Ottmarsbocholterinnen gründen Familienkreis/Einsatz für Knochenmarkspenden
Anderen und sich selbst Gutes tun

Ottmarsbocholt -

Sie haben Freude an Gemeinschaft, Austausch und sozialem Engagement. Auf dieser gemeinsamen Basis haben Frauen aus Ottmarsbocholt einen Familienkreis gegründet mit dem Ziel, sich selbst, ihren Familien und ihrem Heimatdorf Gutes zu tun.

Donnerstag, 01.08.2019, 13:01 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 14:24 Uhr
Mit Spaß am privaten und sozialen Engagement haben diese Ottmarsbocholterinnen einen Familienkreis gegründet.
Mit Spaß am privaten und sozialen Engagement haben diese Ottmarsbocholterinnen einen Familienkreis gegründet. Foto: sff

Wie kommt man auf den Gedanken, einen Familienkreis zu gründen? Auf diese Frage gibt Pia Schemmer freundlich lächelnd eine simple Antwort: „Wir saßen bei mir im Freundeskreis zusammen. Und da entstand die Idee, etwas Gutes zu tun für die Familien und die Kinder, aber auch für das Dorf.“ Franziska Lindfeld stimmt ihr kopfnickend zu: „Ja, der Funke ist schnell übergesprungen. Dann suchten wir aber einen Verein, dem wir uns anschließen konnten.“

Aufgrund der sozialen Ausrichtung bot sich die Kolpingsfamilie als Träger der Initiative an und stellte sogleich „Geburtshilfe“ zur Verfügung: Carolin Olbrich , Bildungsreferentin des Kolpingwerkes in Coesfeld, kam nach Ottmarsbocholt und versorgte die Frauen mit praktischen Tipps zum Aufbau und zur Organisation der Gruppenarbeit.

„Uns geht es im Familienkreis vor allem um Austausch und Geselligkeit. Dazu treffen wir uns einmal im Monat, unterhalten uns oder gehen essen“, erzählt Susanne Wieging. Der Ursprungsgedanke, „etwas Gutes fürs Dorf zu tun“, schwingt bei den Treffen, über die übrigens Protokoll geführt wird, weiterhin mit. „Wir haben dabei alle im Blick: vom kleinsten Laufrad bis zum Rollator“, sagt Franziska Lindfeld. So haben die Frauen mittlerweile eine eigen Spielgruppe für Kinder im Kita-Alter gegründet.

In seiner ersten öffentlichen Aktion beteiligt sich der Familienkreis an einer Stammzellen-Typisierung, die in Rahmen der „Sommerkirche Auf der Horst“ am 25. August (Sonntag) geplant ist. Anlässlich des 160-jährigen Bestehens des Kolpingwerkes Diözesanverbandes Münster ist es Ziel, in Ottmarsbocholt 160 Menschen zu finden, die sich als potenzielle Stammzellen-Spender bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) registrieren lassen. „Für einen so kleinen Ort ist das ein ehrgeiziges Ziel“, räumt Pia Schemmer ein, die sich angesichts des starken Zusammengehörigkeitsgefühls in Ottmarsbocholt optimistisch gibt.

Mittlerweile zählt der Familienkreis 17 Mitglieder im Alter zwischen 28 und 36 Jahren – unter ihnen 15 Mütter mit Kindern im Alter zwischen null und sechs Jahren. „Die Gruppe besteht zwar nur aus Frauen, die Männer gehören aber auch dazu. Sie haben eine Whats­App-Gruppe gegründet und auch schon Vatertag gefeiert“, sagt Laura Hibbe. „Und sie passen auf die Kinder auf, wenn wir uns treffen“, fügt Pia Schemmer schmunzelnd hinzu. Einen Grundsatz der Initiative hebt Laura Hibbe besonders hervor: „Wir sind für alle offen, nicht nur für Familien mit Kindern, sondern auch für Paare oder Alleinerziehende. Religionszugehörigkeit und Herkunft spielen keine Rolle.“

Vorbild für die Frauen ist der erste Ottmarsbocholter Familienkreis, der vor rund 30 Jahren von Theresia Rave initiiert wurde. Obwohl die Kinder schon lange aus dem Haus sind, trifft sich die Gruppe auch heute noch in geselliger Runde.

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