Spende und Fördervertrag an Schloss-Verein übergeben
„Schmuckstück für Senden entsteht“

Senden -

Über Zuwendungen im Doppelpack freut sich der Verein Schloss Senden: Sigrid Karliczek, Ortskuratorin Münster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, überbrachte einen Fördervertrag über 100 000 Euro. Der Münsteraner Erhard Obermeyer spendete 1250 Euro für die denkmalgerechte Restaurierung des historischen Gebäudes.

Sonntag, 21.07.2019, 15:19 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 14:30 Uhr
Glückliche Gesichter bei der Übergabe des Fördervertragens (v.l.): zweiter Vorsitzender Dr. Franz Waldmann, Angela Klucken-Barding (Förderin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz), Architekt Bernhard Mensen, Sigrid Karliczek (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Bürgermeister Sebastian Täger, Geschäftsführerin Dr. Martina Fleßner.
Glückliche Gesichter bei der Übergabe des Fördervertragens (v.l.): zweiter Vorsitzender Dr. Franz Waldmann, Angela Klucken-Barding (Förderin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz), Architekt Bernhard Mensen, Sigrid Karliczek (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Bürgermeister Sebastian Täger, Geschäftsführerin Dr. Martina Fleßner. Foto: Bastian Becker

Seit 2015 setzt sich der Verein „Schloss Senden e.V.“ erfolgreich für die denkmalgerechte Restaurierung des Schlosses ein. Und die Fortschritte sind deutlich erkennbar. Doch trotz der Unterstützung durch die Gemeinde Senden und Spenden aus der Bevölkerung ist weiterhin ein Menge finanzielle Unterstützung notwendig, um das Projekt zu vollenden. Am Samstag freuten sich der zweite Vorsitzende Dr. Franz Waldmann und Geschäftsführerin Dr. Martina Fleßner gleich über einen Doppelpack an Zuwendungen.

Einen Fördervertrag in Höhe von 100 000 Euro überbrachte Sigrid Karliczek , Ortskuratorin Münster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ( DSD ). Schloss Senden ist eines von 460 Projekten, das die DSD dank Spenden und der Unterstützung der Lotterie WestLotto in NRW fördert. Bereits 2016 und 2017 erhielt „Schloss Senden e.V.“ Unterstützung bei der Restaurierung des Rombergtraktes und des Manneshauses. Das aktuelle Geld soll in die Sanierung der Musterachse des Herrenhauses fließen.

„Diese Förderung der DSD ist für uns nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine riesige moralische Unterstützung“, freute sich Fleßner. „Seit ich dem Schloss Senden 2016 zum ersten Mal einen Fördervertrag übergeben durfte, hat sich hier unheimlich viel getan“, stellte Karliczek fest und ergänzte: „Ich bin überzeugt davon, dass Senden stolz darauf sein wird, dass ein solches Schmuckstück entsteht.“

Bürgermeister Sebastian Täger berichtete: „Das Projekt wird auch in der Bevölkerung wahrgenommen und man sieht, dass sich etwas tut.“ Aufgrund der Zugehörigkeit des Schlosses zur 100 Schlösser Route habe der Tourismus in Senden „ein Riesenpotenzial“.

Eine vierstellige Summe kam anlässlich des 80. Geburtstags von Erhard Obermeyer zusammen. Der langjährige Leiter der Stadtredaktion Münster der Westfälischen Nachrichten hat im April das achte Lebensjahrzehnt vollendet. „Ich habe darum gebeten, statt persönlichen Geschenken für die Denkmalstiftung zu spenden“, erläuterte Obermeyer. Es kamen 1250 Euro zusammen. „Das ist eine noble Form des Mäzenatentums und beispielgebend“, würdigte Waldmann das Engagement des Münsteraners. Obermeyer ist dem Denkmalschutz schon lange verbunden: „Das Schloss ist durch die Funnemann-Schule ein absoluter Begriff und viele Münsteraner sind früher zum Kaffeetrinken hierher gefahren.“ Die Spender hatte er zu einem Rundgang um und durch das Schloss mit anschließendem Essen eingeladen. Waldmann erläuterte fachkundig die einzelnen Bestandteile und dankte dem anwesenden Architekten Bernhard Mensen. Zu den Gästen zählte auch Gesine Freifrau Droste zu Senden, deren Ahnen über Jahrhunderte im Besitz des Schlosses waren.

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