Polizei und Gemeinde verstärken Schulwegsicherung
Schutz der Kinder im Fokus

Senden -

Aufgrund des Fortschritts an den Baustellen und der damit verbundenen Straßensperrungen hat sich die Verkehrssituation im Ortskern seit Ende des vergangenen Schuljahres deutlich verändert. Daher wollen Gemeinde und Polizei im Zuge einer Ordnungspartnerschaft für mehr Sicherheit auf den Schulwegen sorgen.

Mittwoch, 28.08.2019, 14:48 Uhr aktualisiert: 29.08.2019, 10:29 Uhr
Am Zebrastreifen vor der St.-Laurentius-Kirche war der Bezirksbeamte Reinhard Wehrland gemeinsam mit Ordnungsamtsmitarbeiterin Christiane Jäckel zur Schulwegsicherung im Einsatz.
Am Zebrastreifen vor der St.-Laurentius-Kirche war der Bezirksbeamte Reinhard Wehrland gemeinsam mit Ordnungsamtsmitarbeiterin Christiane Jäckel zur Schulwegsicherung im Einsatz. Foto: Gemeinde Senden

„Brems Dich – Schule hat begonnen“ fordert die Deutsche Verkehrswacht auf Transparenten an den Straßen die Autofahrer zu besonderer Vorsicht und Rücksichtnahme auf, zumal ab heute auch die i-Männchen unterwegs sind. Die Gemeinde Senden beschränkt sich nicht auf diesen Appell: Im Zuge einer Ordnungspartnerschaft mit der Polizei werden in diesen Tagen zum Schutz der Kinder brisante Stellen zum Unterrichtsbeginn besonders überwacht.

„Wir reagieren auf den Wunsch von Eltern, die sich im Vorfeld an uns gewandt haben. Denn aufgrund der Straßensperrungen und des Fortschritts an den Baustellen im Ortskern hat sich die Verkehrssituation im Vergleich zu vor den Ferien deutlich verändert“, berichtet Fachbereichsleiter Holger Bothur auf Anfrage. Neben der Überwachung des fließenden Verkehrs durch die Polizei sollen die Ordnungskräfte der Gemeinde verstärkt auf Fahrzeugführer achten, die durch das Abstellen ihrer Wagen die Verkehrssicherheit der Schüler auf Geh-, Rad- oder Fußgängerüberwegen gefährden.

Im Zuge der Aktion waren der Bezirksbeamte Reinhard Wehrland und Ordnungsamt-Mitarbeiterin Christiane Jäckel am Mittwochmorgen im Bereich des Schulparks im Einsatz. An der Bonhoefferschule sorgten die Polizeibeamten Stephanie Schlusemann und Carsten Elsner für erhöhte Sicherheit.

„An der Münsterstraße hat sich ein Problem ergeben. Dort knubbelt es sich“, berichtet Holger Bothur. „Kinder, die auf dem Weg zur Schule den Zebrastreifen nutzen, können aufgrund der Bauarbeiten auf dem Kirchplatz den Weg zwischen Kirche und Pfarrheim nicht mehr nutzen. Sie müssen jetzt die Zufahrt zum Schulzentrum queren, um auf den Gehweg am Dümmer zu gelangen“, führt der Fachbereichsleiter der Gemeinde aus. Gerade dort biegen auch zahlreiche Schüler mit ihren Fahrrädern und Lehrern mit ihren Autos ab. „Wenn Eltern von i-Dötzchen ganz sicher gehen wollen, sollten sie mit ihren Kindern die Fußgänger-Ampel am Altenheim nutzen“, empfiehlt Bothur.

Daneben sei eine zweite Lösung ins Auge gefasst worden, berichtet Wehrland: „Eventuell müsste der Zebrastreifen am Journal in Richtung Haus Palz verlegt werden, so dass die Fußgänger beim Überqueren der Münsterstraße gleich auf den Gehweg parallel zum Dümmer gelangen.“ Der Bezirksbeamte macht außerdem darauf aufmerksam, dass die Zufahrt zum Schulpark ab Dümmerwiese nur von Lehrpersonal und Zulieferern mit Kraftfahrzeugen befahren werden darf. „Wir haben ältere Schüler, die mit dem Motorroller gekommen sind, aufgefordert, ihr Fahrzeug am Parkplatz abzustellen oder zur Schule zu schieben“, erzählt Wehrmann. Er ist am Donnerstag (29. August) zur Schulwegsicherung gemeinsam mit Christina Jäckel zunächst in Bösensell vor Ort ist. Anschließend haben beide ein besonderes Auge auf die Sicherheit der i-Männchen in Senden. Nach Auskunft des Bezirksbeamten waren seitens der Sicherheitskräfte an der Bonhoefferschule am Mittwoch kein besonderen Auffälligkeiten zu beobachten.

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