Erste Turmbesteigung
„Sahnehäubchen“ von 850 Kilo

Senden -

Sie haben einen wesentlichen Anteil daran, dass der Turm des Schlosses in Senden restauriert werden konnte. Jetzt kamen die Spender, die rund 10 000 Euro für das Projekt beigesteuert hatten, in den Genuss, als erste den Turm besteigen zu dürfen.

Sonntag, 28.07.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 29.07.2019, 15:27 Uhr
Der zweite Vorsitzende Dr. Franz Waldmann (r.) führte die Spender auf den restaurierten Turm von Schloss Senden und erläuterte die weiteren Pläne des Vereins.
Der zweite Vorsitzende Dr. Franz Waldmann (r.) führte die Spender auf den restaurierten Turm von Schloss Senden und erläuterte die weiteren Pläne des Vereins. Foto: Becker

Als „Sahnehäubchen“ bezeichnete Dr. Franz Waldmann , zweiter Vorsitzender des Vereins „Schloss Senden“, die Spitze des Südturms. 850 Kilogramm wiegen die drei Teile aus veredeltem Stahl, die oben aneinandergeschraubt wurden, die Spitze alleine ist 10,60 Meter hoch.

Die Gäste, die am Freitagabend die ersten waren, die den wieder in Stand gesetzten Turm begehen durften, hatten einen nicht unerheblichen Teil zum Gelingen des „Bauwunders Südturm“ (Waldmann) beigetragen. Denn etwa 120 Spender hatten gut 10 000 Euro für das Projekt beigesteuert. „Die optimistischsten Prognosen sind übertroffen worden“, freute sich Waldmann angesichts von insgesamt über 20 000 Euro Spendensumme für Balkon – Einweihung vor vier Wochen – und Südturm.

Es kommen inzwischen Leute eigens, um sich dieses Objekt anzuschauen.

Dr. Franz Waldmann

Der Verein bedankte sich, indem er diese zu der Veranstaltung mit Sektempfang einlud. „Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken, denn der Südturm war nicht Gegenstand der Förderung“, erinnerte Waldmann in seiner Rede an das Publikum. Zudem bedankte er sich beim Land, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Gemeinde, dem LWL und seinen Mitstreitern im Verein. „Es kommen inzwischen Leute eigens, um sich dieses Objekt anzuschauen“, betonte Waldmann den Stellenwert des Turms.

Führung im Schloss Senden

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  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker
  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker
  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker
  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker
  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker
  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker
  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker
  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker
  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker
  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker
  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker
  • Den Südturm des Schlosses Senden erkundeten Besucher. Foto: Becker

Neben der Spitze waren Dach, Haube, Fugen und Sandsteingewölbe seit Oktober vergangenen Jahres restauriert worden. Dabei wurde aus Gründen der Wetterfestigkeit das ursprüngliche Schieferdach durch eine Blechvariante ersetzt. Der Südturm war 1899 eingeweiht worden, die ursprüngliche Haube wurde Ende des Zweiten Weltkriegs von einem notlandenden Tiefflieger mitgerissen. Bei der Turmbegehung, die aufgrund der großen Teilnehmerzahl auf drei Gruppen verteilt erfolgte und von Waldmann und Volontär Lennart Pieper fachkundig begleitet wurde, konnten die interessierten Zuhörer unter anderem die hölzerne Haube von innen betrachten.

Die nächsten Aufgaben

„Bei unserem Einstieg haben wir eine Ruine vorgefunden“, blickte Waldmann auf den Beginn der Sanierungsarbeiten zurück. „Lange Wege brauchen einen langen Atem“, blickte er zugleich voraus auf die anstehenden Aufgaben. Als nächstes wird die Musterachse an einem Teil des Herrenhauses (Giebel, Fensterwände und Fenster) in Stand gesetzt.

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