Bürgerpreis der Gemeinde Senden wird im Dezember erstmals verliehen
Auszeichnung als Ansporn

Senden -

Statt des Umweltpreises vergibt die Gemeinde Senden in diesem Jahr zum ersten Mal einen mit 1500 Euro dotierten Bürgerpreis. Mit der Auszeichnung können soziales Engagement, Hilfe in der Nachbarschaft oder im Verein, Aktivitäten für Natur und Umwelt, kulturelles Engagement oder besondere Gemeinschaftsprojekte gewürdigt werden.

Mittwoch, 17.07.2019, 12:10 Uhr
Der Gemeinderat (Archivbild) sprach sich einstimmig für die Einführung eines Bürgerpreises der Gemeinde Senden aus.
Der Gemeinderat (Archivbild) sprach sich einstimmig für die Einführung eines Bürgerpreises der Gemeinde Senden aus. Foto: di

Der Termin für die Premiere steht schon fest: Am 5. Dezember soll der „Bürgerpreis der Gemeinde Senden“ erstmals verliehen werden – am internationalen „Tag des Ehrenamtes“. Nach Diskussionen im Umwelt- und Sozialausschuss sowie im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates das Thema abgeschlossen. Einstimmig votierten die Mandatsträger dafür, diese neue Auszeichnung auszuloben.

Sie tritt an die Stelle des Umweltpreises, für den es zuletzt immer schwieriger wurde, geeignete Bewerber zu finden. Das Thema Umwelt verschwindet aber nicht von der Agenda, sondern der Bürgerpreis würdigt die volle Breite des ehrenamtlichen Einsatzes in der Gemeinde. Ob soziales Engagement, Hilfe in der Nachbarschaft, im Verein, Aktivitäten für Natur und Umwelt, kulturelles Engagement oder besonders zu würdigende Gemeinschaftsprojekte – die Bereiche, aus denen Preisträger kommen können, sind breit.

Der Bürgerpreis kann an einzelne Bewohner Sendens oder an Vereine, Gruppen und Initiativen vergeben werden. Die Dotierung beläuft sich auf 1500 Euro, die von der Sparkasse Westmünsterland bereitgestellt werden. Der Betrag, der gegenüber dem Umweltpreis um 500 Euro aufgestockt wurde, kann auf mehrere Preisträger aufgesplittet werden. Wer die Ehrung und eine finanzielle Geste in welcher Höhe erhält, entscheidet eine Jury. Über deren Zusammensetzung war in den parlamentarischen Gremien diskutiert worden. Ebenso wie über die Frage, ob womöglich „Galionsfiguren“ ins Rampenlicht gestellt und damit ganze Initiativen vor den Kopf gestoßen werden könnten. Dass die Anerkennungskultur für das Ehrenamt aber forciert werden sollte, darin herrschte bei vielen Mandatsträgern Übereinstimmung.

Wer übernimmt die Aufgabe, Preisträger, die der Auszeichnung würdig und ein Ansporn für andere sein sollen, auszuwählen?

In der vom Rat jetzt verabschiedeten Form der Richtlinien wurde verankert, dass unter den Jurymitgliedern, die vom Gemeinderat auf zwei Jahre gewählt werden, die Ortsteile vertreten sein sollen. Nicht nur Repräsentanten aus Senden, Ottmarsbocholt (mit Venne) und Bösensell sollen in dem Entscheidungszirkel sitzen, sondern auch unterschiedliche Generationen. „Wir müssen die Jugend ins Boot holen“, hieß es dazu gegenüber den WN aus dem Rathaus. Daher sollen je zwei Personen unter 30 Jahre und dieselbe Anzahl Vertreter der Jury über 30 Jahre alt sein.

Für die vier Plätze aus der Bürgerschaft soll ein öffentlicher Aufruf erfolgen, so die Gemeinde. Interessierte können sich bei der Gemeindeverwaltung melden und werden, mit den anderen Angehörigen der Jury, dem Gemeinderat vorgeschlagen. Die Politik bekommt ebenfalls ihren Part in dem Kreis, der die Preisträger bestimmt, zugewiesen: Die Vorsitzenden jeweils von Sozial- und Umweltausschuss sollen zur Jury zählen, ebenso wie zwei Vertreter der Gemeindeverwaltung. Zum Auswahlgremium soll überdies ein ehemaliger Preisträger gehören, der im aktuellen Auszeichnungsjahr aber nicht in irgendeiner Form von der Preisvergabe betroffen sein darf. Generell ist es jedoch möglich, dass ein engagierter Mitbürger, der den Bürgerpreis der Gemeinde bereits erhalten hat, nochmals ausgezeichnet wird.

Das sehen die nun verabschiedeten Richtlinien vor, deren Entwurf von Susanne Espenhahn, Beauftragte der Gemeinde für Ehrenamtsförderung und Demografie, und der kommunalen Klimaschutzmanagerin Petra Volmerg federführend erarbeitet und durch die politische Debatte ergänzt worden war.

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