Die Terrassen zur Stever sind fertig – aber:
Der Deibel steckt im Detail

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Der Zugang zur Stever, der auf Höhe des evangelischen Gemeindezentrums das Gewässer erlebbar machen soll, ist längst fertig: eine Beton-Terrasse mit Rampe und Treppe. Was fehlt, ist das Geländer, das durch ein hölzernes Provisorium ersetzt worden ist. Doch auch hier meldet das Bauamt „Vollzug“.

Donnerstag, 08.08.2019, 18:16 Uhr aktualisiert: 08.08.2019, 18:30 Uhr
Einige der Alleebäume, die den Weg an der Stever säumen, müssen ausgetauscht werden.
Einige der Alleebäume, die den Weg an der Stever säumen, müssen ausgetauscht werden. Foto: di

Gut Ding will Weile haben – lautet eine Volksweisheit. Dass darin mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit steckt, diese Erkenntnis dürfte fast schon zum Alltag gehören in der Bauverwaltung. Denn: Selbst wenn größere Maßnahmen schon in trockenen Tüchern sind, steckt der Deibel mitunter im Detail – so auch beim Geländer für die Stever-„Terrasse“ auf Höhe des evangelischen Gemeindezentrums.

Dort zieht seit Monaten ein hölzernes Provisorium die Blicke auf sich und löst bei manchem Passanten ungläubiges Kopfschütteln aus: „Wieso geht’s nicht weiter . . .?“

Der Pfropfen lauert aber keineswegs im Rathaus, sondern besteht im Tempo des beauftragten Metallbauers (der womöglich aber auch nur mit noch immer dicken Auftragsbüchern zu kämpfen hat).

Das hölzerne Provisorium soll jetzt durch das endgültige Geländer ersetzt werden.

Das hölzerne Provisorium soll jetzt durch das endgültige Geländer ersetzt werden. Foto: di

Jedenfalls: Am kommenden Dienstag soll es kommen, das schmucke Geschmeide, das mehrere Arbeitsstufen durchlaufen muss, bis es an dem renaturierten Gewässer fest installiert werden darf. Dies teilt Erwin Oberhaus , Projektleiter im kommunalen Bau-Ressort, auf WN-Anfrage mit. Das Geländer sei fertig geschweißt und verzinkt, was bis zum Anbau noch fehlt, sei die endgültige Pulverbeschichtung, deren Farbton dem neuen Corporate-Design in Senden entspricht, das sich beispielsweise bei den Laternen wiederfindet, an die sich die Metallarbeit anpasst.

Moderne und komfortable Bänke, das für den Ortskern ausgewählte Modell, werden an der Beton-Terrasse, die per Treppen und Rampe einen Zugang zur Stever als erlebbarem Flüsschen ermöglichen soll, ebenfalls noch aufgestellt. Auch sie sind längst bestellt, die Lieferzeit betrage derzeit aber mehr als ein Vierteljahr.

Während die bautechnische Seite somit alsbald abgeschlossen sein dürfte, hadert die Verwaltung noch mit der Flora. In der Baumallee, die abwechselnd Linden und Eichen bilden, sind mehrere Pflanzen nicht angegangen, bedauert Oberhaus. Nicht zuletzt die chronische Trockenheit und das abgesunkene Grundwasser forderten ihren Tribut, so der Mitarbeiter des Bauamtes. Da die Baumschule jedoch eine Anwuchsgarantie gewähre, sei diese jetzt in der Pflicht, hieß es im Rathaus.

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