hob dazu die Vorteile naturnaher Vorgärten hervor: Sie unterstützten die Artenvielfalt, leisteten einen Beitrag gegen das Insektensterben und gegen den Klimawandel. Sie seien zudem eine Art „Naherholungsgebiet“ vor der eigenen Haustür und seien mit Blick auf die Bewusstseinsbildung, insbesondere für Kinder, „pädagogisch äußerst sinnvoll“.

In Kooperation mit Fachbetrieben möchte die Initiative Vorschlaglisten mit ökologisch wertvollen, pflegeleichten sowie robusten Stauden und Gräsern für unsere Klimaregion ausarbeiten. Die Gemeinde stellt an stark frequentierten Stellen wie Rathaus und Cabrio-Bad kleine Flächen zur Verfügung, die als „Muster-Vorgärten“ dienen.

„Wir finden die Initiative großartig“, kommentierte Prof. Dr. Martin Lühder (CDU). Und Bernd Sparenberg (FDP) pflichtete bei: „Das Vorhaben fügt sich in das Bewusstsein ein, das sich in Senden breit macht.“ Jürgen Hensel (SPD) schlug vor, Häuslebauern Gutscheine für die Vorgartenbepflanzung an die Hand zu geben. Diese Gutscheine könnten – verbunden mit Anregungen – in einem Sendener Fachbetriebe eingelöst werden. Dieser Vorschlag stieß bei den anderen Fraktionen auf Zustimmung.

Vortrag und öffentliche Vorstellung geplant

Die Sendener Initiative plant für den 5. September (Donnerstag) einen ersten Vortrag zum Thema „Pflegeleichte Vorgärten“. Als Referentin ist die Lüdinghauser Garten- und Landschaftsarchitektin Gabriele Christensen vorgesehen. Ferner will sich die initiative am 22. September (Sonntag) im Rahmen des „Sendener Herbstes“ öffentlich vorstellen, Infos von Fachfirmen und einen Flyer, der in Bearbeitung ist, anbieten. Die Initiative steht via E-Mail: vorgaerten-senden@web.de für Anregungen und weitere Infos zur Verfügung.

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