Bürgerstiftung Senden steht kurz vor Gründung
Satzung fehlt letzter „Stempel“

Senden -

Die Bürgerstiftung Senden wollte schon längst ihre praktische Arbeit aufnehmen. Doch die Abstimmung mit den Behörden über die Satzung dauert an. Der Gründerkreis peilt jetzt an, Ende Oktober die Bevölkerung informieren zu können. Erste Zuwendungen fließen bereits.

Samstag, 17.08.2019, 14:00 Uhr
Die Akte wächst: Karl-Heinz Walpurgis und seine Mitstreiter in der „Keimzelle“ Bürgerstiftung haben viele Dokumente und Schriftwechsel im Ordner gesammelt, hoffen aber, dass die bereits entworfene Einladung an die Bevölkerung jetzt gedruckt werden kann.
Die Akte wächst: Karl-Heinz Walpurgis und seine Mitstreiter in der „Keimzelle“ Bürgerstiftung haben viele Dokumente und Schriftwechsel im Ordner gesammelt, hoffen aber, dass die bereits entworfene Einladung an die Bevölkerung jetzt gedruckt werden kann. Foto: di/Dirk Frerichmann

Papier ist geduldig, sagt der Volksmund. Doch manchmal verlangt es auch Geduld, bis etwas, das auf dem Papier steht, in die Wirklichkeit überführt werden kann. In eben jener Phase steckt die „Keimzelle“ der Bürgerstiftung Senden. Sie hat bisher viel mit Papier zu tun – ihrer eigenen Satzung. Und würde doch so gerne ins pralle Leben springen und tätig werden. Wie der Name es vorgibt – für die Bürger in Senden.

Denn „in die Bresche springen und fördern“, das ist der Anspruch der Stiftung. Und so lautete auch die Überschrift eines WN-Berichtes vom 19. Januar. Dort war die „Keimzelle“, in der sich elf Personen unterschiedlichen Alters (auch jüngere sind darunter) und verschiedener beruflicher Herkunft zusammengeschlossen haben, davon ausgegangen, Ende Februar/Anfang März in einer Bürgerversammlung informieren zu können. Jetzt hofft der Gründer-Kreis, Ende Oktober über das Konzept der Stiftung berichten zu können.

Einladung an die Bürger schon entworfen

Die gestaltete Einladung zum Info-Abend im Rathaus samt Editorial von Bürgermeister Sebastian Täger und dem Sprecher der Stiftung in Gründung, Karl-Heinz Walpurgis , liegt bereits im Entwurf vor. Damit sie gedruckt werden kann, muss nur noch das Datum ergänzt werden.

Der Schritt in die Öffentlichkeit ist sehr bedeutsam. Denn aus der Bevölkerung sollen Anregungen kommen, welche Projekte die Stiftung anstoßen beziehungsweise fördern soll. „Ideen sind willkommen“, unterstreicht Karl-Heinz Walpurgis. Doch nicht nur Anstöße sollen aufgenommen und abgewogen, sondern auch die Bürgerschaft informiert werden. „Die Bevölkerung soll genau wissen, was mit dem Geld passiert“, hebt Walpurgis hervor.

Langwierige Abstimmung mit Behörden

Er bezeichnet die Abstimmung mit Bezirksregierung und Oberfinanzdirektion insgesamt als „sehr kons­truktiv“. Sie ist aber eben auch langwierig.

Hintergrund sei, dass die Anforderungen an die Gemeinnützigkeit verschärft worden seien. Mit einem Satzungsentwurf, der sich an Vorlagen des Bundesverbandes der Bürgerstiftungen orientiert habe, seien die Sendener nicht mehr ins Ziel gelangt. Um die Intention auf den Punkt zu bringen, zitiert Walpurgis Prof. Dr. Bernd Andick, Jurist und Stiftungsexperte: „Bürgerstiftungen sind Ausdruck von Freiheit und Verantwortung, sind gelebter Bürgersinn – ein Beispiel, dass Menschen sich umeinander kümmern und solidarisch zusammenhalten.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6853689?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Von der Dusche in die „Sing offs“
Moderatorin Lena Gercke (Mitte) hob den Arm von Denis Henning (r.) wie nach einem Boxkampf als Battle-Sieger in die Höhe.
Nachrichten-Ticker