Pflege und Wohnen: Baustart an Holtruper Straße
Spatenstich für ein ganzes Quartier

Senden -

Das wohl größte Bauprojekt Senden feiert seinen Baustart: Auf dem ehemaligen Sportplatz fand der erste Spatenstich für eine stationäre Pflegeeinrichtung mit 69 Plätzen sowie Tages- und Kurzzeitpflege. Gleichzeitig entstehen binnen 18 Monaten 50 Wohnungen, knapp die Hälfte ist öffentlich gefördert.

Mittwoch, 21.08.2019, 17:44 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 14:50 Uhr
Bevor Beton gegossen wird, griffen Vertreter der Bauherren, der Kirchengemeinde St. Laurentius und der politischen Gemeinde zu den Spaten für den symbolischen Baustart.
Bevor Beton gegossen wird, griffen Vertreter der Bauherren, der Kirchengemeinde St. Laurentius und der politischen Gemeinde zu den Spaten für den symbolischen Baustart. Foto: di

Beim ersten Spatenstich waren die „Schüppen“ nicht rar. Sieben Exemplare steckten im eigens aufgeschichteten Erdhügelchen, zwei weitere kamen noch hinzu für den symbolischen Startschuss – zu einem Projekt, bei dem größere Kaliber an Baugerät zum Einsatz kommen: Anfang September soll der Anfang sein für die Baumaßnahmen auf dem ehemaligen Sportplatz Holtruper Straße.

Nachhaltigkeit statt Gewinnmaximierung.

Bürgermeister Täger über das „Credo“ der Projekt-Partner

Dass dort ein ganzes „Quartier“ entsteht, betonte Uwe Schramm , Geschäftsführer der Wohnbau Westmünsterland, als sich Vertreter von Bauherren, Wohnbau (Borken) und Heilig-Geist-Stiftung (Dülmen) sowie der Pfarrgemeinde St. Laurentius und der politischen Gemeinde gestern auf dem Areal versammelten, das Bürgermeister Sebastian Täger als „Filetfläche“ bezeichnete. Größe und die Nähe zum Ortskern zeichneten die üppige Parzelle aus.

Hohe Ansprüche an Grundstücksvergabe

Entsprechend anspruchsvoll seien auch die Vorgaben an mögliche Investoren/Betreiber gewesen, als im Februar 2015 ein Wettbewerb ausgelobt wurde. Die Projekt-Partner Heilig-Geist-Stiftung Dülmen für den Pflegebereich und Wohnbau für barrierefreies und erschwingliches Wohnen hätten zu Recht den Zuschlag erhalten, so Täger. Denn: „Mit ihrem schlüssigen Konzept haben sie die Vorgaben sogar noch übertroffen.“

Das neue Quartier auf dem Holtruper Sportplatz.

Das neue Quartier auf dem Holtruper Sportplatz.

Es sei wichtig gewesen, dass das Areal „nicht meistbietend unter den Hammer kommt“, hob der Bürgermeister rückblickend hervor. Mit dem Gespann Wohnbau, ein kommunal geprägtes genossenschaftliches Unternehmen, und Heilig-Geist-Stiftung als angesehener Träger von Pflegeeinrichtungen, sei gewährleistet, dass die Devise gilt: „Nachhaltigkeit statt Gewinnmaximierung.“

Stationäre Pflege und 50 barrierefreie Wohnungen

Ein stationäres Pflegeheim mit 69 Plätzen, zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften sowie vier Wohneinheiten errichtet die Dülmener Heilig-Geist-Stiftung (auf 3900 Quadratmetern Grundfläche). Betrieben wird das Pflegeheim von der St. Johannes gGmbH aus Senden. Die neue Einrichtung soll den Namen „Schwester Maria Euthymia“ tragen. Ziel ist, dass jeder Bewohner möglichst lange ein eigenständiges Leben führen kann, so Ulrich Scheer, Vorstand der Heilig-Geist-Stiftung.Die Wohnbau (4400 Quadratmeter Grundfläche) errichtet 50 barrierefreie Wohnungen (47 bis 92 Quadratmeter), von denen 24 öffentlich gefördert werden (Miete: 5,75 Euro/Quadratmeter).Das Zentrum des Quartiers bildet ein halböffentlicher Platz, der unter anderem für Nachbarschaftstreffen genutzt werden kann, erläutert Architekt Andreas Ramsel (Büro Verwohlt/Ramsel) das Konzept. Pläne für ein Ärztehaus auf dem Gelände ruhen derzeit noch.

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Erleichterung über Baustart

Die Erleichterung, dass nun die Pläne in Beton gegossen werden können, war auch beim symbolischen Baustart spürbar. „Wir haben lange gekämpft, was das Areal angeht – und es hat sich gelohnt“, resümierte Schramm. Ebenso wie Täger stellte der Wohnbau-Chef heraus, dass Transparenz und Information in dem bisherigen Projekt-Prozess bedeutsam gewesen seien. Das Ergebnis: „Eine breite Akzeptanz in Politik und Bevölkerung“, beteuerte Schramm.

Ein Fazit, das Beigeordneter Klaus Stephan prinzipiell bestätigte – auch wenn es seit der Erschließung punktuelle Hinweise von Anwohnern gebe, etwas was jüngst den Einsatz von Pumpen anging. Ganz ohne Belästigungen wird es nicht abgehen – aber nach 18 Monaten soll ein ganz neues Quartier hochgezogen worden sein.

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