Tierheim an der Hohen Lucht wird offiziell eingeweiht
Zuhause auf Zeit für Vierbeiner

Ottmarsbocholt -

Es war nicht ganz leicht, den Sitz des Tierheims zu verlagern, einen neuen Standort zu finden und dort eine neue Zuflucht für Katzen und Hunden aus dem Boden zu stampfen. Doch nicht die Rückschau, sondern die Freude über das Gelingen prägte die Eröffnungsfeier der Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung an der Kreuzung Hohe Lucht.

Montag, 02.09.2019, 15:58 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 18:00 Uhr
Maria Eichel, die unter anderem das Katzenhaus vorstellte, freut sich über das rege Echo auf die Einladung zum Eröffnung des Tierheims in Ottmarsbocholt, in deren Rahmen sich auch weitere Tierschutzvereine vorstellten.
Maria Eichel, die unter anderem das Katzenhaus vorstellte, freut sich über das rege Echo auf die Einladung zum Eröffnung des Tierheims in Ottmarsbocholt, in deren Rahmen sich auch weitere Tierschutzvereine vorstellten. Foto: hha

Neugierig drückt Hündin Blanka ihre Nase an die Gitterstäbe, wedelt mit dem Schwanz und erobert so Leonies Herz mit ihren treuherzigen braunen Augen im Sturm – sodass die Siebenjährige ihre Mutter sogar anfleht, Blanka doch bitte mit nach Hause nehmen zu dürfen. Denn bei der offiziellen Eröffnung des Tierheims der Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung in Ottmarsbocholt in der Oberbauerschaft durften die Besucher mit den tierischen Bewohnern zwar noch nicht auf Kuschelkurs gehen, verliebten sich aber auch trotz Gitter und Käfige in die Vierbeiner.

Tierheim in Ottmarsbocholt feiert Eröffnung

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  • Nicht nur die Hündin Blanka hat im Tierheim ein Zuhause auf Zeit gefunden.

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  • Insgesamt sieben Hunde versorgt der Tierschutzverein in Ottmarsbocholt bereits.

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  • Die Einladung der Tierfreunde stieß auf reges Interesse.

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  • Zahlreiche Vereine nutzten die Gelegenheit, sich bei der Eröffnung des Tierheims vorzustellen.

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  • Der Verein leistet seine Arbeit auf Spendenbasis.

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  • Maria Eichel, Vorsitzende der Tierfreunde Lüdinghausen.

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  • Mitglieder des Trägervereins führten die vielen Besucher durch das neue Tierheim.

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Eröffnung mit großer Beteiligung

„Es ist alles schön und sauber hier“, lobte auch Besucher Olivier Barbaste. Gäste konnten sich beim Einweihungsfest mit Trödelmarkt, Kulinarischem und Live-Musik (Djembikkels Afrikanische Trommeln) nicht nur ein Bild von dem neuen Gelände der Tierfreunde Lüdinghausen machen, sondern sich auch an zahlreichen Ständen von Vereinen wie dem NABU, den „Tierrettern“ oder den „Ärzten gegen Tierversuche“ über Tierschutz informieren. Über das insgesamt positive Feedback der extrem zahlreichen Besucher freute sich am Sonntag auch das Team des Tierheims: „Wir wurden gut angenommen, es gibt total viele positive Rückmeldungen und die Leute scheinen froh zu sein, dass es hier wieder Tierschutz gibt“, resümierte Maria Eichel , erste Vorsitzende der Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung.

Es gibt total viele positive Rückmeldungen.

Maria Eichel, Vorsitzende der Tierfreunde Lüdinghausen

Vollkommen ausgebucht ist das frisch errichtete Katzenhaus des Tierheims und auch sieben Hunde haben auf dem Gelände zwischen Ottmarsbocholt und Nordkirchen ein Zuhause auf Zeit gefunden – alles Tiere, die aus schlechtesten Verhältnissen kommen, wie Dieter Kulla, zweiter Vorsitzender des Vereins, betont. „Unsere Aufgabe ist – und da muss man sich keine Illusionen machen – die Vermittlung der Tiere und nicht das Liebhaben“, stellt Kulla klar.

Ehrenamtliche mit Herzblut für den Tierschutz im Einsatz

Herzblut darf aber einfließen: Tierfreundin Sonja Rose setzt sich beispielsweise seit 2012 ehrenamtlich für die Vierbeiner im Tierheim ein: Jeden Samstag füttert und pflegt sie die Katzen und verschafft ihnen ganz viele Streicheleinheiten. Ihre Motivation dafür ist ganz simpel: „Ich möchte den Tieren helfen, denn ich finde, dass immer den Menschen geholfen wird“, schildert Rose ihren wichtigsten Beweggrund, sich zu engagieren.

Verein wünscht sich mehr Unterstützung durch die Kommunen

Ohne den Einsatz von Ehrenamtlichen könnte das Tierheim, das allein von Spenden und Mitgliedsbeiträgen der Tierfreunde finanziert wird, nicht funktionieren. Mehr Unterstützung auch von den Gemeinden Senden, Ascheberg, Lüdinghausen, Nordkirchen und Olfen wünscht sich darum auch Maria Eichel, erste Vorsitzenden des Vereins Tierfreunde Lüdinghausen. Und fordert überdies, das Verbot am Sonntag Verkaufsstände aufzustellen, zu lockern. „Es wäre für alle Vereine wichtig, dass diese Regelung aufgelockert wird. Wir wünschen uns eine Einigung mit den Verantwortlichen“, so Maria Eichel.

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