Arbeiten an der Steverhalle im Zeitplan – Abschluss erst im dritten Quartal 2020
„Zukunftsweisende Modernisierung“

Senden -

Die 4,8 Millionen Euro teure Sanierung und Modernisierung der Steverhalle liegt im Zeitplan. Da mittlerweile auch die Förderzusagen des Landes vorliegen, kann der zweiten Bauabschnitt nahtlos folgen. Mit der Fertigstellung des Gebäudes ist allerdings erst im dritten Quartal 2020 zu rechnen.

Freitag, 19.07.2019, 16:40 Uhr aktualisiert: 19.07.2019, 17:34 Uhr
Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt zur Sanierung und Modernisierung der Steverhalle sind weit fortgeschritten: Die aufwendige Konstruktion über dem alten Tonnendach (rechts im Bild) ist komplett fertig. Ende Juli kommen die Dachdecker. Das tiefer liegende Flachdach ist von der undichten Dämmung befreit und abgedichtet worden. Sobald das Gerüst abgebaut ist, wird dort eine neue Dämmung angebracht.
Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt zur Sanierung und Modernisierung der Steverhalle sind weit fortgeschritten: Die aufwendige Konstruktion über dem alten Tonnendach (rechts im Bild) ist komplett fertig. Ende Juli kommen die Dachdecker. Das tiefer liegende Flachdach ist von der undichten Dämmung befreit und abgedichtet worden. Sobald das Gerüst abgebaut ist, wird dort eine neue Dämmung angebracht. Foto: sff

Baustopp scheint an der Steverhalle zu herrschen. Denn Handwerker sind seit Tagen weder auf dem Dach noch auf dem weitläufigen Gerüst zu sehen. Doch der Eindruck täuscht: „Die Stahlbauer sind früher fertig geworden als erwartet. Darum laufen zurzeit keine Handwerkerarbeiten. In der übernächsten Woche rücken die Dachdecker wie geplant an. Dann geht es weiter“, freut sich Beate Malsch , dass Sanierung und Modernisierung im vorgesehenen Zeitrahmen liegen. „Außerdem“, ergänzt die Architektin der Gemeinde Senden, „laufen andere Tätigkeiten im Hintergrund weiter, zum Beispiel die Projektierungsausarbeitung der Fachplaner für die technischen Gewerke wie Heizung, Sanität und Lüftung.“ Zusätzlich werden die Ausschreibungen für den zweiten Bauabschnitt des rund 4,8 Millionen Euro teuren Projektes vorbereitet, das zu 50 Prozent durch Städtebaumittel gefördert wird. Darüber hinaus finanziert die Gemeinde Senden eine rund 90 000 Euro teure Photovoltaik-Anlage komplett aus eigener Kasse.

„Da die Förderzusagen des Landes vorliegen, werden wir nahtlos vom ersten in den zweiten Bauabschnitt übergehen können“, erklärt Malsch. Gleichwohl müssen sich Schulen, Sportvereine und andere Nutzer wegen der umfangreichen Modernisierungsarbeiten im Inneren der Steverhalle voraussichtlich noch bis zum „dritten Quartal 2020“ gedulden, so Malsch.

Ende Februar begann die Demontage der alten Lüftungsanlage und der Dachflächenheizung. Anschließend wurden die Flachdächer von der undichten Dämmung befreit und mit einer ersten Abdichtung versehen. Parallel entstanden zwei Anbauten, in denen künftig die neue Lüftungsanlage ihren Platz findet. „Sie wird gerade projektiert und soll im Herbst eingebaut werden“, berichtet die Architektin.

Hallenwart Nils Falk macht darauf aufmerksam, „dass das Tragwerk des neuen Tonnendaches komplett fertig montiert ist“. Nach der Eindeckung überstülpt es das darunter liegende alte Dach wie eine „zweite Haut“, sodass das architektonische Bild der Steverhalle erhalten bleibt. Malsch geht davon aus, dass das in etwa vier Wochen der Fall sein wird. Im Anschluss kann die Photovoltaik-Anlage montiert werden. „Bis dahin wird das Gerüst gebraucht. Erst wenn es abgebaut ist, kann die Dämmung auf den Flachdächern aufgebracht werden“, erläutert Falk. „Wenn alles nach Plan läuft, werden im September auch die sechs neuen großen Hallenfenster eingebaut“, ergänzt die Architektin. Die neue Lüftungsanlage soll im Herbst geliefert und montiert werden.

Im zweiten Bauabschnitt wird das Flachdach des Foyers samt Lichtband erneuert, das dann den Standards eines verbesserten Wärme- und Schallschutzes entspricht. Schließlich geht es im Inneren der multifunktional genutzten Halle weiter. So wird unter anderem die Decke mit einer LED-Beleuchtung sowie mit Deckenstrahlheizkörper ausgestattet. „Bisher wurde über die Lüftung, wie mit einem Föhn, warme Luft in die Halle reingepustet, was energetisch nicht sinnvoll ist“, erläutert Falk. Zur Energieerzeugung werden die alten Gaskessel durch Gasbrennwertkessel ersetzt.

„Bei der ganzheitlichen Planung, vor allem für den Innenausbau, wurde intensiv mit dem hiesigen Inklusionsbeirat zusammengearbeitet“, erklärt die Architektin. „Die besprochenen Maßnahmen werden umgesetzt, zum Beispiel der Einbau einer Hörschleife in der Halle und die Montage von Akustikelementen im Foyer.“ Auf eine Änderung, die allen Sportlern zugutekommt, macht Malsch besonders aufmerksam: „Die Halle bekommt abschließend einen neuen gelenkschonenden Schwingboden. Da die Halle multifunktional genutzt wird, werde der Boden als Holzparkettboden ausgeführt, so können gleichermaßen Sport-, Schul-, Kultur-, Freizeit-, und Wirtschaftsveranstaltungen dort stattfinden.

Die Steverhalle ist die größte Veranstaltungshalle im Kreis Coesfeld und bietet durch ihre Struktur viele Nutzungsmöglichkeiten. „Mit den Sanierungsmaßnahmen erhalten wir ein modernes Gebäude mit effizienter Gebäudetechnik. Und der Einsatz erneuerbarer Energien weist den Weg in die Zukunft – auch im Hinblick auf die späteren Betriebskosten“, resümiert Malsch. Demografisch bedingte Modernisierungsmaßnahmen, energetische Sanierungen und die Umsetzung einer nachhaltigen Planung führten zur Optimierung der Gebäudestruktur. „Sie tragen somit zur Werterhaltung und Wertsteigerung des Hallengebäudes bei“, versichert die Architektin.

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