Ehrenwert-Büro bringt Energie und Talente zum Vorschein
Verborgene Schätze schürfen

Senden -

Das Team des Büros EhrenWert nimmt nach der Sommerpause die Arbeit wieder auf. Die Helfer möchte weitere Ehrenamtliche gewinnen, die bereit sind, sich für das Gemeinwesen einzusetzen. Mit Hilfe einer bereits bestehenden Datenbank sollen maßgeschneiderte Einsatzmöglichkeiten gefunden werden.

Montag, 26.08.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 26.08.2019, 17:24 Uhr
Das Team des Ehrenwert-Büros will das Potenzial des Einsatzes fürs Gemeinwesen nutzen: Susanne Espenhahn (v.l.), Gaby Ueing, Richard Genkinger, Christa Wemmer und Rainer Lid.
Das Team des Ehrenwert-Büros will das Potenzial des Einsatzes fürs Gemeinwesen nutzen (v.l.): Susanne Espenhahn, Gaby Ueing, Richard Genkinger, Christa Wemmer und Rainer Lid. Foto: di

Das Ehrenwert-Team steckt nicht im Rausch, schon gar nicht im Goldrausch. Doch es vermutet in Senden noch Schätze – schlummernde Energie, Einsatzfreude, Kenntnisse und Talente. Ein Potenzial, das es zu orten und zur Entfaltung zu bringen gilt. Ab Donnerstag (29. August) stehen die Ehrenamtlichen in dem Büro an der Eintrachtstraße/Biete wieder als Ansprechpartner für alle bereit, die sich ins Gemeinwesen einbringen möchten. Dann beginnen, nach der Ferienpause, wieder die üblichen Sprechzeiten in der Anlaufstelle.

Doch Gaby Ueing, Richard Genkinger , Christa Wemmer und Rainer Lid sowie Susanne Espenhahn, Koordinatorin bei der Gemeindeverwaltung, warten nicht darauf, dass ihnen die „Goldnuggets“ an den Schreibtisch gebracht werden, sondern setzten auf eigene aktive Akquise.

Über das bereits sehr vielfältige und lebendige Ehrenamt hinaus gebe es in Senden und den Ortsteilen noch Menschen, die sich persönlich einbringen möchten, um ein Projekt oder eine Initiative zu fördern. Oftmals wüssten die Bürger aber nicht, wo sie ansetzen können. Dazu wenden sich viele bereits direkt an Vereine und Gruppen – etwa vom Sportverein bis zu Heimatvereinen. Gerade dort sei in Senden, mit Blick auf Haus Palz und dessen Umgestaltung, Unterstützung gefragt, so das Team des Ehrenamts-Büros, das bereits eine Datenbank mit Trägern und möglichen Einsatzgebieten führt und pflegt. Der gegenseitige Austausch und das Netzwerken sollen aber noch intensiviert werden, kündigt der Kreis gegenüber den Westfälischen Nachrichten an.

Doch nicht nur bei den Themen, die die Menschen beackern könnten, fehlten mitunter Anstöße und Informationen, sondern auch ein verbreitetes Vorurteil müsse ausgemerzt werden – wonach ehrenamtlicher Einsatz Zeit ohne Ende fresse, und wer sich einmal auf eine Funktion eingelassen habe, diese nicht wieder „abschütteln“ könne. „Die Leute wollen sich engagieren, sich dabei aber zeitlich nicht zu sehr binden“, lauten die Erfahrungen der „Ehrenamts-Promoter“. Sie wollen mit den „Anbietern“, den Vereinen und Gruppen in Senden, maßgeschneiderte Einsatzmöglichkeiten für die Nachfrage aus der Bürgerschaft erarbeiten. Es gebe viele Dinge, die dem Gemeinwesen dienen, die Lebensqualität steigern „und Spaß machen“, versichert der Kreis, der mit dem Standort im Ortskern zentral erreichbar ist. Und dabei machen die ehrenamtlichen Kräfte sogar noch spannende Erfahrungen oder können sich selbst weiterqualifizieren oder fortbilden. Neigung oder berufliche Vorkenntnisse fließen, wie beim Ehrenwert-Team selbst auch, in die Betätigung ein.

Auch und gerade Jugendliche, von denen sich einige bereits in Sportvereinen oder sozialen Einrichtungen einbringen, stehen im Fokus des Ehrenamts-Teams, das sich dieser Zielgruppe stärker widmen will, obschon sie nicht leicht zu erreichen sei, wie die Gruppe einräumt.

Eine zeitgemäße Web-Präsenz ist dazu unerlässlich – ein Projekt, das weit oben auf der „Ehrenwert“-Agenda angesiedelt ist. Auch bei Veranstaltungen in Senden will das Team „mehr Flagge zeigen“. Denn es ist davon überzeugt, dass noch nicht alle Schätze an Engagement fürs Miteinander in Senden ans Tageslicht befördert worden sind.

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Das Ehrenwert-Büro hat jeweils dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

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