Glasfaser-Ausbau im Außenbereich
Vorbild für Niedersachsen

Senden -

Senden ist eine der ganz wenigen Kommunen in Deutschland mit bald 100-Prozent-Glasfaser-Ausbau. Wie das gelingen konnte, dafür kann die Stevergemeinde auch im Flächenbundesland Niedersachsen ein „lohnendes Beispiel“ sein, so eine Delegation des Wirtschaftsministeriums aus Hannover bei einer Visite in Senden.

Mittwoch, 07.08.2019, 19:18 Uhr
Seit dem Glasfaserausbau in Schölling-Holtrup sammeln die Landwirte Erfahrungen, die auch Fachleute aus Niedersachsen interessieren.
Seit dem Glasfaserausbau in Schölling-Holtrup sammeln die Landwirte Erfahrungen, die auch Fachleute aus Niedersachsen interessieren. Foto: di

Marc Füstmann ist ein Landwirt, der die Fruchtfolge gewechselt hat: Er konzentriert sich inzwischen ganz auf das Thema Glasfaserausbau im Außenbereich. Auf diesem buchstäblichen Feld war er im Pilotprojekt in Schölling-Holtrup tätig. Sein „Hobby“ hat er zu einem neuen Beruf gemacht. Und dient damit als Indikator dafür, dass Senden als Glasfaser-Gemeinde Vieles ins Rollen gebracht hat. Und zwar unter Beachtung, die über kommunale und Landesgrenzen hinweg bis ganz Deutschland reicht, wie Gerda Meppelink, Unternehmenssprecherin der Deutschen Glasfaser resümierte.

Keine allzu kühne Behauptung, denn Meppelink zog dieses Fazit im Gespräch mit einer Delegation des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, die am Mittwoch Senden besuchte. Um sich dort Anregungen zu verschaffen. „Senden ist ein interessantes Beispiel“, räumte Stefan Muhle , Staatssekretär für Digitalisierung, im Gespräch mit den WN ein. Denn: In der Stevergemeinde gebe es „Ansätze“, die man in das Nachbarbundesland „transportieren“ könne. Die Vorgehensweise, Senden zu einer 100-Prozent-Glasfaser-Kommune zu machen – die bundesweit noch selten sind, wie Sendens Wirtschaftsförderer Niklas Esser unterstrich – , könne für den Ausbau in seinem Flächenbundesland ein „lohnendes Beispiel“ sein, sagte Muhle.

Senden als Schablone: Wirtschaftsförderer Niklas Esser, Alfons Schräder, Marc Füstmann und Vertreter der Deutschen Glasfaser im Gespräch mit Staatssekretär Stefan Muhle.

Senden als Schablone: Wirtschaftsförderer Niklas Esser, Alfons Schräder, Marc Füstmann und Vertreter der Deutschen Glasfaser im Gespräch mit Staatssekretär Stefan Muhle. Foto: di

Zum Erfolgsrezept in Senden stellte Füstmann im Kreis dieser Runde heraus, gehöre nicht – „wie typisch in Deutschland“ – , die Schwierigkeiten in den Vordergrund zu stellen, sondern dass es eine Lösung gebe. Bekenntnis und Begeisterung für Glasfaser müssten „von ganz oben angefacht werden“, forderte Füstmann.

Alfons Schräder, Initiator und Motor des Ausbaus in Schölling-Holtrup und dem gesamten Außenbereich, pochte darauf, von Anfang an klare Regeln aufzustellen und diese auch einzuhalten.

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